Aufsteiger besiegt souverän Absteiger

Solide Leistung des SVL führt zum deutlichen Heimsieg

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Falls es brannte, war Laufens Tobias Stockhammer der Defensivfels in der Brandung. Stockhammer wies eine vorzügliche Zweikampfstatistik auf.

Laufen (Salzach) - Laufen: Fehlerketten am laufenden Band bestimmten vor allem im zweiten Durchgang die Partie in der Salzachstadt. Doch immer zur rechten Zeit netzte der Hausherr des SV Laufen, der in der ersten Halbzeit spielerisch eine gute und solide Leistung zeigte, ein und schlug in der Deutlichkeit überraschend den Kreisligaabsteiger des TSV Bad Reichenhall mit 4:0.

Ziemlich rasch konnte der SV Laufen, Aufsteiger in die Kreisklasse, dem Kreisligaabsteiger des TSV Bad Reichenhall eine einschenken. Laufens Gerhard Nafe zog in der 6. Minute sprintschnell in den Strafraum hinein, wo er dann zwischen Elferpunkt und Fünfmeterraum von Firat Alok zu Fall gebracht wurde. Keine Diskussionen auf dem Feld, ein Strafstoß war fällig. Helmuth Putzhammer guckte Torwart Robert Töpel gut aus und versenkte das Leder zum 1:0 im Netz. Nach einem Aufbaufehler durch Kapitän Florian Hollinger und den damit verbunden Ballverlust im Mittelfeld schnappte sich der gefährlichste Reichenhaller, Sascha Schimag, das Leder und schoss flach ins Toreck. Thomas Kalcher, der den Kasten der Laufener hütete, griff aber reaktionsschnell hinunter und klärte zum Eckstoß (14.). Trotz der Laufener Führung war der Gast aus der Kurstadt in dieser Phase einen Hauch stärker im Spiel und versuchte immer wieder Drucksituationen aufzubauen. Nach einem Einwurf in der 32. Minute brachte Sascha Schimag das Leder in die Gefahrenzone, wo Firat Alok schulmäßig in die Luft stieg. Mit seinem sehenswerten Kopfstoß scheiterte Alok an der Querlatte. Der TSV hatte in der Folge weiterhin ein wenig mehr Torszenen aufzubieten, doch der letzte Pass mochte nicht ankommen. Dem SV Laufen im Gegensatz gelang es über spielerische Mittel das Leder nach vorne zu treiben. So auch in der 35. Minute als ein Angriff über die linke Außenbahn lief. Michael Niedermeier legte einen für Maximilian Weber gedachten Pass nach vorne, den aber Firat Alok erreichte. Alok wurde stark unter Druck gesetzt und versuchte den Ball zu seinem Keeper Töpel zurückzuspielen. Gedankenschnell und spekulativ spritzte Gerhard Nafe in den Rückpass hinein. Nach einer kurzen Drehung, in der er Robert Töpel aus dem Spiel nahm, setzte Nafe das Leder zum 2:0 in die Maschen. Der zweite Treffer beflügelte den Gastgeber zusehends und sie übernahmen nun mehr die Spielbestimmung. Doch ungefährlich war der TSV im ersten Durchgang auch in dieser Spielphase keinesfalls. Daniel Haas brachte in der 41. Minute einen Eckstoß für seine Farben scharf in Richtung Elfmeterpunkt, wo Marcus Mayr völlig freistehend zum Schuss kam. Wiederum tauchte Thomas Kalcher hinunter und sicherte somit den Halbzeitstand.

Die ersten zehn Spielminuten im zweiten Durchgang plätscherten in Laufen gemächlich dahin und kein Team konnte ernsthafte Torchancen auf sein Konto legen. Erst nach dieser Viertelstunde nahm das Match wieder ein wenig Fahrt auf. Nach einem Freistoß von Sebastian Mayer konnte Sascha Schimag für den TSV nicht mehr genug Druck hinter seinem Kopfstoß bringen, so dass Thomas Kalcher mit seiner rechten Fanghand den Ball vom Tor fernhalten konnte (62.). Äußerst bezeichnend war in der Folge, dass der TSV zwar durchaus in der Offensive einiges anbot, jedoch früh genug immer entscheidend gestört wurde. Besonders hervor tat sich hier Tobias Stockhammer, der sowohl am Boden als auch in der Luft eine vorzügliche Zweikampfstatistik vorzuweisen hatte und für den SV Laufen den Fels in der Brandung spielte. Früh im Spielverlauf verlagerte sich der TSV Bad Reichenhall auf lange weite Bälle in die Spitze und versuchte so das Torglück zu erzwingen. Das Niveau der Kreisklassenpartie ließ aber nach. Zahlreiche Ballverluste pflasterten nun den Weg der beiden Mannschaften, die sich fast selbst gegenseitig einschläferten. Die Schlussphase allerdings war für den Gastgeber des SV Laufen ideal. Fast aus dem Nichts startete der SVL in der 82. Minute den entscheidenden Angriff zum Heimdreier. Michael Hollinger legte den Ball auf außen zu Maximilian Weber, der steil auf David Cienskowski weiterleitete. Torwart Töpel sah einen Querpass auf den mitgelaufenen Gerhard Nafe voraus und vernachlässigte mit einer offensiven Torwartspielweise das lange Toreck vollends. Cienskowski sah dies und schoss mit der Pike in dieses weit geöffnete Toreck zum 3:0. Den Schlusspunkt für den in dieser Höhe überraschenden Sieg des SVL gegen den Kreisligaabsteiger setzte Joker Thomas Bauer. Gerhard Nafe spielte in der 88. Minute geschickt einen Steilpass in den Sechszehnerraum auf Bauer. Mit einer Finte verlud Laufens Joker Torwart Robert Töpel – 4:0.

SV Laufen

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