Bessere Sicherheit und schnellere Verbindungen für Radfahrer im Berchtesgadener Land

SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher informierte sich über Radwegenetz im Landkreis

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Gemeinsam für mehr Sicherheit und schnellere Verbindungen beim Radverkehr (von links nach rechts): Markus Rinderspacher (Vorsitzender SPD-Landtagsfraktion), Ullo Scheuerl (Pressesprecher SPD BGL), Roman Niederberger (Kreisrat, Vorsitzender SPD BGL), Susanne Aigner (SPD-Landtagskandidatin), Guido Boguslawski (Vorsitzender SPD Bad Reichenhall)

Bad Reichenhall - Vor kurzem hat der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag Markus Rinderspacher einen Besuch in Bad Reichenhall genutzt, um sich bei den heimischen Sozialdemokraten über den aktuellen Stand beim Ausbau des Radwegenetzes im Berchtesgadener Land zu informieren. Fazit des Gesprächs: es wurden zwar in den letzten Jahren einige Fortschritte erzielt, aber es stehen noch große Hausaufgaben für Verkehrssicherheit und schnelle Verbindungen an.

Bereits im August 2011 war Markus Rinderspacher mit einer Gruppe von Kommunalpolitikern auf einer Radtour von Bad Reichenhall nach Berchtesgaden unterwegs. „Es hat zwar in einzelnen Gemeinden seitdem Fortschritte gegeben, wie beispielsweise den Geh- und Radwege zwischen Ainring und Thundorf“, stellte der Pressesprecher des SPD-Kreisverbandes Ullo Scheuerl fest. Aber immer noch gebe es gefährliche Stellen und Lücken, die ein modernes und landkreisweites Radwegenetz schließen sollte. Als Beispiel führte er das Leopoldstal an und auch im südlichen Landkreis gebe es noch viel zu tun. Die gesamte Ortsdurchfahrt in Bischofswiesen und die Verbindung weiter bis nach Berchtesgaden sind „Radl-ungeeignet“, ergänzte der OV-Vorsitzende Guido Boguslawski.

Die SPD-Landtagskandidatin Susanne Aigner erinnerte daran, dass nach dem Willen der bayerischen Staatsregierung bis 2025 mindestens die Hälfte der Landkreise einen eigenen Netzplan für den Radverkehr aufstellen soll, damit ein „Radverkehrsnetz Bayern“ entstehen kann. Davon sei man nicht nur im Berchtesgadener Land noch ein ganzes Stück weit entfernt. Eine Trennung der Verkehre durch möglichst viele eigene Radwege sei ein wichtiger Beitrag für mehr Sicherheit und weniger Konflikte im Straßenverkehr, stellte die Sozialarbeiterin und Laufener Stadträtin fest.

Die touristische Bedeutung des Radverkehrs sei in Regionen wie dem Berchtesgadener Land oftmals erkannt und auch genutzt worden, berichtete Markus Rinderspacher aus seinen Erfahrungen. Woran es oftmals fehle, seien bequeme Übergänge zu öffentlichen Verkehrsmitteln und schnelle, sichere und damit auch für Pendler attraktive Verbindungen zwischen den Gemeinden. Gerade angesichts der steigenden Zahl an E-Fahrrädern gebe es hier noch viel zu tun, so der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Einig war er sich darin mit dem Kreisrat und SPD-Kreisvorsitzenden Roman Niederberger, der auch beim aktuellen Mobilitätskonzept auf eine gute Verknüpfung zwischen Rad und ÖPNV achten will. Im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD gebe es dazu eine interessante Passage, ergänzte er. Darin heißt es wörtlich „Wir wollen ... in den Radwegebau investieren und die gesetzliche Grundlage schaffen, damit die Radwege unabhängig vom Verlauf der Bundesstraßen geführt werden können“. Wenn das Bundesverkehrsministerium diese Vorgabe umsetzt und Bundesmittel zur Verfügung stellt, seien Gemeinden und Landkreis gut beraten, entsprechende Planungen und ein passendes Konzept startklar zu haben.

Wie bei den öffentlichen Verkehrsmitteln müsse auch der Umstieg auf das Fahrrad für kürzere Strecken einfach, sicher und bequem sein, war sich Markus Rinderspacher zum Abschluss des Gesprächs mit den Vertretern der heimischen SPD einig.

SPD Berchtesgadener Land, Roman Niederberger

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