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Brrr! Januar war deutlich zu kalt

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Frankfurt/Main - Der Januar war bitterkalt, meinen Sie? Sie haben recht, Ihr Gefühl trügt Sie nicht. Der Januar 2010 war laut offizieller Statistik sogar viel zu kalt.

Mit minus 3,7 Grad Celsius lag die Durchschnittstemperatur deutschlandweit 3,2 Grad unter dem langjährigen Klimamittel von minus 0,5 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag auf der Basis vorläufiger Daten mitteilte.

Die offiziell tiefste Temperatur meldete demnach Bad Muskau in der Oberlausitz mit minus 24,3 Grad am 27 Januar. In den Genuss der höchsten Werte kamen die Bewohner der Oberrheinischen Tiefebene, etwa in Emmendingen-Mundingen am 18. Januar mit 8,7 Grad.

Ungewöhnlich: Nach Abzug des Tiefs «Daisy» am 11. Januar lag ganz Deutschland unter einer geschlossenen Schneedecke. Dabei hatten die sonst eher schneereichen Regionen des Alpenvorlandes zu diesem Zeitpunkt nur wenig Schnee, während etwa Cottbus 32 und Leipzig 34 Zentimeter meldeten. Durch Schneeverwehungen türmte sich der Schnee besonders an der Küste und auf den Ostseeinseln stellenweise meterhoch auf.

Die Sonne tat im Januar ihre Schuldigkeit nicht: Sie schien im Schnitt nur 37 Stunden lang (Durchschnitt: 44 Stunden). Besonders die ersten 25 Tage des Monats waren extrem sonnenscheinarm, wie der Wetterdienst betonte. Die sonnenscheinreichste Gegend war dabei der äußerste Süden Deutschlands: Oberstdorf meldete 87 Stunden, während Kronach in Oberfranken nur auf 15 Stunden kam.

ap

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