Zahl der Allergiker wird bis 2020 auf mehr als 50% steigen

Bad Reichenhall ist jetzt allergikerfreundliche Kommune

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Bad Reichenhall - Allergien – eine immer größer werdende Herausforderung im Tourismus. Rund ein Drittel der Bevölkerung leidet an den unterschiedlichsten Allergien. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Zahl der Allergiker bis 2020 auf mehr als 50% steigen wird.

Man kann davon ausgehen, dass fastin jeder Familie inzwischen mindestens ein Allergiker ist. Die damit verbundenen Herausforderungen für Gäste, Unterkünfte, Gastronomen und Handel sind nicht neu. Nahezu täglich werden Mitarbeiter mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien konfrontiert. Erste Gespräche mit unseren Leistungsträgern haben gezeigt, dass hier bereits sehr großes Engagement eingebracht wird und stets lösungsorientiert gehandelt wird. Die Alpenstadt Bad Reichenhall, als Alpine Perle und Gesundheits- und Kurort, möchte sich daher als „Allergikerfreundliche Kommune“ zertifizieren lassen.

Spezielle Service-Kette für Allergiker

Hierfür soll speziell für die Zielgruppe der Allergiker eine Service-Kette aufgebaut werden, um kompetente, medizinisch fundierte Qualität bieten zu können. Bereits in der Jahrestagung Alpine Pearls im Oktober in Bad Reichenhall, wurden die Themen Allergie und Allergikerfreundlichkeit im Rahmen des Alpine Pearls Projekt „GEMS“ angesprochen und als besonders wichtiges Zukunftsthema betrachtet.

Deshalb unterstützt auch der Bürgermeister diese Ausrichtung von Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain. Herr Hofmeister, 2. Bürgermeister der Stadt Bad Reichenhall: „Für die Stadt Bad Reichenhall als Gesundheitsstadt und Heilbad ist diese angestrebte Zertifizierung eine besondere Auszeichnung. Es verdeutlicht eine nachhaltig angelegte Qualitätsstufe, dass sich die Stadt in diesem zunehmend wichtigen Bereich engagiert und eine Vorreiterrolle einnimmt. In diesem Sinne wirken Stadtführung, Kur-GmbH, Verbände und Vermieter vor Ort zusammen, um dieses Prädikat zu erwerben und für unsere Gäste auch zu leben.

Professionelle Schulung und Zertifizierung

Damit werden generell positive Wirkungen für Wirtschaft, Tourismus und auch für Einheimische generiert. In diesem Zusammenhang spielen neben der Ernährung natürlich auch gesundes Wohnen und Schlafen eine wichtige Rolle.“ Die allergikerfreundliche Kommune ist ein Projekt des Bayerischen Heilbäder-Verbandes e.V. (BHV). Sie bietet ihren Gästen ein nach medizinischen Kriterien geprüftes und zertifiziertes Angebot entlang der gesamten touristischen Service-Kette – von Unterkünften, Gastronomie bis hin zum Einzelhandel. Für die Betriebe sind die Anforderungen äußerst pragmatisch und mit nur geringem Aufwand umsetzbar. Betriebe, die sich der allergikerfreundlichen Kommune anschließen, werden vom Bayerischen Heilbäder-Verband professionell geschult und von der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) zertifiziert. Dieses Siegel zeichnet allergikerfreundliche Produkte und Dienstleistungen aus, die das Leben von Allergikern nachweislich erleichtern.

Vorteil der allergikerfreundlichen Kommune ist, dass beide Seiten, Anbieter wie Gäste Klarheit über das Angebot und die Erwartungen bekommen. Beschwerdefreiheit kann niemand garantieren, aber geprüft allergikerfreundliche Leistungen nach dem Standard für Allergikerfreundlichkeit erhöhen nachhaltig die Angebotsqualität und regeln zugleich, was erwartet werden kann. Dabei ist es grundsätzlich nicht erforderlich, dass das gesamte Angebot auf Allergiker ausgerichtet ist. Damit Bad Reichenhall die Auszeichnung als allergikerfreundliche Kommune erhalten kann, müssen mindestens 10 % aller Gästebetten eingebunden sein.

Gute Nachfrage und erhöhte Anzahl der Partner

Außerdem müssen sich mindestens ein Lebensmittelgeschäft, eine Bäckerei und zahlreiche Gastronomiebetriebe an der Service-Kette beteiligen. BHV-Projektleiterin Anja Bode hat bereits einige Heilbäder und Kurorte auf ihrem Weg zur allergikerfreundlichen Kommune begleitet. „Bei Orten, die diesen Prozess schon durchlaufen haben, zeigt sich, dass meist bereits schon am Anfang eine gute Nachfrage vorhanden ist und sich die Anzahl der Partner in den Folgejahren aber weiter deutlich erhöht. Allergiker, so die Erfahrung unserer zertifizierten Betriebe, sind dankbare und zufriedene Gäste, die gerne auch wiederkommen und die qualifizierten Dienste in Anspruch nehmen.“

Für die Umsetzung in Bad Reichenhall ist die Kur-GmbH Bad Reichenhall/ Bayerisch Gmain zuständig. Frau Lödermann und Frau Damron, Kur-GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain (Tel.: 08651 606 124/ 08651 606 168) steht Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsbad Kur GmbH Bad Reichenhall

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