Nach einer Saison zurück in der Kreisklasse

Laufen dominiert Relegation

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Selbst das obligatorische Aufstiegserinnerungsfoto auf dem Sportplatz Teisendorf „litt“ unter einfallenden Bier-und Sektduschen.

Laufen (Salzach) - Laufen: Eine organisatorische Spitzenleistung lieferte der SV Laufen im Relegationsspiel um den Aufstieg in die Kreisklasse ab. Auf dem Teisendorfer Sportgelände dominierte die Lindner-Truppe den SC Vachendorf und siegte ungefährdet und souverän mit 4:0. Nach einem Jahr Abstinenz bedeutet dies für die Salzachstädter die Rückkehr in die Kreisklasse.

Sowohl auf dem Feld als auch außerhalb des Feldes hatte der SV Laufen am Freitagabend in Teisendorf die Übermacht. Unter lautstarker Anfeuerung der Fans von der Salzach, die mit sämtlichen verfügbaren Materialien angereist waren, konnte die Elf von Trainer Hermann Lindner eine hochverteidigende Mannschaft des SC Vachendorf früh in die Schranken weisen. Dabei scheint Teisendorf für den SV Laufen ein gutes Pflaster zu sein. Schon vor 16 Jahren konnte man an selbigem Ort einen Aufstieg in die Kreisklasse feiern.

Nach fünf Spielminuten allerdings war erstmal der SC Vachendorf an der Reihe. Thomas Klauser führte aus gut 20 Metern einen Freistoß aus. Klauser zirkelte diesen gekonnt über die Mauer hinweg, rechnete jedoch nicht mit Laufens Torwart Thomas Kalcher, der einen Sahnetag erwischte. Kalcher tauchte ins Toreck und kratzte den Ball von der Linie. Doch das war es dann auch vorerst mit gefährlichen Situationen vor dem Laufener Tor. Nun war der SV Laufen an der Reihe, und dies schlug sich auch beeindruckend im Ergebnis nieder. Nach einem Foul an David Cienskowski ließ der Unparteiische Florian Schäfer (SV Bruckmühl) weiterlaufen. Michael Hollinger erkämpfte sich im darauffolgenden Zweikampf das Leder und setzte sich gut durch. Hollinger schüttelte mehrerer Gegenspieler ab, konnte auch durch zwei Fouls nicht gestoppt werden und vollendete im Strafraum angekommen im langen Toreck zum 0:1. Dieses Tor wirkte beim SV Laufen als absoluter Knotenlöser, denn schon eine Minute darauffolgend schepperte es erneut unter frenetischem Beifall der Laufener Fans. Wieder war es Michael Hollinger, der sich im Mittelfeld, welches eindeutig dem SV Laufen gehörte, erneut das Leder holte. Mit einem Flachpass schickte er Dominik Lindner los, der allein auf weiter Flur, schlussendlich dann nur leicht bedrängt das Runde an Keeper Florian Oberhauser zum 0:2 im Netz ablegt (15.). In der 22. Minute erreichte ein weiter Ball aus der eigenen Hälfte David Cienskowski. Im Abschluss wurde Cienskowski deutlich in die Zange genommen, jedoch von Schiedsrichter Schäfer ungeahndet blieb. Vachendorf war weiterhin bedacht, hoch zu verteidigen und wurde in der 22. Minute jäh dafür bestraft. Durch einen Fehler im Aufbauspiel des SC Vachendorf kam das Leder zu Gerhard Nafe. Nafe zog durch die sehr offene Abwehr hindurch und erschien vor Torwart Oberhauser. Mit der Pike vollendete Gerhard Nafe am machtlosen Oberhauser vorbei zum 0:3. Innerhalb von zehn Minuten zeigte der SV Laufen zu was er fähig ist und was in der abgelaufenen A-Klassen-Saison vielleicht das ein oder andere Mal zu wenig gezeigt wurde und man sich dadurch das Nachsitzen in der Relegation einhandelte. Doch wenn eine Relegation immer so läuft, hat man wohl auf Seiten des SV Laufen nur wenig dagegen. Vachendorfs Funktionsteam handelte nun und stellte mit zwei Wechseln um und verstärkte auch die Defensive, was vorerst für Entlastung sorgte. Selbst konnte der SC Vachendorf nach einer halben Stunde Spielzeit wieder im Laufener Strafraum erscheinen. Ein schneller Gegenstoß endete in einem gefährlichen Torschuss von Florian Zeller. Wiederum war Torhüter Thomas Kalcher zur Stelle, der hinuntertauchte und die Situation für seine Vordermannen entschärfte. Ein Traumpass von Christian Höhn in der 38. Minute hätte schon fast das endgültige K.O. für den SC Vachendorf bedeuten können. Der Pass von Höhn landete bei Gerhard Nafe, der im Abschluss allerdings leicht verzog. Im Gegenzug konnte der eingewechselte Maximilian Bergmann auf Vachendorfs Seite kurz auf den ebenfalls eingewechselten Helmut Wendlinger passen. Wendlinger versuchte den herangestürmten Kalcher zu überlupfen, doch das Leder landete deutlich auf dem Tornetz.

In Halbzeit zwei versuchte der SV Laufen sofort den Deckel draufzumachen. Eine Minute nach Wiederanpfiff wurde David Cienskowski auf der Linie von Christian Höhn gut freigespielt. Cienskowski ließ seinen Gegenspieler stehen und kam über die Torauslinie bis zur Fünfmetermarke. Dort legte er quer auf den mitgestürmten Dominik Lindner, der aber aus kürzester Distanz aus spitzem Winkel das Leder weit über das Tor hinwegknallte. In Spielminute 55 kam es für den SC Vachendorf dann noch dicker. Wegen einer Notbremse musste Wolfgang Willinger das Feld begleitet mit der Roten Karte verlassen. Ein Lupfer aus dem Laufener Mittelfeld überwand die nicht gut postierte SCV-Abwehr, wo sich Laufens David Cienskowski davongeschlichen hatte. Cienskowski wäre allein auf das Tor zugelaufen, wäre nicht Willinger unglücklicherweise in seine Haken gelaufen – Platzverweis für Willinger. Das K.O. für den SC Vachendorf erfolgte jedoch wenig später in der 60. Minute. Nach einem Eckball von Helmuth Putzhammer stieg Spielführer Florian Hollinger mutig in die Höhe und traf per Kopf zum 0:4. Der SC Vachendorf kam dadurch natürlich noch weniger in Spiel und der SV Laufen spielte nun souverän die Partie weiter. Nach einem Pass von Helmuth Putzhammer kam Gerhard Nafe in der 70. Minute fast an seinem Gegenspieler Patrick Heinzlmeier vorbei, doch wurde er von selbigen im Strafraum zu Fall gebracht. Das Match lief ungeahndet der Situation weiter. Nur eine Minute später reichte ein Pass aus dem Mittelfeld, um Vachendorfs Abwehr erneut auszuhebeln. Putzhammer bediente Gerhard Nafe, der diesmal krachend an der Querlatte scheiterte. Der SV Laufen hatte den SC Vachendorf nun mittlerweile sehr gut unter Kontrolle und selbst der eingewechselte Merdan Cam konnte aus höchst aussichtsreicher Situation nicht mehr den Ehrentreffer erzielen. Cam versuchte sich im Billard mit seinen Gegenspielern im SVL-Strafraum und hätte vom Fünfereck vollenden können. Verteidiger Tobias Stockhammer war aber gedankenschneller und schlug Cam den Ball vor den Füßen weg. In der Schlussphase erschien der SV Laufen noch einige Male gefährlich in der Offensive, doch durch vereinzelte Abseitsstellungen der mutig offensiv nach vorne spielenden „Neu-Kreisklassisten“ wurde am Ergebnis nichts mehr geändert.

Damit konnte der SV Laufen beeindruckend den Aufstieg in die Kreisklasse realisieren und nach einem Jahr Intermezzo in der A-Klasse in die höhere Klasse zurückkehren. Nach den Feierlichkeiten und obligatorischen Erinnerungsfotos auf dem Teisendorfer Sportplatz wurde noch eine spontane Aufstiegsfeier unter Freunden, Fans und Gönnern im Gasthaus Greimel veranstaltet, wo die Rückkehr in die Kreisklasse gebührend gefeiert wurde. Jetzt heißt es für die Herrenmannschaften Urlaub, Ausschnaufen bevor es in die neue Saison in der Kreisklasse 4 geht.

SV Laufen

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