Leah Mayer schießt spät zur Punkteteilung ein

Elfer musste für Punkt kurz vor Schluss herhalten

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Amelie Karber (FC Moos/Eittingermoos) hatte an diesem Sonntag keinen leichten Job gegen Verena Weber (vorne)

Fridolfing - Fridolfing: Als äußerst schwierige Baustelle stellte sich für die Damen der SG Fridolfing/Laufen/Leobendorf das Heimmatch gegen den FC Moos/Eittingermoos dar. Die ohne Ersatzspielerin angereisten Gäste hatten die drei Punkte bis kurz vor Schluss fast in der Hand, bis ein Elfmeter durch Leah Mayer noch eine späte Punkteteilung bewirkte.

Es zeigte sich am Sportplatz Fridolfing zwischen der SG Fridolfing/Laufen/Leobendorf und dem FC Moos/Eittingermoos schnell, dass kein Zauberfußball am Sonntagnachmittag möglich war. Klar aber auch, da ein Aufsteiger mit der SG Fridolfing/Laufen/Leobendorf nach guter Hinrunde nun in der Bezirksliga angekommen scheint und der Gast aus dem Landkreis Freising ohne Einwechselspieler an die Salzach kam. Man darf dies bei allem Drang nach Fetischismus des Zauberfußballs nicht vergessen. Als Aufsteiger auf Platz 6 stehend ohne Abstiegssorgen – da hat man ein Saisonziel schon erreicht.

Nichtsdestotrotz ging das Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Damen aus Freising (Platz 8) keinesfalls leicht von der Hand. Kurzgesagt: Bezirksliga-Alltag. Nach fünf Spielminuten schlief die sonst zuverlässige Leah Mayer auf Seiten der Heimelf noch den Schlaf der Gerechten. Unachtsam verschätzte sich Mayer und bot damit Jessica Kurth die erste große Tormöglichkeit dar. Kurth allerdings vertändelte vor der herausgelaufenen Lisa Stöllberger im SG-Kasten. Der Gast versuchte in der ersten Viertelstunde richtig Betrieb zu machen und beschäftigte die SG vorwiegend in der eigenen Spielhälfte. Nach einem Einwurf aus dem Seitenaus stach Chiara Rigano in den Strafraum und kam bis zur Torauslinie, wo sie dann elfmeterreif von Leah Mayer zu Fall gebracht wurde (11. Minute). Der fällige Pfiff zum Strafstoß blieb durch Schiedsrichter Böhm (FC Hammerau) zum Glück der SG Fridolfing aus. Die heimischen Damen zeigten zu diesem Zeitpunkt nicht den nötigen Biss und nahmen den Kampf um die Grashalme nicht an. Anders der Gast vom FC Moos/Eittingermoos, der sich aufopferungsvoll dem Favoriten entgegen stellte und selbst sogar das Spiel machen konnte. Doch langsam erwachte der Hausherr und konnte selbst Offensivakzente setzen. In Minute 20 schickte Rebekka Gruber Sturmspitze Verena Weber los. Diese zog in den Strafraum schoss aber Torfrau Lisa Göttler an den Körper. Sieben Minuten darauffolgend war es wieder Verena Weber, die es einige Male auch mit der Brechstange versuchte, ihre Tormöglichkeiten zu verwerten. Diesmal verzog sie um einiges vor dem Tor. Nur eine Minute später war es erneut Weber, die sich mit der feinen Klinge mit einem Lupfer über Göttler versuchte – der Ball klatschte auf das Tor. Und in der 36. Minute wieder Weber. Diesmal spielte sie ihre Verteidigerin aus, doch ließ sich beim Abschluss viel zu viel Zeit und knallte das Leder erneut in den Körper von Göttler. Viele Bälle gingen in der Folge auf beiden Seiten schon im Mittelfeld verloren, so dass nicht wirklich Spielfluss zu sehen war, die Teams kämpften sich in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang gleich der Schock für die Hausherren. Gleich in der ersten Aktion nach dem Anstoß fiel der zu diesem Zeitpunkt durchaus vertretbare Führungstreffer für den FC Moos. Die SG-Hintermannschaft hatte hier Kommunikationsprobleme, die eklatant endeten. Jessica Kurth nutzte diese Gelegenheit und überwand Lisa Stöllberger zum 0:1. Ein Querpass in der 52. Minute 20 Meter vor dem Tor öffnete die linke Abwehrseite der SG deutlich. Katharina Wolf zog ab, doch ließ an der Zielgenauigkeit fehlen. In der 54. Minute war Verena Weber im gegnerischen Strafraum präsent, um dribbelte zwei Verteidigerinnen, verzieht aber im Abschluss deutlich. Nun aber übernahm der Gast gute zehn Minuten wieder mehr Spielhoheit und drückte auf den zweiten Treffer. Nachdem dies aber nicht gelang, zog sich der Gast deutlich zu sehen zurück, und versuchte das Ergebnis tapfer verteidigend über die Zeit zu bringen. Die SG wollte dies allerdings nicht zulassen. In der 65. Minute hatten Julia Karl und Stephanie Mühlthaler für die Heimmannschaft eine Doppelchance, die jeweils Göttler aber sicher entschärfen konnte. Nach einem Eckstoß von Stephanie Mühlthaler versuchte sich Spielführerin Margit Glück selbst am Abschlussglück. Ihr Dropkick aus gut elf Metern flog am Gehäuse vorbei (71.). Beide Teams versuchten nun gut zehn Minuten mit letzter Kraft irgendwie die Maschen wackeln zu lassen, doch die Kräfte schwanden von Minute zu Minute. Der aus Sicht der Ausgangsposition zwischenzeitliche Spielstand hielt allerdings nicht bis zum Ende. Ein Elfmeter musste den Hausherren zumindest noch eine Punkteteilung einbringen, wenn es schon aus dem Spiel nicht funktionierte. Nach Hereingabe von Julia Karl in der 88. Minute bekam Katharina Wolf beim Klärungsversuch das Leder an die Hand – Strafstoß. Diesen verwandelte Leah Mayer zur dann durchaus gerechten Punkteteilung zum 1:1. In der Nachspielzeit nochmals Aufregung auf der anderen Spielfeldseite. Wolf wollte irgendwie ihren Fauxpas wenige Minuten zuvor gutmachen und mit der Brechstange zum Torerfolg kommen. Von Rechtsaußen in den Strafraum ziehend wurde sie erst von Leah Mayer abgegrätscht, bevor Ricarda Ortwein eingriff und hart am Elfmeterpfiff die Chance vereitelte.

Für die SG Fridolfing/Laufen/Leobendorf scheint der 6. Tabellenplatz in der Bezirksliga ziemlich zementiert zu sein und nächsten Sonntag gegen den SV Dornach (Platz 5) kommt eine Mannschaft nach Fridolfing, die im oberen Mittelfeld ein direkter Konkurrent der Salzachstädter Damen ist.

SV Laufen

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