Pressemeldung vom Haus- und Grundbesitzerverein Berchtesgaden und Umgebung e.V.

Herbstlaub: Des einen Freud ist des anderen Leid!

Laubmusterbild
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Laubmusterbild

Berchtesgaden - Der Herbst ist da – die Blätter am Baum färben sich langsam bunt. Was für die einen schön anzusehen ist, ist für andere ein Ärgernis. Denn der Herbst bringt auch Laubfall mit sich. Und dieser führt nicht selten zu Nachbarschaftsstreitigkeiten.

Als Grundsatz gilt aber, dass das Laub auf dem eigenen Grundstück zu dulden und selbst zu entfernen ist, auch wenn es von Bäumen des Nachbarn stammt. „Erst wenn der Laubbefall über das gewöhnliche Maß hinausgeht, kann es unter gewissen Voraussetzungen möglich sein, einen Rückschnitt der störenden Bäume zu verlangen. Zu beachten ist aber, dass Bäume in den meisten Kommunen durch Satzungen oder Verordnungen geschützt sind“, erklärt Armin Nowak, Vorsitzender vom Haus- und Grundbesitzerverein Berchtesgaden und Umgebung.


Hat ein Nachbar die Grenzbewachsung zu dulden, kann ihm eine sog. „Laubrente“ zur Kompensation des erhöhten Reinigungsbedarfs zustehen. Ob und in welcher Höhe ein solcher Anspruch besteht, muss aber im Einzelfall beurteilt werden. Allgemeine Vorgaben oder gar gesetzliche Regelungen hierzu bestehen nicht.

Laub ist auch geeignet, Wege und Straßen in rutschige Angelegenheiten zu verwandeln. Solange die Wege auf seinem Grundstück betroffen sind, ist der Eigentümer selbst dafür verantwortlich, das Laub zu entfernen. Befindet sich das Laub dagegen auf den öffentlichen Straßen und Gehwegen, ist grundsätzlich die Gemeinde für die Reinigung der Straßen und Gehwege verantwortlich. Sie können diese Aufgabe jedoch auch auf die Anlieger, Reinigungsfirmen oder den Hausmeister übertragen. „Für vermietende Eigentümer besteht wiederum die Möglichkeit, die Reinigungsarbeiten auf den Mieter zu übertragen.


Dies muss aber detailliert im Mietvertrag geregelt sein. Auch kann er die Reinigung selbst durchführen lassen und die Kosten hierfür auf den Mieter umlegen“, informiert Immobilienexperte Armin Nowak. Von Laub verstopfte Dachrinnen sollten von den Eigentümern regelmäßig gereinigt werden. „Vermieter können die hierfür notwendigen Aufwendungen im Wege der Betriebskosten auf den Mieter umlegen, sofern dies im Mietvertrag explizit vereinbart wurde und die Reinigung aufgrund des Baumbestandes turnusmäßig erfolgen muss, um Schäden zu verhindern“, erklärt Armin Nowak.

Pressemitteilung vom Haus- und Grundbesitzerverein Berchtesgaden und Umgebung e.V.

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