Samstagskick in Bad Reichenhall endet Remis

Aufregung legte sich schnell - Nullpartie in der Kurstadt

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TSV-Allzweckwaffe Mario Majer hier im Duell mit Adrian Braunsperger. Erster war an diesem Tag zumeist der Cleverere.

Laufen (Salzach) - Laufen: Die interessierte Spannung und leichte Aufregung aufgrund des Duells zwischen dem TSV Bad Reichenhall unter Neu-Trainer Hansi Haas und der Lindner-Crew vom SV Laufen legte sich schnell. Die überwiegend Laufener Zuschauer sahen eine Nullpartie im Nonner Stadion, wo der Hausherr des TSV allerdings näher am Dreier war als die Salzachstädter.

Die Laufener Fans besetzten überwiegend das Nonner Stadion in Bad Reichenhall und sahen gespannt dem Anpfiff entgegen – fast ein Heimspiel für den SVL. Erwartungsvoll auch der Hausherr, der sich unter Neu-Trainer Hansi Haas stabilisiert zeigte. Der Gast kam besser in die Partie und konnte sich kleinere Torchancen erarbeiten, die jedoch nichts einbrachten. Nach gut acht Spielminuten konnte der TSV die Spielanteile an sich reißen. Nach einem Fehlpass des Laufener Defensivmannes Tobias Stockhammer schob Shkelqim Istogu das Leder zu Benedict Donaubauer hindurch. Donaubauer scheiterte aber mit einem ausbaufähigen Abschluss am stärksten Laufener des Tages, Torhüter Thomas Kalcher. In der 11. Minute konnte Mario Majer von Rechtsaußen das Leder ins Zentrum bringen, wo Pascal Fonteyn in höchster Not am Abschluss gehindert wurde. Der SV Laufen bettelte in dieser Spielphase schon fast um den Rückstand und konnte sich auch in der 19. Minute glücklich schätzen, dass dieser nicht eintrat. Nach einem Doppelpass mit Fonteyn konnte Istogu seine Hereingabe auf den zweiten Pfosten platzieren. Donaubauer knallte per Dropkick am Tor vorbei. Die Anfangsaufregung legte sich aber schnell und die Partie nahm gehörig Tempo heraus. Viel fand in der neutralen Zone statt mit vielen Fehlpässen und Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten. Nach einer halben Stunde versuchte es dann Reichenhalls Daniel Haas mit einem satten Schuss aus der Distanz. Stockhammer streckte den Fuß noch hin, so dass er den Haas-Strahl noch brandgefährlicher machte, als er schon war. Kalcher riss reaktionsschnell die Hände Richtung Ball und rettete den Spielstand. Nur vier Minuten darauffolgend musste Kalcher erneut entscheidend eingreifen. Einen dramatischen Fehler in der Ballannahme von Tobias Stockhammer nutzte Benedict Donaubauer zu einem Sprint ins direkte Duell mit Kalcher. Kraken artig sprang Kalcher dem Schuss von Donaubauer nach und bügelte erneut für seine geschlagenen Vorderleute aus. Während der TSV Bad Reichenhall das Chancenplus hatte, tat sich der SV Laufen mit der Kreierung von Torchancen schwer. Die Lindner-Elf kam zwar durchaus an die Gefahrenzone heran, konnte aber keinen Spielzug überzeugend zu Ende spielen. Anders der Hausherr in der 42. Minute. Ein sehenswerter Diagonalpass von Istogu brachte Majer in Szene. Majer setzte seinen Schuss an den Pfosten. In einem Match wo Schiedsrichter Alois Huber aus Palling wenig Schwierigkeiten hatte, hätte der TSV Bad Reichenhall den ersten Durchgang auch in Sachen Tore durchaus für sich entscheiden können, doch hatte der Hausherr in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs ein wenig das Glück auf seiner Seite. Maximilian Luckner versuchte sich von der Strafraumgrenze, das Leder flog haarscharf über die Latte von Keeper Robert Töpel.

Nervös agierte die heimische Defensive in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs. Fast konnte man glauben, dass sie an ihrer eigenen Courage verzweifelten und brachten dem Gast aus Laufen mit zeitweise haarsträubenden Pässen in Szene. Laufen näherte sich langsam aber sicher immer mehr der Gefahrenzone um Robert Töpel, konnte aber weiterhin nicht effektiv auftreten. Ein durchaus früher Platzverweis machte die Partie wieder interessanter. Reichenhalls Marcus Mayr und Laufens David Cienskowski beharkten sich eigentlich schon das ganze Spiel lang mit Nicklichkeiten und in der 67. Minute legte sich beim Laufener Torjäger der Schalter. Von hinten in den Mann hinein vor den Augen des Unparteiischen ohne Chance auf den Ball kassierte Cienskowski von Schiedsrichter Huber die Rote Karte. Mit zehn Mann auf Seiten des SV Laufen begann eine spannende Schlussphase, die für einiges, was davor auf dem Rasen im Nonner Stadion stattfand, entschädigte. Bis zum Sechszehner war Laufen weiterhin durchaus das eine oder andere Mal spielerisch gut unterwegs, doch dann fiel den rotgekleideten Salzachstädtern nicht mehr viel ein. Die klareren Torchancen blieben dem TSV Bad Reichenhall vorbehalten, die sich deutlich verbessert zeigten. Eine Viertelstunde vor Schluss übernahmen die Gelb-Schwarzen auch wieder mehr das Kommando. Nach einer weiteren Chance in der 74. Minute, die weit von Schussgenauigkeit entfernt lag, musste der Hausherr einen schnellen Gegenstoß überstehen. Ein Chipball von Kapitän Florian Hollinger auf Helmuth Putzhammer wurde für die Reichenhaller Defensive richtig gefährlich. Mit vereinten Kräften konnten die TSV-Akteure Putzhammer aus dem Fünfmeterraum abdrängen, so dass der Schuss des Laufener Oldies nicht in den Maschen einschlug. Aus einem Mittelfeldgegrätsche kam das Leder in der 82. Minute zu Pascal Fonteyn, der sofort den freigelaufenen Benedict Donaubauer erblickte und anspielte. Donaubauer scheiterte aus mehr als aussichtsreicher Situation mit seinem Schuss auf das fast leere Laufener Tor, wo sich Keeper Kalcher schon in Richtung Boden bewegte. Am Schluss wäre dem SV Laufen fast noch der Lucky Punch gelungen. Nach Freistoß von Christian Höhn auf die rechte Strafraumseite flankte Maximilian Luckner den Ball gefährlich in Richtung Elferpunkt, wo drei Gästeakteure fast unbedrängt einliefen. Der am schlechtesten postierte Spieler mit dem eingewechselten Fatos Krasniqi nahm die Chance per Kopf – um einiges am Gehäuse vorbei. Eine spannende Schlussphase des sonst nicht immer attraktiven Samstagskicks endete somit 0:0 Unentschieden. Eher ein Punktgewinn für den SV Laufen, wo der TSV Bad Reichenhall mehr am Dreier war als die Salzachstädter.

SV Laufen

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