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Wozu brauchen wir Schnee an Weihnachten?

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Jetzt wird der Wetterbericht im Radio wieder regelmäßig die entscheidende Frage stellen: Wird Weihnachten weiß werden? Die Meteorologen warnen schon einmal vorsichtig. Doch wozu brauchen wir überhaupt weiße Weihnachten?

Bayreuth - Jetzt wird der Wetterbericht im Radio wieder regelmäßig die entscheidende Frage stellen: Wird Weihnachten weiß werden? Die Meteorologen warnen schon einmal vorsichtig. Doch wozu brauchen wir überhaupt weiße Weihnachten?

An Heiligabend könnte es regnen und die Temperaturen sind

Alles rund um Weihnachten erfahren Sie hier!

möglicherweise mild. Schade - weil Schnee einfach an Weihnachten dazugehört? Oder doch nicht? Wird das Wetter zu Weihnachten überschätzt, weil es doch auf andere Dinge ankommt?

Weihnachten ohne Schnee - das geht gar nicht, weil ...

... es mit Schnee einfach schöner ist: Im Dezember, so hat es die Natur nun einmal vorgesehen, wirkt unsere Landschaft abgestorben: Die Blätter sind längst von den Bäumen gefallen, die Wiesen sind grau, die Felder liegen nackt da. Schnee macht unsere Umgebung schön. Weiß, leuchtend und unschuldig liegt er da. Die Menschen schmücken zu Weihnachten ihre Wohnstuben, decken ihre Tische festlich und stellen einen Christbaum auf - und draußen schmückt der Schnee die Natur.

... man an den Feiertagen wenigstens draußen sein kann: Ja, Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch der Völlerei. Lebkuchen, Plätzchen, Stollen, Gans, Knödel, Blaukraut. Dazu einen Glühwein oder einen Rotwein. Wer nach all den Leckereien dann im Januar nicht im Fitnessstudio strampeln oder eine Diät machen will, tut gut daran, schon an den Feiertagen aktiv zu werden. Und Schnee gehört nun einmal zu sportliche Aktivitäten im Winter dazu: Rodeln mit der Familie macht zudem noch riesigen Spaß. Ein paar Runden auf Langlaufskier schulen die Ausdauer. Ein strammer Spaziergang im Schnee verbrennt Kalorien.

So wird das Wetter: 25 Bauernregeln zum Durchklicken

So wird das Wetter: 25 Bauernregeln zum Durchklicken

 © dpa
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... sonst das festliche Lied-Repertoire empfindlich geschmälert wäre: “I'm dreaming of a white Christmas“, singt Bing Crosby - und der Zuhörer gerät in sentimental-romantische Stimmung, weil er vor seinem inneren Augen sanft die Schneeflocken fallen sieht. “Let it snow“, “Walking in a Winterwonderland“, “Leise rieselt der Schnee“ - Schnee ist eine wichtige Essenz für Weihnachtslieder und damit so fest mit Weihnachten verbunden, dass er einfach dazugehört. Selbst moderne Songs bemühen erfolgreich das Schnee-Motiv, man denke an “Unheilig“ und “Winter“: Da geht nichts ohne “Silberschnee“.

Schnee an Weihnachten muss nicht sein, denn ...

... in Bethlehem lag damals ja auch kein Schnee: Weihnachten ist laut christlicher Überlieferung das Fest Christi Geburt. Das Evangelium beschreibt Jesu Geburt in einem ärmlichen Stall von Bethlehem. Es dürfte in Nahost auch vor 2000 Jahren nicht geschneit haben. Und überhaupt: Ob in Australien, in der Karibik oder in Südamerika - Weihnachten funktioniert dort auch ohne Schnee prächtig. Warum also nicht auch bei uns?

... es ist eh alles nur geklaut: Das Idealbild von weißer Weihnacht haben wir aus den USA und aus den Alpen importiert. “Die Erwartung, dass an Weihnachten Schnee zu liegen hat, ist nicht zuletzt von Bildwelten beeinflusst“, sagt Prof. Günter Dippold, Heimatpfleger im bayerischen Bezirk Oberfranken. Die Etablierung des Weihnachtsmanns als Gabenbringer habe wohl die Sehnsucht nach weißer Weihnacht befördert. In ihm seien nämlich Elemente des christlichen Heiligen Nikolaus und der Personifikation des Winters verschmolzen. Der Trend sei durch amerikanische Darstellungen im Zusammenhang mit dem Fest noch verstärkt worden. Das erkläre auch, warum gerade viele amerikanische Weihnachtslieder den Schnee bemühen (“White Christmas“). Denkbar ist für Dippold aber auch, dass die häufige Darstellung von alpenländischen Weihnachtsmotiven den Wunsch nach Schnee zum Fest beeinflusst hat.

Tipps für kalte Tage

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Tipps für kalte Tage
Reichlich Wasser trinken gilt im Winter genauso wie in den heißen Sommermonaten. Der Kreislauf braucht bei tiefen Temperaturen genauso viel Flüssigkeit wie bei höheren Temperaturen. © dpa
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Kaffee wärmt zwar für kurze Zeit, verschlechtert aber auf lange Sicht die Durchblutung. Die Folge: man friert weiter. © dpa
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Schnaps soll angeblich gegen die klirrende Kälte helfen - ein Irrglaube. Alkohol ist bei Minus-Temperaturen sogar gefährlich, weil er die Blutgefäße weitet. Wer getrunken hat, merkt oft nicht, dass der Körper auskühlt. © dpa
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Mal abgesehen von den vielen giftigen Stoffen in Zigaretten, verengt das Rauchen auch die  Blutgefäße und lässt die Hauttemperatur sinken. Raucher frieren also schneller. © dpa
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Rohkost ist gesund - in der kalten Jahreszeit kühlt sie den Körper allerdings aus. Wer es warm haben will, greift lieber zu Suppen und Eintöpfen . © dpa
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Wichtig für die Körperwärme von innen ist Vitamin E. Es ist zum Beispiel in Vollkornprodukten, Nüssen, Weizen- und Maiskeimöl enthalten. Auch heiße Schokolade hilft. © dpa
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Warm einpacken hilft Menschen zwar gegen die Kälte, Hunde sollten aber nur dann Kleidung tragen, wenn sie entweder sehr klein oder krank sind. © dpa
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Kaum Sorgen müssen sich Katzenliebhaber um ihre Vierbeiner in den kalten Monaten machen: Die Tiere wissen genau, wie viel Kälte sie vertragen. © dpa
Tipps für kalte Tage
Kinder spielen in der kalten Jahreszeit gerne im Schnee. Da sie oft jedoch nicht merken, dass sie auskühlen, sollten die Eltern darauf achten, dass ihre Sprösslinge nicht zu lange draußen bleiben. © dpa
Tipps für kalte Tage
Frische Luft ist für Kleinkinder gesund - auch bei Minustemperaturen. Wenn die Kinder über vier Wochen alt sind, steht einem ausgedehnten Spaziergang nichts im Wege. Allerdings sollte man das Kind warm anziehen und das Gesicht mit einer Wetterschutzcreme einfetten. © dpa
Tipps für kalte Tage
Wer auch bei sibirischen Temperaturen Schmuck tragen will, sollte wissen, dass Metall bei Minustemperaturen an der Haut festfrieren kann. Also lieber auch mal ohne Ohrringe auf die Straße gehen. © dpa

... Chaos an Heiligabend braucht niemand: Schneefall nimmt keine Rücksicht auf die Zeitpläne des feiernden Weihnachtsvolkes. Da kann es schon mal auch am 24. und 25. Dezember heftig schneien. Und dann? Stecken Züge fest, verwandeln sich Autobahnen in Rutschbahnen und geht auf den Flughäfen nichts mehr. All jene, die zu ihren Familien eilen wollten, sind zum Ersatzprogramm verdammt: Heißer Tee vom Roten Kreuz auf der Autobahn, Weihnachtsbaum im Flughafen-Foyer. Erst im vergangenen Jahr hatten weite Teile Deutschlands über Weihnachten mit einem Schneechaos zu kämpfen, in einigen Orten brach zeitweilig sogar die Stromversorgung zusammen. Dann doch lieber kein Schnee, oder?

Was denken Sie? Gehört Schnee zu Weihnachten? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und schreiben Sie uns Ihre Meinung. 

dpa

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