Positives Signal und notwendiger Blick nach vorne:

CSU Bad Reichenhall begrüßt Investitionen am Predigtstuhl

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An der Bergstation am Predigtstuhl startete die Führung von Bahn-Geschäftsführer Andreas Hallweger.

Bad Reichenhall - Die Entscheidung, die sogenannte Kleine Landesgartenschau 2022 an Freyung zu vergeben, sorgte für viel Gesprächsstoff in der Stadt Bad Reichenhall und gibt auch weiterhin viel Anlass für politische Diskussionen. Seit längerem war eine persönliche Einladung der Predigtstuhlbahn an die CSU-Stadtratsfraktion und ausgewählte Spitzenvertreter des CSU-Ortsverbandes ergangen, sich über geplante Investitionsmaßnahmen am Predigtstuhl zu informieren. Am vergangenen Samstag präsentierte sich der Predigtstuhl in seinem schönsten Frühlingsgewand und der langfristig anvisierte Termin gab wegen des Zusammentreffens der Ereignisse auch Gelegenheit zur Rückschau und Analyse. Vor allem aber wollen die Reichenhaller Christsozialen im Interesse der Stadt Bad Reichenhall nach vorne blicken und die anstehenden Aufgaben kraftvoll angehen.

Nach der Begrüßung durch Bahneigner Max Aicher und Geschäftsführer Andreas Hallweger in der Talstation fuhren die fünfzehn Reichenhaller Christsozialen morgens mit der ersten Gondel hinauf auf den Predigtstuhl. Oben angelangt erhielten die Teilnehmer im Berghotel eine Kurzeinführung über die reiche Historie und den aktuellen Bestand der Anlagen am Predigtstuhl. Die „grande dame der Alpen“ erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit bei Einheimischen und Gästen und ist dank der gemeinschaftlichen Bemühungen von Eigentümern, Belegschaft und Unterstützern wieder auf der Erfolgsspur. Andreas Hallweger unterstrich: Freilich hätte eine Landesgartenschau unter Einbeziehung des Predigtstuhls einen großen Schub bedeutet – den nötigen Schwung wolle man jetzt aber aus eigener Kraft generieren.

Max Aicher und OB Dr. Herbert Lackner betonten nochmals übereinstimmend, dass sie vom Bewerbungskonzept der Stadt Bad Reichenhall für die große Landesgartenschau 2022 überzeugt waren und sind. Über eine mögliche weitere Landesgartenschau-Bewerbung der Stadt oder gar eine eigene Gartenschau-Ausrichtung zu befinden, sei verfrüht und bedürfe noch zahlreicher Überlegungen und Diskussionen. OB Dr. Herbert Lackner gab jedoch einen deutlichen Fingerzeig hinsichtlich seiner Präferenz: „Unser Konzept ist zu gut, als dass es einfach ungenutzt in der Schublade verschwinden dürfte. Der Dreiklang Alpengipfel-Alpenfluss-Alpenstadt, den wir in Bad Reichenhall anbieten können, hätte es verdient, einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert zu werden.“ Max Aicher sicherte für weitere Überlegungen seine Gesprächsbereitschaft zu und wartete mit einer Zusage auf, die als positives Signal für die Predigtstuhlbahn und die ganze Stadt Bad Reichenhall verstanden werden kann: Unabhängig von der Landesgartenschau soll am Predigtstuhl in den nächsten Jahren kräftig investiert werden. Neben den laufenden Investitionen in die Bahn selbst steht insbesondere die Sanierung des Berghotels an, das zum Vier-Sterne-Superior-Haus gemacht werden soll.

Die Christsozialen begrüßen dieses wirtschaftliche Engagement, das nicht nur Arbeitsplätze sichert und schafft, sondern auch einem Reichenhaller Wahrzeichen zu neuer Blüte verhelfen wird. Erfordernisse des Denkmalschutzes mit jenen einer zeitgemäßen Hotellerie in Einklang zu bringen, ist eine Herausforderung, die mit Umsicht und Tatkraft angegangen werden müssen. Der Wirtschaftsreferent Thomas Sprinzing bewertet die vorgestellten Planungen durchweg positiv: „Die beabsichtigten Investitionen in Gänze sind ohne Zweifel ein nachhaltiges Bekenntnis zur Predigtstuhlbahn, das die Unterstützung der örtlichen Politik verdient. Sie sind zugleich ein beachtlicher Beitrag zum Tourismus in unserer Stadt, der durch den gegenwärtigen Markenprozess zusätzlich an Dynamik gewinnen wird.“ Bei einem Rundgang durch das Hotel konnten sich die Christsozialen vom Investitionsbedarf im Hotel überzeugen und erhielten zugleich einen seltenen Einblick in die Maschinenräume der Bahn, die ihre Fahrgäste nicht nur mit sprichwörtlicher Eleganz, sondern vor allem mit absoluter Präzision und zuverlässigster Technik befördert. Der Spazierweg zur Schlegelalm wurde genutzt, um auch die diesbezüglichen Neuerungen zu veranschaulichen.

Der stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende Alexander Vater nutzte als Vertreter der jungen Generation die Gelegenheit zu einer klaren politischen Aussage. Er forderte Augenmaß und eine konstruktive Herangehensweise ein: „Bad Reichenhall hat sich nicht um ein Atomkraftwerk beworben, sondern um eine Gartenschau. Hiermit hätten wir eine perfekte Plattform für die Vermarktung der Stadt Bad Reichenhall bekommen. Aber wenn schon eine Gartenausstellung vom Grünen-Kreisvorsitzenden und einigen selbsternannten Naturschützern massiv torpediert wird, dann fordern sie für die Zukunft schlicht Stillstand, Stagnation und Rückschritt. Bloße Verhinderer bieten selbst keine Lösungen für die Herausforderungen in unserer Heimat an.“ Vater ist es daher wichtig, die anstehenden Investitionen in Bad Reichenhall zu forcieren: „Unser Blick muss wieder nach vorne gehen. Der Nonner Steg und das Nonner Stadion dürfen jetzt nicht links liegen gelassen werden! Wir brauchen eine effektive Lösung, um diese beiden wichtigen Projekte möglichst schnell anzugehen und ein gutes Ergebnis zu erzielen.“

Das stieß bei CSU-Fraktionssprecher Martin Schoberth auf offene Ohren: „Mit der Landesgartenschau hätten wir uns sicher leichter getan, finanzielle Förderungen zu akquirieren. Aber wir dürfen jetzt die Hände nicht in den Schoß legen, sondern das Motto lautet: Jetzt erst recht! Im Interesse der Stadt Bad Reichenhall brauchen wir eine klare Aussage, welche Projekte der Stadtrat in den nächsten Jahren angehen kann und will.“ Dass dies nicht immer ganz leicht werden wird und es eines politischen Aushandlungsprozesses mit den politischen Mitbewerbern bedarf, deutete Schoberth dabei durchaus an. Aber: „Die CSU-Fraktion hat immer gesagt, dass wir trotz Sparprogramm wichtige Investitionen tätigen müssen. Dazu stehen wir. Die Stadt soll und wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten in sinnvolle Projekte investieren.“ Dass private Unternehmen Investitionen wie am Predigtstuhl planen, sei sehr ermutigend und lässt hoffen, dass im Zusammenwirken mit städtischen und staatlichen Projekten eine weitere Aufschwungwirkung für Bad Reichenhall entsteht.

CSU-Ortsverband Bad Reichenhall

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