"Hilfe zur Selbsthilfe"

Selbsthilfekontaktstelle zu Gast beim CSU Stammtisch

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Foto v.l.: Sven Kluba (CSU Ortsvorsitzender), Maire-Therese Roozen (Selbsthilfekontaktstelle) und Monika Fendt (Neumitglied der CSU Ainring)

Ainring - Beim monatlichen Stammtisch der CSU Ainring „60 Minuten Politik“ konnte Ortsvorsitzender Sven Kluba die Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle im Berchtesgadener Land, Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Maire-Therese Roozen begrüßen. Mit 54 Selbsthilfegruppen ist der Landkreis nicht nur sehr gut im bayernweiten Durschnitt sondern bietet somit auch ein vielfältiges Angebot zur Selbsthilfe.

Einleitend brachte CSU Ortsvorsitzender Sven Kluba das Motto und Wirken von Selbsthilfegruppen folgendermaßen auf den Punkt: „Du kannst es, aber Du kannst es nicht allein“. Auch seien die Möglichkeiten und die Unterstützung durch die Selbsthilfekontaktstelle im Land-kreis nicht allen bekannt. Desto mehr freut es ihn, dass die Kontaktstelle heute beim CSU Stammtisch über Möglichkeiten und die Arbeit vor Ort informiert, so Sven Kluba in seinen einleiten-den Worten.

Seit 2007 ist Maire-Therese Roozen bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Berchtesgadener Land. Es sei richtig, dass die Verbesserung der Bekanntheit der Kontaktstelle ein wichtiges Anliegen ist. „Meistens lernt man die Kontaktstelle erst kennen, wenn man erkrankt“, so Frau Roozen. In Deutschland gibt es rund 80.000 Selbsthilfegruppen mit ca. 4 Millionen Menschen. Der Träger der Selbsthilfekontaktstelle Berchtesgadener Land ist die gemeinnützige GMBH des Projektevereins, ein Bereich der AWO M-group. In Selbsthilfegruppen schließen sich Menschen zusammen, die an einer Krankheit leide, ein sozia-les oder psychisches Problem haben und die ihre Lebenssituation selbstinitiativ mit anderen Be-troffenen zusammen verbessern möchten.

Bei diesen Treffen lernen die Menschen mit einer Krankheit zu leben bzw. mit einem Problem umgehen zu können. Mitglieder von Selbsthilfegruppen leisten durch Gespräche, wechselseitige Hilfe, Erfahrungsaustausch oder gemeinsame Aktivitäten ihren eigenen Beitrag zur Genesung bzw. zur gesundheitlichen und psychosozialen Stabilisierung. Die Menschen in Selbsthilfegruppen machen sich gegenseitig Mut und erfahren, sie sind nicht allein mit ihren Problemen. Die rein ehrenamtlichen Selbsthilfegruppen ersetzen jedoch nicht die medizinische und psychosoziale Fachbehandlung. Jedoch ist der Kontakt zwischen den medizinischen Fachleuten aus dem Gesundheitswesen und der Selbsthilfekontaktstelle in vielen Bereichen sehr gut. Man unterstützt sich und vermittelt auch Patienten an die passenden Stellen.

Vielen ist auch nicht bekannt, dass die Selbsthilfe durch die gesetzlichen Krankenkassen gefördert wird. Dies verdeutlicht auch die Aussage des ehemaligen Bundesgesundheitsministers und jetzigen Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, dass die Selbsthilfe die vierte Säule im Gesundheitssystem sei. In diesem Zusammenhang merkte der langjährige CSU Ortsvorsitzende Franz Gadenz an, dass ein bestimmter Leidensdruck erforderlich ist, dass Leute sich helfen lassen. Dieser Aussage konnte Frau Roozen nur bestätigen. Franz Gadenz führet weiter aus, dass im Rahmen von Selbsthilfegruppen vor allem der Austausch untereinander und das Sprechen über sein Leiden unvorstellbar wertvoll ist. Auch die Verarbei-tung, dass man wirklich an einer Krankheit leidet und das tägliche Leben davon beeinflusst wird ist ein, für jeden verschieden langer, Prozess.

Nach den „60 Minuten Politik“ waren sich alle Anwesenden einig, dass auch im Rahmen der kommunalpolitischen Arbeit versucht werden muss, auf die Möglichkeiten und das Wirken der Kontaktstelle und der Selbsthilfe an sich weiter aufmerksam zu machen. Abschließend bedankte sich CSU Ortsvorsitzender Sven Kluba bei Frau Maire-Therese Roozen für die Vorstellung der Arbeit der Selbsthilfekontaktstelle und die offenen Wort über die Erfahrungen der letzten 10 Jahre.

CSU Ainring / Sven Kluba

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