Angers Konterspiel reicht gegen brave Laufener

Laufen fällt in vergessene Muster zurück

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Ein ums andere Mal lief Angers Stefan Plößl seinen Laufener Gegenspielern (wie hier Maximilian Weber und Gerhard Nafe rechts) davon und konnte beim klaren Heimsieg zwei Treffer beisteuern.

Anger - Anger: Viele Fehlpässe, unzureichende Zweikämpfe und zu allem Überfluss Kontertore - das die ernüchternde Bilanz des SV Laufen beim Auftritt beim SC Anger. Mit 0:4 ging die Salzachstädter Elf verdient geschlagen vom Angerer Sportplatz und wartet in der Rückrunde weiterhin auf einen Dreier.

Definitiv keine Reise wert war für Laufens Fußballakteure samt Fans der Samstagsausflug zum SC Anger. Die Gästeelf um Kapitän Florian Hollinger fiel in fast vergessene Muster zurück und lud die Berger-Heimelf schier dazu ein, die drei Punkte in Anger zu behalten. Viele Fehlpässe, unzureichende Zweikampfführung und dazu noch rasche Kontertore ergaben die verdiente Auswärtspleite für den SV Laufen. Ein wahres Kartenfestival erlebte die Heimmannschaft des SC Anger vor 100 Zuschauern gegen den SV Laufen. Dies war auch der oftmals übertriebenen Härte, die der SCA an den Tag legte, geschuldet. Der SV Laufen im Gegensatz war von Anfang an viel zu brav und inkonsequent in ihren Aktionen, vor allem in der Defensive, um hier Zählbares mitzunehmen.

Fast eine halbe Stunde sahen die Zuschauer bei herrlichen Frühlingstemperaturen in Anger nicht viel. Wie die Nadel im Heuhaufen musste man Torchancen suchen – das Spiel fand größtenteils weit weg vor den jeweiligen Torpfosten statt. In der 27. Minute zeigte die Heimelf von Coach Christian Berger den ersten ansehnlichen Angriff. Über die rechte Seite kam Kilian Gambs und spielte durch die Gasse auf Stefan Plößl. Plößl bediente mit Übersicht den völlig freistehenden Julian Rehrl, der sich gut acht Meter vor dem Kasten befand, aber im Anschluss am glänzend parierenden Thomas Kalcher im Salzachstädter Tor scheiterte. Weiterhin sah man wenig Spielkultur auf beiden Seiten, das Match war geprägt von zahlreichen Fehlern auf beiden Seiten und häufigen Nicklichkeiten, die auch die Kartenflut bewirkte. Einen Hauch besser im Spiel war aber die Heimelf, dies führte in der 39. Minute zu deren Führung. Von Linksaußen kommend spielte Andreas Nitzinger das Leder in die Füße von Kilian Gambs, der sofort auf Julian Rehrl weiterleitete. Rehrl befand sich dabei hinter zwei Verteidigern und konnte so ohne Schwierigkeiten Keeper Kalcher zur Angerer Führung überwinden – 1:0. Nur zwei Minuten darauffolgend eine Doppelchance für die Hausherren. Zuerst lenkte Kalcher ein Geschoss von Christian Höglauer an die Querlatte. Den durchaus gut platzierten Nachschuss von Plößl kratzte Laufens Bester an diesem Tag, Thomas Kalcher, aus dem Toreck heraus.

In der 53. Minute kam endlich der SV Laufen chancenartig durch. Helmuth Putzhammer wurde auf Höhe der Eckfahne schlicht vom Ball weggeschubst. David Cienskowski, der Putzhammer zur Hilfe eilte, kam ans Leder und schoss dieses scharf ins Zentrum. Gerhard Nafe kam mit dem Knie an dieses, scheiterte jedoch am Außennetz. Um den SV Laufen wohl nicht irgendwie ins Spiel kommen zu lassen, erhöhte der SC Anger in der 62. Minute. Aus einem Einwurf und in der eigentlich stärksten Phase des Gastes gelang dies dem SC Anger. Julian Rehrl konnte im Laufener Strafraum das Leder von der Torauslinie auf den alleingelassenen Stefan Plößl bringen, der lauernd zum 2:0 einschob. Der zweite Gegentreffer nahm dem SV Laufen nun irgendwie den Mut, mehr zu tun, um irgendwie heranzukommen. Gleich im Anschluss an den zweiten Treffer hätte Julian Rehrl auf der Stelle das dritte Angerer Tor erzielen können. Allein vor Kalcher schob Rehrl das Leder knapp am Pfosten vorbei ins Toraus. Nun lud der SV Laufen durch kapitale Abwehrfehler den Hausherren auch noch zum Tore schießen ein. Der sonst zuverlässige Tobias Stockhammer legte den Ball direkt auf den eingewechselten Thomas Nitzinger. Nitzinger zog in den Strafraum hinein und sah den mitgesprinteten Stefan Plößl. Laufens Defensivposten Adrian Braunsperger kam zu spät, Plößl erhöhte auf 3:0 (70.). Die Abreibung für den SV Laufen perfekt machte der wie Thomas Nitzinger ins Spiel gekommene Michael Noppinger. Nach einem Eckstoß des SV Laufen setzte der SC Anger einen raschen Konter in Richtung Gästetor. Den ersten Schuss von Thomas Nitzinger konnte Thomas Kalcher gut parieren. Bei der darauffolgenden Hereingabe von Julian Rehrl war Michael Noppinger schneller als Tobias Stockhammer zur Stelle und versenkte das Leder per Direktabnahme zum 4:0 (74.). Laufen blieb weiterhin zu brav und konnte nicht wirklich gestaltend in die Begegnung eingreifen. Erst in der Schlussphase konnte der Gast wieder Torgefahr hervorrufen. In der 85. Minute steckte Helmuth Putzhammer von halbrechts kommend auf David Cienskowski durch. Cienskowskis Hereingabe war für Gerhard Nafe im Zentrum deutlich zu scharf, so dass er sie nicht mehr erreichte. Zumindest in der Schlussphase hätte der SV Laufen den Ehrentreffer verdient gehabt, doch es sollte nicht sein. Auch nicht in der 89. Minute als nach einem Eckball von Helmuth Putzhammer der vorgerückte Spielführer Florian Hollinger mit einem Kopfballaufsetzer versuchte den wenig geprüften Alexander Koch im Tor des SC Anger zu überwinden. Koch allerdings konnte das Leder unter sich begraben und seine weiße Weste behalten. Fast hätte es in derselben Minute nochmals auf der Gegenseite gescheppert. Nach Hollingers Aktion machte der Hausherr die Begegnung wieder schnell und sah sich dabei rasch vor dem Tor von Thomas Kalcher. Thomas Nitzinger stocherte bedrängt das Leder zu Stefan Plößl durch, der dieses aber direkt auf Kalcher knallte, so dass es beim 4:0 Heimsieg für den SC Anger blieb.

Der SV Laufen sollte jetzt tunlichst punkten, am besten mit einem Heimsieg am kommenden Samstag gegen den ASV Grassau, um nicht unvermittelt in einen punktemäßigen Negativstrudel zu geraten. Der SC Anger konnte durch den Heimsieg drei Punkte zwischen sich und den Abstiegsrelegationsplatz (den der SV Leobendorf belegt) bringen und sich ein klein wenig Atemluft verschreiben.

SV Laufen

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