Die Betriebs- und Weihnachtsfeier der Molkerei Berchtesgadener Land

Dankbarer Rückblick im 90-jährigen Jubiläumsjahr und zuversichtlicher Ausblick

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Geschäftsführer Bernhard Pointner gratuliert im Namen der Molkerei und des Frischdienstes Berchtesgadener Land den Jubilaren zu 10, 25 und 40 Jahren Betriebszugehörigkeit und bedankt sich für ihr Engagement und ihre Motivation.Rechts außen: Geschäftsführer Bernhard Pointner / Vordere Reihe: Dietlinde Strebl (li.) und Sabine Klaiber (re.) / Mittlere Reihe von links: Waldemar Lindemann, Georg Grassmann, Krunoslav Ruzic, Helmut Strohmaier, Wolfgang Brandstätter, Josef Ramstetter, Wolfgang Haigermoser, Andreas Argstatter jun., Brahim Hammadi / Hintere Reihe von links: Reinhold Hackl, Konrad Eglseer, Yasin Dursun, Christian Meier, Tobias Haigermoser, Markus Beirle, Johann Mautner

Piding - Im Dezember fand im Poststall in Teisendorf die traditionelleBetriebs- und Weihnachtsfeier von Frischdienst undMolkerei Berchtesgadener Land statt. 320 der inzwischen 420 Mitarbeiter waren der Einladung gefolgt und informierten sich aus erster Hand über die Lage der Molkerei im vergangenen Jahr.

Geschäftsführer Bernhard Pointner blickte in seiner Rede auf die 90-jährige Geschichte zurück und gab einen Ausblick auf 2018. Dank der garantierten Herkunft gepaart mit höchster nachhaltiger Produktqualität vertrauten die Verbraucher der Bergbauern-Milch und den Bio-Alpenmilchprodukten. Insbesondere der im Oktober einstimmige Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat zum sofortigen Verzicht auf den Einsatz von Glyphosat stärkte das Verbrauchervertrauen dahingehend.

Geschichte und Entwicklung von Molkerei und Frischdienst

Als Einstimmung auf die Adventszeit begann der festliche Abend, in guter Tradition, wieder mit einem weihnachtlich besinnlichen, bayerischen Teil, gestaltet mit Texten von Heini Albrecht aus Siegsdorf und Harfen- und Ziachmusi von den drei Hundmayer-Kindern. Bernhard Pointner ging in seinem anschließenden Bericht auf die Geschichte und dann auf die Entwicklung von Molkerei und Frischdienst sowie auf die aktuelle Milchmarktsituation ein. 

Berchtesgadener Land – ein Unternehmen mit Geschichte 

1927, also vor 90 Jahren, hatten 54 Landwirte eine kleine Dorfmolkerei in Piding aufgebaut und anfangs mit 10 Mitarbeitern die eigene Milch verarbeitet. Sie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer dermodernsten Molkereien in Deutschland mit heute 420 Mitarbeitern entwick elt, so Pointner. Der Grundidee – einem genossenschaftlich organisierten Unternehmen mit Ziel eines fairen Milchpreises für die Landwirte – sei man sich dabei treu geblieben: Die Genossenschaft verarbeite immer noch die Milch dereigenen Landwirte - heute 1750 bäuerliche Familienbetriebe zwischen Watzmann und Zugspitze und bezahle faire Erzeugerpreise. Im Team haben wir es im vergangenen Jahr wieder mit Bravour geschafft beste Milchprodukte herzustellen und erfolgreich auf dem hart umkämpften Milchmarkt zu verkaufen, freute sich der Geschäftsführer. Dazu sind unsere Sammelwagenfahrer bei Wind und Wetter in Kilometern gemessen 63 mal um die Erde gefahren, wurden im Labor über 1 Million Prüfergebnisse gemessen, wurden 318 Millionen Milchprodukte auch in vielen Nacht- und Wochenendschichten hergestellt, kommissioniert und schließlich an 150 Kunden in 14 Ländern geliefert. Gemeinsam im Team habe man das geschafft! Unser Weg ist es nun, sich nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen, sondern die Zukunft aktiv zu gestalten.

Wettbewerb wird härter 

Seit den 60-er Jahren haben 2.800 Molkereistandorte in Deutschland geschlossen. Der Molkereistandort in der südöstlichsten Ecke Deutschlands in der Bergregion war früher ein Nachteil. Mit der erfolgreichen Vermarktung der besonders guten Milch und dem Aufbau einer auf Nachhaltigkeit basierten Unternehmenskultur konnte daraus ein Mehrwert erzeugt werden. Damit hat es Berchtesgadener Land geschafft, sich zu einer der großen Premiummolkereien zu entwickeln. Und wo der Erfolg sich einstellt, kommen auch schnell Nachahmer. Dementsprechend wird das Konzept – zum Glück mit eher mäßigem Erfolg - oft kopiert. So gibt es inzwischen10 Bergbauernmilchmarken, im Inland wie auch z.B. in Österreich. Deshalb wird es überlebenswichtig für die Zukunftsfähigkeit der heimischen Molkerei nicht nur in Absatz- und Umsatzzahlen zu denken, sondern laufend den eigenen Qualitätsvorsprung auszubauen. Dazu wurden auch im vergangenen Jahr20 Millionen Euro in Gebäude, Technik, Infrastruktur, Produkte und Anlagen investiert. Damit wird systematisch die Premium- und Qualitätsführerschaft ausgebaut mit dem Ziel für weiterhin faire Erzeugerpreise. Insbesondere der im Oktober einstimmige Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat zum sofortigen Verzicht auf den Einsatz von Glyphosat unterstrich die nachhaltige Markenstrategie und stärkte das Verbrauchervertrauen dahingehend. Das bestätigen die vielen positiven Zuschriften von Verbrauchern aus ganz Deutschland, die seither täglich eingehen. 

Milchpreis wird 2018 wieder unter Druck kommen

Die Milchmengen steigen aktuell wieder an und wachsen weltweit schneller als der Absatz. Davon betroffen ist auch der Biobereich, sodass der konv. und der Bio- Milchpreis im kommenden Jahr erneut unter Druck geraten werden. Auch dann will Berchtesgadener Land die Strategie der Fairen Erzeugerpreise am Markt beibehalten. Die Milchmenge wird 2018 mit geplanten zusätzlichen 6 Millionen Kilogramm moderat gesteigert werden. Mit Blick in die Zukunft werde man am Standort wie in 2017 wieder über 20 Millionen investieren, so der Geschäftsführer. Diese werden schwerpunktmäßig die Produktion und Verarbeitung aber auch die Datenverarbeitung und -sicherheit sowie den Hochwasserschutz der Molkerei betreffen. Damit werden der Technologieentwicklung aber auch der Risikominimierung Rechnung getragen.

Motiviertes Team als Basis für Unternehmenserfolg

Ein verlässlicher und rund um guter Arbeitgeber sein, das ist ein Anliegen, das Geschäftsführer Bernhard Pointner besonders wichtig ist. In unserer modernen Arbeitswelt soll alles immer schneller und besser werden. Das gelingt nur dann im Team, wenn keiner überfordert wird. Damit auch weiterhin gilt: „Die Molkerei und der Frischdienst als fairer guter Arbeitgeber“ wurde in 2017 eine Mitarbeiterumfrage bezüglich der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz durchgeführt, die Verbesserungspotenziale aufzeigte. Diese werden nun Zug um Zug umgesetzt. Denn letzendlich schaffen nicht Maschinen die Zukunft, sondern es sind wir Menschen, so der Geschäftsführer. Bei allen geplanten Investitionen steht dementsprechend auch immer die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Arbeitsplatzsicherheit im Focus. Unser Ziel ist es weiterhin mit Kranktagen deutlich unter dem Branchendurchschnitt und ohne Burnout unter den Mitarbeitern zu bleiben. Die Anzahl der langjährigen Mitarbeiter bestätige die hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter. So wurden dieses Jahr 11 Mitarbeiter für 10 Jahre, 10 Mitarbeiter für 25 Jahre und zwei sogar für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt. Viele von ihnen haben bereits als Lehrlinge in der Molkerei begonnen und halten ihr bis heute die Treue. Dafür dankte Bernhard Pointner allen ganz besonders. Im Anschluss wurden 35 neue Kollegen namentlich in der Molkerei begrüßt. Pointner dankte allen Mitarbeitern und Führungskräften für ihr überdurchschnittliches Engagement. Er wünschte zum Abschluss allen eine besinnliche Adventszeit, eine schöne Betriebsfeier und für das kommende Jahr allen gemeinsam weiterhin viel Erfolg und Gesundheit.

Pressemeldung: Barbara Steiner-Hainz

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