Europa wird an den Grenzen gespürt, erlebt und gelebt

EuRegio zu Gast bei der CSU Ainring

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v.l.: CSU Ortsvorsitzender Sven Kluba und Geschäftsführer der EuRegio Steffen Rubach

Ainring - Auf Einladung des CSU Ortsvorsitzenden Sven Kluba war beim monatlichen Bürgerstammtisch der CSU „60 Minuten Politik“ die Europaregion (EuRegio) Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein mit dem Geschäftsführer Steffen Rubach zu Gast. Die EuRegio umfasst 101 Gemeinden sowie 2 Kammern und 2 Landkreise mit 825.000 Einwohnern auf österreichischer und deutscher Seite.

Seit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 Jahren und der Gründung der EuRegio im Mai des selbigen Jahres konnte trotz getrennter Rechtssysteme und unterschiedlicher Verwaltungspraxis die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erheblich ausgebaut und eine neue Basis für das Zusammenwachsen geschaffen werden. Als Impulsgeber hat dabei auch das Förderprogramm INTERREG für grenzüberschreitende Projekte eine Schlüsselfunktion. Das Grenzgebiet auf dem sich die EuRegio erstreckt beläuft sich auf 9.500 qkm und umfasst ein Bruttoinlandsprodukt von 34,5 Milliarden €.

Zu den Aufgaben der EuRegio zählen die Koordinierung der regionalen Akteure, der Abbau von Hemmnissen, die Vertretung von gemeinsamen Interessen, die EU Förderberatung und das Unterstützen von Projekten. „Im Kern kann man die Aufgaben auf drei Punkte bringen: beraten und vernetzen, anstoßen und umsetzen sowie positionieren und vertreten“, so Steffen Ruhbach. Die Grenzregion verbindet dabei eine gemeinsame Sprache, Geschichte und Kultur. Viele Verflechtungen im Bereich der Freizeit, Einkauf, soziale Versorgung, Bildung, Verkehr, Wirtschaft und Arbeit sind Basis für die Zusammenarbeit vor Ort.

Eine Vielzahl von Projekten und Themen wurden auch in der Gemeinde Ainring durch Koordinierung der EuRegio sowie teilweise mit Unterstützung durch Fördermittel der Europäischen Union verwirklicht. Dies waren unter anderem der Grünauer Steg, das EuRegio-Hoffest in Weng, die Moorkooperation Ainring-Bürmoos, touristische Wanderwege, Abwasserkooperation über Wals mit Siggerwiesen, die S-Bahn Anbindung an Salzburg und die Kindersicherheitsolympiade. „Ziel soll es sein, dass die EuRegio dazu beiträgt „Aufeinander zu denken“, also im Handeln aller Grenzakteure ein Miteinander zu unterstützen“, so Steffen Rubach. Der stellv. CSU Ortsvorsitzende Herbert Fendt merkte in diesem Zusammenhang an, dass für das Zusammenwachsen von „drent“ und „herent“ schon vieles erreicht wurde. Hier ist vor allem das Thema Bildung und Ausbildung hervorzuheben.

„Leider sind in anderen Bereichen keine großen Fortschritte im Miteinander erreicht worden. Denkt man nur an die Problematik der Fluglärmbelastung, die Diskussion um Brückenstandorte inklusive Wasserkraftnutzung und vor allem an die Situation im Gesundheitswesen. Es ist nicht verständlich, dass deutsche Patienten ohne Probleme in den Krankenhäusern in Salzburg versorgt werden können, jedoch die österreichischen nicht ohne weiteres die Kliniken im Landkreis besuchen können. Im Sinne der europäischen Idee muss von österreichischer Seite ein Umdenken erfolgen, damit eine freie Krankenhausauswahl auch über die Grenzen hinweg möglich ist“, so CSU Chef und Kreisrat Sven Kluba.

Steffen Rubach merkt darauf an, dass die Ziele der besseren Zusammenarbeit in manchen Bereichen noch nicht voll erreicht seien, dies müsse ganz ehrlich zugegeben werden. Jedoch sei das Miteinander zwischen den Regionen ein ganz anderes als zur Geburtsstunde der EuRegio. Man müsse aber auch berücksichtigen, dass die EuRegio keine eigenen Kompetenzen habe, und diese z.B. im Gesundheitswesen auf nationalstaatlicher Ebene liegen. Abschließend bedankte sich CSU Ortsvorsitzender Sven Kluba bei Steffen Ruhbach für die Vorstellung der Arbeit und des Wirkens der EuRegio und stimmte der Schlussfolgerung des Geschäftsführers mit folgenden Worten „Es wächst zusammen, was geschichtlich und kulturell zusammen gehört“ zu.

CSU Ainring / Sven Kluba

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