Hauptversammlung des FDP-Ortsverband Berchtesgadener Tal

Bildung, Verkehr und Jennerbahn

+
(Kreisrat Armin Nowak, 2.v.l. und Bundestagskandidat Jimmy Schulz, r.)

Berchtesgaden - Berchtesgaden – Der FDP-Ortsverband Berchtesgadener Tal hielt jetzt seine jährliche Hauptversammlung im Hotel "Edelweiß" ab. Da dieses Mal keine Wahlen anstanden, hat man gleich nach den Formalitäten mit der Aussprache und der Diskussion mit den Gästen begonnen.

Ortsvorsitzender und Kreisrat Armin Nowak gab einen kurzen Überblick über das vergangene Jahr, unter anderem sprach er vom Markenbildungsprozess, der nun in die Endrunde geht. Auch ging er kurz auf das in Auftrag gegebene Landkreis-Verkehrskonzept ein. Damit soll es koordinierte Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur geben.

Im Blickfeld stehen insbesondere eine Verknüpfung von Schiene und Straße sowie von öffentlichen Verkehrsmitteln und Individualverkehr. "Hoffentlich wandert es dann nicht in die Schublade", so Kreisrat Nowak. Seiner Meinung nach ist es schade, dass der grenznahe Salzburger Bereich nicht dabei ist, aber das sei politisch nicht möglich. Nowak erinnerte an die große Zukunftsvision, vom Königssee bis zum Mondsee eine Regionalstadtbahn nach dem Karlsruher Modell zu bauen, die der Verein RSB-Salzburg verwirklichen will.

Bundestagskandidat Jimmy Schulz fragte, wie es mit der Jennerbahn weitergeht. Denn die größeren Gondeln hätten zur Folge, dass wesentlich mehr Touristen auf den Berg gelangen. "Ist dies gewollt? Will Schönau am Königssee, anders als zum Beispiel das Bergsteigerdorf Ramsau, den Massentourismus fördern?", so Schulz.

Ein weiterer Teilnehmer fragte den Bundestagskandidaten, wie die FDP zur Bildung steht. Insbesondere: Wie steht die Partei zu den Lehrern, die leider oft nicht bereit sind, sich weiterzubilden. Nur motivierte Lehrer, die bereit sind, sich auch mit den neuen digitalen Technologien zu beschäftigen, können dies auch an ihre Schüler weitergeben."

Schulz erklärte, dass "wir die weltbeste Bildung für jeden haben wollen. Zum Glück wollen das mittlerweile alle Parteien. Bildung ist die Chance zum sozialen Aufstieg. Wichtig ist, was ein Mensch kann. Unwichtig soll es sein, in welches Elternhaus man geboren wurde", antwortete Schulz. Die Digitalisierung stecke voller Chancen für bessere Bildung: individuelleres Lernen, innovative Lehrmethoden und aktuellere Lehrmittel. Er stellte die Frage: "Warum soll ein Master mehr wert sein als ein Meister?" Denn gerade im Handwerk fehlten die Fachkräfte, weil Eltern ihre Kinder lieber studieren lassen wollten.

Pressemeldung des FDP-Ortsverband Berchtesgadener Tal

Zurück zur Übersicht: Vereine & Parteien

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweis

Inhalte Drittanbieter
Die in diesem Ressort aufgeführten Artikel und Meldungen stammen nicht von der OVB24-Redaktion, sondern von den Vereinen, Parteien und Behörden aus der Region. Die Inhalte dieser Pressemeldungen spiegeln nicht die Meinung der Redaktion. Die OVB24-Redaktion übernimmt für die Inhalte der Artikel keine Haftung. Sollten Inhalte der hier veröffentlichten Artikel gegen die Netiquette verstoßen, können Sie diese der Redaktion melden - über den Button „Fehler melden“ (unterhalb der Überschrift des entsprechenden Artikels).

Live: Top-Artikel unserer Leser