SPD will Sozialraumanalyse für das Berchtesgadener Land

Schwerpunkte sollen bei Jugend, Familien und Wohnen liegen

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Die Sozialdemokraten wollen im Berchtesgadener Land eine Sozialraumanalyse auf den Weg bringen (von links nach rechts): Roman Niederberger (Kreisrat, SPD-Kreisvorsitzender), Güldane Akdemir (stv. SPD-Kreisvorsitzende, Stadträtin Bad Reichenhall), Susanne Aigner (stv. SPD-Kreisvorsitzende), Margret Sturm-Wiersig (Vorsitzende SPD Ainring, Gemeinderätin), Hans Metzenleitner (Sprecher SPD-Kreistagsfraktion)

sonstiger Ort - Traunstein, Rosenheim, Weilheim-Schongau: viele Landkreise in Oberbayern haben in den letzten Jahren im Rahmen einer sogenannten Sozialraumanalyse die soziale Struktur ihres Landkreises untersucht, um bestehende Hilfsangebote und Projekte besser zu koordinieren. Die Kreis-SPD hat sich nun bei einem Treffen von Kreistagsfraktion und Vorstand dafür ausgesprochen, eine solche Untersuchung auch für das Berchtesgadener Land zu erstellen; vorher soll noch ein groß angelegtes Fachgespräch zu dem Thema organisiert werden.

Bei ihrer Zusammenkunft in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt im Pidinger Haus der Vereine waren sich die heimischen Sozialdemokraten darüber einig, dass eine Sozialraumanalyse auch für das Berchtesgadener Land einen ´roten Faden´ für die vielfältigen Angebote im sozialen Bereich bilden kann. Der Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Hans Metzenleitner definierte die zentralen Bereiche, die eine solche Untersuchung aufgreifen soll: Familie und Jugend, die Wohnungssituation und die demographische Entwicklung ein-schließlich des Themas Migration und Integration sollen die Schwerpunkte bilden.

Die stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende und Bad Reichenhaller Stadträtin Güldane Akdemir sah in einer solchen Untersuchung auch die Chance, zukünftige Entwicklungen besser einzuschätzen und frühzeitig zu investieren. Eine genauere Analyse des Anteils der Alleinerziehenden spiele dabei ebenso eine Rolle wie eine Prognose zur Nachfrage nach Wohnraum für Familien in den unterschiedlichen Bereichen des Landkreises. „Wenn wir zukünftige Entwicklungen besser abschätzen können, ist das nicht nur im Interesse der Menschen, die soziale Angebote in Anspruch nehmen; wir können damit in den Stadt- und Gemeinderäten auch besser und sparsamer planen“, zeigte sie sich überzeugt.

Einen Vergleich zu dem letztes Jahr auf den Weg gebrachten Verkehrskonzept für das Berchtesgadener Land zog die Vorsitzende der SPD Ainring und Gemeinderätin Margret Sturm-Wiersig: „Während es in dem Mobilitätskonzept um die optimale Abstimmung der unterschiedlichen Verkehrsträger geht, muss es bei einer Sozialraumanalyse um die Vernetzung und gemeinsame Ausrichtung von unterschiedlichen Projekten und Hilfsangeboten im sozialen Bereich gehen“. Statt auf Sicht zu fahren, sollte die Politik hier einen ´roten Faden´ mit konkreten Zielen entwickeln.

„Die größte Gefahr bei solchen Konzepten ist, dass sie in den Schubladen der Behörden und Gremien verschwinden und keine Konsequenzen daraus gezogen werden“, räumte die stellvertretende Kreisvorsitzende Susanne Aigner aus Laufen ein. Am Beispiel des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts für den Landkreis sehe man aber, dass mit einer solchen Untersuchung konkrete Verbesserungen für viele Menschen angestoßen werden können.

Auf den Daten dieses Konzepts und weiterer früherer Untersuchungen können man auch aufbauen; eine Sozialraumanalyse müsse nicht bei null anfangen, ergänzte Roman Niederberger. Der Kreisrat und SPD-Kreisvorsitzende kündigte an, dass die SPD vor einem entsprechenden Antrag im Kreistag noch ein großes Fachgespräch mit Experten aus dem ganzen Landkreis zum Thema Sozialraumanalyse organisieren wird. Im Anschluss soll dann ein entsprechender Antrag im Kreistag eingebracht werden, waren sich Fraktion und Vorstand der SPD BGL einig.

SPD Berchtesgadener Land, Roman Niederberger

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