Berchtesgaden: Biosphärenregion erhält Unesco-Auszeichnung

Biosphärenregion für Nachhaltigkeit ausgezeichnet

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Lernort mit Auszeichnung 2017/2018 – UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung: v.l.n.r. Kornelia Haugg(Leiterin der Abteilung Berufliche Bildung, Lebenslanges Lernen im BMBF), Prof. Dr. Gerhard de Haan (Wissenschaftlicher Berater der Nationalen Plattform BNE), Elisabeth Brandstetter und Dr. Lucia Jochner-Freitag (Bildungsreferentinnen Biosphärenregion Berchtesgadener Land), Prof. Dr. Verena Metze-Mangold (Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission)

Berchtesgaden - Für ihr Engagement haben die Unesco und die Deutsche Unesco-Kommission die Biosphärenregion prämiert.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Unesco-Kommission (DUK) ehren herausragende Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung.

Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle

2015 fiel der Startschuss für das Unesco-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Nachhaltige Entwicklung bedeutet, Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle in einer intakten Umwelt zu verwirklichen. Bildung für nachhaltige Entwicklung versetzt Menschen in die Lage, ihr Leben und Wirken an dieser Zielsetzung auszurichten. Das Unesco-Weltaktionsprogramm schreibt eine hochwertige und umfassende BNE als Aufgabe der Weltgemeinschaft fest.

Das BMBF und die DUK zeichnen im Rahmen des Weltaktionsprogramms Initiativen aus, die Bildung für nachhaltige Entwicklung in hoher Qualität umsetzen und langfristig verankern. Dieses Jahr überzeugten29 Lernorte, 28 Netzwerke und 6 Kommunen aus ganz Deutschland die Jury, darunter auch die Verwaltungsstelle der Biosphärenregion Berchtesgadener Land, eine Außenstelle der Regierung von Oberbayern. Die Verleihung der Auszeichnungen fand am 27. November im Rahmen des Agendakongresses BNE 2017 in Berlin statt.

Kindergartenprogramm und Projekte mit Jugendlichen

Die Biosphärenregion Berchtesgadener Land erhielt in der Kategorie„Lernort des Unesco-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung“ die höchste Auszeichnungsstufe.

Die Jury würdigte insbesondere die fundierte Umsetzung der Bildungsmaßnahmen, deren regelmäßige Evaluierung und Weiterentwicklung sowie die zahlreichen Bildungspartnerschaften.

Mit Fachkompetenz und großem Engagement setzt das Bildungsteam der Biosphärenregion ein vielfältiges Programm um, das sich an alle Altersgruppen richtet. Neben Kindergartenprogramm, zwei Kindergruppen sowie Projekten mit Jugendlichen finden diverse Schulprogramme statt: 

BNE im Schulumfeld, „Schule auf der Alm“ und das Kooperationsprojekt „Schule fürs Leben“ mit der Solidargemeinschaft BGL. Darüber hinaus führt die Biosphärenregion Multiplikatorenschulungen durch und bietet Veranstaltungsreihen für Erwachsene zu den Themen Biodiversität und Klimaschutz an.

Umweltministerin Scharf: "Das ist ein Ritterschlag erster Güte"

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte anlässlich der Auszeichnung:„Umweltbildung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung sind der Schlüssel für die Zukunft.Einen dauerhaften Wohlstand gibt es nur mit intakter Natur und gesunder Umwelt. Ich freue mich sehr über die Auszeichnung der Biosphärenregion Berchtesgadener Land als herausragender Lernort zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Das ist ein Ritterschlag erster Güte. Ich danke allen Beteiligten und Engagierten für die tolle Arbeit!“

Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im BMBF, sagte anlässlich der Verleihung der Auszeichnungen: „Wir brauchen Vorbilder, um den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu schaffen. [...] Nur durch Bildung verstehen wir dieAuswirkungen unseres Handelns auf unsere Zukunft.“

Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der DUK, würdigte die Ausgezeichneten: „Sie integrieren Prinzipien der Nachhaltigkeit in Inhalte und Methoden der Bildung, richten ihre Bewirtschaftung an Nachhaltigkeit aus, bilden ihre Mitarbeiter zu nachhaltiger Entwicklung weiter, und machen Nachhaltigkeit zum Thema in der Zusammenarbeit mit ihren Partnern. Ich wünsche mir, dass diese strukturbildenden Initiativen viele Nachahmer finden.“

Pressemitteilung Regierung von Oberbayern 

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