Fukushima und Tschernobyl als Mahnung:

Grüne wollen Atomausstieg beschleunigen

Bad Reichenhall - Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land wollen einen schnelleren Ausstieg aus der Atomenergie

Anläßlich des sechsten Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11. März mahnen Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land einen schnelleren Ausstieg aus der Atomenergie an. Die stellvertretende Grünen-Kreisvorsitzende Gisela Bechmann erinnerte auf einer Kreisvorstandssitzung daran, dass die acht derzeit noch in Betrieb befindlichen deutschen Atomkraftwerke jedes Jahr weitere 300 Tonnen gefährlichen Strahlenmülls produzierten. Außerdem gebe es weiterhin das Risiko einer Reaktorkatastrophe.

Die Aufräumarbeiten in Fukushima würden noch bis mindestens Ende diesen Jahrhunderts dauern und Kosten in Höhe von mehreren Milliarden Euro verschlungen haben. Atomstrom sei nie wirklich wettbewerbsfähig gewesen und habe sich nur durch hohe staatliche Zuschüsse für die Betreiberfirmen rentiert, so Bechmann weiter. Weltweit sei die Atomenergie auf dem Rückzug. 2016 seien nur drei Atomkraftwerke weltweit in Bau gegangen, zwei davon in China, eines in Pakistan.

Der Hauptgrund dafür sei, dass Atomstrom zu teuer ist. In sechzig Ländern der Welt sei inzwischen die Solarenergie die billigste Stromquelle. Ökostrom sei auch in Deutschland wesentlich preiswerter als Atomstrom. Vor diesem Hintergrund sollte die Energiewende eigentlich entschlossen weitergeführt und beschleunigt werden. Doch die Bundesregierung und die Bayerische Staatsregierung stünden beim Ausbau der Erneuerbaren Energien leider „auf der Bremse“. So habe die 10H-Regelung der Bayerischen Staatsregierung den Ausbau der Windstromerzeugung in Bayern praktisch gestoppt.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Berchtesgadener Land

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