Noch viel zu tun bei der Barrierefreiheit

SPD-Landtagskandidatin Susanne Aigner informierte sich in Piding

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Susanne Aigner informierte sich mit der SPD Piding vor Ort über barrierefreie Lösungen (von links nach rechts): Dieter Schaefer (Vorsitzender SPD Piding), Roman Niederberger (SPD-Kreisvorsitzender und Kreisrat), Susanne Aigner (Landtagskandidatin), Helmut Grünäugl (Gemeinderat), Dr. Wolfgang Lindner, Karin Lindner. Karin Wieseler

Piding - Bayern barrierefrei bis 2023: dieses Ziel hatte der frühere Ministerpräsident und jetzige Bundesinnenminister bereits 2013 ausgegeben. Nicht nur bei öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern in vielen Bereichen des Alltagslebens sind noch große Anstrengungen erforderlich, um diesem Ziel ein Stück näherzukommen, stellte die SPD-Landtagskandidatin Susanne Aigner bei einem Besuch in Piding fest.

Gemeinsam mit Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Piding schaute die Laufener Stadträtin sich eine der wenigen komplett barrierefrei gestalteten Bushaltestellen im Landkreis an, die am Petersplatz im Dorf Piding gegenüber der Kirche liegt. Nicht nur ein abgesenkter Bordstein zum höhenfreien Einstieg, sondern auch ein Blindenleitsystem mit Rillen im Boden wurde hier verwirklicht. „Von diesem Standard sind nicht nur in Piding, sondern im ganzen Landkreis die meisten Bushaltestellen weit entfernt“, stellte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dieter Schaefer fest. Piding sei aufgrund des ebenfalls barrierefreien Bahnhofs im Bereich der barrierefreien öffentlichen Verkehrsmittel besser aufgestellt als andere Gemeinden.

Nicht nur bei öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch bei öffentlichen Gebäuden sei noch viel zu tun, ergänzte der SPD-Gemeinderat Helmut Grünäugl. Deswegen sei es ihm besonders wichtig, dass bei einem Neubau des Rathauses in Piding eine komplett barrierefreie Gestaltung und damit eine gute Erreichbarkeit für alle Bürgerinnen und Bürger umgesetzt wird. Allein schon der demographische Wandel sei ein wichtiger Antrieb, hier nachhaltige Lösungen zu schaffen.

„Im Jahre 2017 waren in Bayern nach einer Auskunft des Sozialministeriums 400 von 1.060 Bahnhöfen und ungefähr ein Drittel der staatlichen Gebäude barrierefrei - es liegen also noch große Aufgaben vor uns, die der Freistaat anständig finanzieren muss“, stellte Susanne Aigner fest. Auch bei der Bauplanung und der Sanierung von Wohnungen gebe es noch viel zu tun, was die BayernSPD unter anderem mit ihrer Forderung nach einem Programm „Aufzug statt Auszug“ aufgreift. „Weniger Barrieren im Alltagsleben sind nicht nur für Menschen mit Behinderung oder ältere Bürgerinnen und Bürger wichtig, sondern helfen auch Familien mit kleinen Kindern, besser durch den Alltag zu kommen“, war sich die 40-jährige Sozialarbeiterin und Mutter von drei Kindern sicher.

Einig war sie sich mit den Pidinger Sozialdemokraten darüber, dass weiterhin der Bahnhof Freilassing die größte Hürde bei der Barrierefreiheit im Landkreis bilde. „Egal ob mit schwerem Gepäck, Fahrrad, Kinderwagen oder eingeschränkter Mobilität: das Umsteigen in Freilassing ist die größte Herausforderung“, erinnerte der SPD-Kreisvorsitzende und Kreisrat Roman Niederberger. Deswegen müsse von allen politischen Seiten weiter Druck gemacht werden, damit wirklich bis Ende 2021 eine moderne und bürgerfreundliche Lösung realisiert wird.

SPD Piding, Roman Niederberger

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