CSU-OV Saaldorf-Surheim

Herbst-Stammtisch mit Bezirksrat Georg Wetzelsperger

+
Bezirksrat Georg Wetzelsperger diskutierte mit den zahlreichen Veranstaltungsgästen.

Saaldorf-Surheim - Vor kurzem führte der CSU-Ortsverband Saaldorf-Surheim wieder ein Treffen zu aktuellen Themen durch. Diesmal konnte der Ortsvorsitzende des CSU-Ortsverbandes Saaldorf-Surheim Markus Wallner den Bezirksrat Georg Wetzelsperger dazu im Gasthaus Steinbrünning begrüßen.

Zu Beginn der Veranstaltung sagte der Abgeordnete des Bezirkstages von Oberbayern, dass der Bezirkstag die dritte Ebene der kommunalen Selbstverwaltung sei. Und er führte bei den Besuchern aus, dass nur eine gute Zusammenarbeit der Kommunalen Verwaltungsebenen dazu führen, dass die einzelnen Ebenen mit dem notwendigen Finanzmittel ausgestattet werden. Dass der Bezirk Oberbayern seine umfangreichen Ausgaben gut bewältigen kann, liegt sicher auch an der sehr guten Wirtschaftsleistung des Bezirks Oberbayern mit seinen gut 4,4 Millionen Einwohnern.

Der Bezirksrat Georg Wetzelsperger sagte, dass die Hauptaufgaben des Bezirks im sozialen und kulturellen Bereich liegen. Als überörtlicher Sozialhilfeträger bietet der Bezirk Oberbayern Unterstützung für Menschen in vielen Lebenslagen. Während die Gemeinden und Landkreise vor allem für Hilfe zum Lebensunterhalt zuständig sind, verantwortet der Bezirk insbesondere die Hilfe zur Pflege sowie die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. Das Aufgabengebiet des Bezirks Oberbayern umfasst auch die klinische Versorgung in den Bereichen Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie und Neurologie. Hierfür betreibt der Bezirk über sein Kommunalunternehmen kbo-Kliniken des Bezirks Oberbayern und weitere Klinikbeteiligungen die wichtigsten Krankenhäuser dieser Fachgebiete in Oberbayern. Sie bieten in allen genannten Bereichen eine wohnortnahe (Krankenhaus in Freilassing), umfassende, qualitativ hochwertige und mit den außerklinischen Angeboten vernetzte Versorgung für die gesamte Bevölkerung aller Altersgruppen. In der Bildung und Ausbildung ist der Bezirk Oberbayern nicht nur als Träger von Förderschulen, sondern auch von beruflichen Bildungseinrichtungen engagiert. Er betreibt verschiedene berufsbildende Schulen. Eine weitere Aufgabe des Bezirks Oberbayern ist die Förderung der Kultur. So veranstaltet er alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit wechselnden Landkreisen das "ZAMMA - Kulturfestival Oberbayern", um das kulturelle und soziale Miteinander zu unterstützen. Außerdem werden Persönlichkeiten, die sich um die Kultur verdient gemacht haben, mit dem Oberbayerischen Kulturpreis geehrt – einer von mehreren Preisen im Bereich Kultur, die der Bezirk jedes Jahr vergibt. Und seit 2013 sorgt der Popularmusikbeauftragte des Bezirks Oberbayern dafür, dass auch die Popkultur in Oberbayern angemessen gefördert wird. Heimatpflege heißt für den Bezirk Oberbayern nicht nur Traditionen bewahren, sondern auch Wege in die Zukunft zu finden, die diesen Traditionen gerecht werden. Die Heimatpflege will historische Realität erkunden und den Wandel in der Gesellschaft beobachten und begleiten. In diesem Sinn setzen sich Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler, Volksmusikpfleger Ernst Schusser und Trachtenexperte Alexander Wandinger dafür ein, historische Forscher, Dienstleister und Visionäre für die kulturelle Zukunft Oberbayerns zu sein. Inklusion ist die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben. Die ihr zugrundeliegende UN-Konvention wurde durch die Vereinten Nationen im Jahr 2006 als „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ verabschiedet und 2009 von der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert. Für den Bezirk Oberbayern spielt die Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe eine übergeordnete Rolle. Soziale Kernbereiche des Bezirks wie die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen werden daher ebenso nach inklusiven Grundsätzen organisiert wie vom Bezirk durchgeführte Veranstaltungen. Der Ortsvorsitzende Markus Wallner wies auf die bereits geleistete Inklusion im Kindergarten in Saaldorf hin.

Nach den Ausführungen von Georg Wetzelsperger zum Bezirk wurde mit ihm noch über das Thema Wohnraum diskutiert. Georg Wetzelsperger wies auf die Pflicht von Gemeinden für wohnungslose Mitbürger Wohnraum zur Verfügung stellen zu müssen. Bürgermeister Bernhard Kern wies die Versammlungsteilnehmer auf das kürzlich durch die Vorstandschaft und Gemeinderäte der CSU besichtigte Mehrgenerationen Wohnhaus in Fridolfing hin. Dieses Konzept war in den Augen der Mitglieder des CSU-Ortsverbandes Saaldorf-Surheim sicherlich ein gutes Konzept für die Gemeinde Saaldorf-Surheim für die Fördersäule zwei des Wohnungspakt Bayern. Die Gemeinde könnte durch günstige Fördermöglichkeiten vom Freistaat Bayern der notwendigen Schaffung von Sozialwohnraum in der Gemeinde somit nachkommen.

Der letzte Themenschwerpunkt des Herbststammtisches 2016 war das Thema Rente. Dieses Thema wurde teils kontrovers von den Mitgliedern diskutiert. Ein großer Konsens bei den Mitgliedern bestand darin, dass die Rentenkasse nur für die ureigenen Leistungen verwendet werden soll. Zusatzleistungen müssten durch einen Zuschuss aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Große Einigkeit bestand bei den Mitgliedern darin, dass man bei den anstehenden Rentenreformen nicht nur kurzfristige Wahlgeschenke verteilt werden sollen. Beim Thema Altersarmut wurde die Meinung geäußert, dass diese auf dem aufgrund des oftmals vorhandenen Wohneigentums nicht so ausgeprägt wie in den Städten und Ballungsräumen ist. Bürgermeister Bernhard Kern sagte aber, dass es auch in der Gemeinde Personen mit geringen Renteneinkommen gibt. Den anwesenden Mitgliedern ist es vielmehr wichtig, dass die künftigen Rentenreformen auch nachhaltige Auswirkungen zur Rente in Bezug auf die demographische Entwicklung haben müssen.

Der Ortsvorsitzende Markus Wallner bedankte sich bei den Besuchern und wies noch auf den Besuch des Bayerischen Landtags am 7. April 2017 hin.

Pressemitteilung CSU-OV Saaldorf-Surheim

Zurück zur Übersicht: Vereine & Parteien

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweis

Inhalte Drittanbieter
Die in diesem Ressort aufgeführten Artikel und Meldungen stammen nicht von der OVB24-Redaktion, sondern von den Vereinen, Parteien und Behörden aus der Region. Die Inhalte dieser Pressemeldungen spiegeln nicht die Meinung der Redaktion. Die OVB24-Redaktion übernimmt für die Inhalte der Artikel keine Haftung. Sollten Inhalte der hier veröffentlichten Artikel gegen die Netiquette verstoßen, können Sie diese der Redaktion melden - über den Button „Fehler melden“ (unterhalb der Überschrift des entsprechenden Artikels).

Live: Top-Artikel unserer Leser