Offener Brief des AfD-Politikers Hans Jörg Müller, MdB, an den FC-Bundestag - Einspruch gegen das Foul – für Offenheit und Toleranz

Sport und Politik - passt das womöglich nicht zusammen?

Piding - Eigentlich selbstverständlich, dass es im zwischenmenschlichen Leben nicht nur um Politik geht. Sie ist doch eher Mittel zum Zweck. Und der Zweck ist, das Leben der Menschen angenehmer, erträglicher, leichter zu machen.

Im Bundestag, in dem schon manchmal die Fetzen fliegen, und in dem schon die früheren Schlachtrosse wie Strauß, Barzel, Wehner und Schmidt austeilen konnten, war es üblich, sich nach dem heftigen Streit doch auf persönlicher Ebene wieder zu treffen. Auch der FC Bundestag dient diesem Zweck. Hier bilden die sportlichen Abgeordneten der verschiedenen Fraktionen ein Team, das zusammenarbeitet und auch gegen Parlamentarier anderer Länder antritt. So weit, so gut.

Mit dem Einzug der AfD in den Bundestag soll es nach den Vorstellungen von Dirk Wiese (SPD) nun aber anders sein. Man unterstellt Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und stempelt die gewählten Volksvertreter, wenn sie nun dieser Fraktion angehören, als Unberührbare ab. Der AfD-Bundestagsabgeordnete der Landkreise BGL und Traunstein, der Pidinger Unternehmer Hansjörg Müller, hält mit einem offenen Brief dagegen:

"Sagen Sie mal, verehrter Herr SPD-Bundestagskollege Wiese, wie kommen Sie zu solch ausgrenzenden Aussagen uns AfD-Bundestagskollegen gegenüber? Sie offenbaren damit selbst den unmenschlichen Duktus, den Sie uns vorwerfen. Augenmaß bitte, vor allem unter Sportfreunden! Bezüglich Internationalität und Offenheit gegenüber dem Ausland können Sie sich gerne an mir ein Beispiel nehmen: www.business-is-more.com

Von Mitspielern meiner früheren Stammtischmannschaft, dem Roten Hammer Moskau, besteht Interesse an einem gemeinsamen Kick mit dem FC Bundestag, was ich hiermit an Sie und unseren Kapitän Herrn Weinberg adressiere. Als Initiator der Teilnahme der AfD-MdB am FC Bundestag freue ich mich auf unser erstes gemeinsames Training diesen Januar in Berlin und schlage vor, jedwede parteipolitischen Ansichten vor der Sporthalle außen vor zulassen, weil Sport nämlich verbinden soll.

Meine Mitgliedschaft im FC Bundestag habe ich bereits im Herbst bestätigt bekommen. Wollen Sie mich da jetzt rückwirkend rausschmeißen? Wohl doch nicht Ihr Ernst und nochmals – Sport soll verbinden, vor allem über bestehende Meinungsverschiedenheiten hinweg und genau deshalb spielen wir jetzt zusammen Fußball!" Mit sportlich-kollegialen Grüßen Hansjörg Müller, MdB Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion

AfD Berchtesgadener Land

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