Informationsfahrt nach Köln/Bonn mit vielen interessanten Einblicken

CSU Bad Reichenhall auf den Spuren von Adenauer und Kohl

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Die CSU Bad Reichenhall besuchte bedeutende Orte der deutschen Geschichte und war dabei auch auf den Spuren Konrad Adenauers – hier sind die Teilnehmer an der Büste des ersten deutschen Nachkriegskanzlers, die am Bundeskanzlerplatz in Bonn zu sehen ist.

Bad Reichenhall - In Kooperation mit der Deutschen Bundeswehr konnte der CSU-Ortsverband Bad Reichenhall eine äußerst interessante Informationsfahrt nach Köln und Bonn unternehmen. Dabei standen wehr- bzw. sicherheitspolitische Aspekte ebenso im Fokus wie geschichtliche Einblicke und die Erkundung der Region. Bestens geplant und durchgeführt war die Reise von Jugendoffizier Hauptmann Kristin Brinckmann und so konnten die Teilnehmer ein hochkarätiges Programm absolvieren, begonnen vom Besuch mehrerer Ministerien in Bonn bis hin zu einer Führung über das Dach des Kölner Doms. Teilnehmer an der Reise war neben mehreren Stadträten und Vorstandsmitgliedern der CSU auch der Reichenhaller Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner.

Nach einer ersten Orientierung im Regierungsviertel der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn begann der inhaltliche Teil des Seminars mit einem Besuch des vormaligen Bundeskanzleramts, das heute das Ministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit beherbergt. Hausherr ist dort also – sehr zur Freude der Reichenhaller Christsozialen – der Schwabe Dr. Gerd Müller (CSU), der in den letzten Jahre deutliche Akzente gesetzt hat. Davon berichtete der Referatsleiter für Grundsatzfragen der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft Dr. Andreas Förster, der auf den ganzheitlichen Ansatz in der Entwicklungszusammenarbeit hinwies. Er ermunterte heimische Organisationen, Kommunen und Einzelpersonen dazu, sich aktiv einzubringen und an der Entwicklungshilfe aktiv mitzuwirken und sich für fairen Handel einzusetzen. Konnte dieser Ansatz von allen Diskutanten geteilt werden, geriet die Diskussion mit der selbstständigen Projektberaterin Myriam Sikaala durchaus kritisch: Dabei wurde deutlich, dass eine vorsorgende Flüchtlingspolitik von größter Bedeutung ist.

Bei der Besichtigung des Gebäudes konnten sich die Teilnehmer der Reise davon überzeugen, dass die historische Bedeutung dieses funktionalen Zweckbaus nicht zu überschätzen ist: Führte Konrad Adenauer seine Regierungsgeschäfte noch vom Palais Schaumburg aus, so war das jetzige Ministerium von 1976 bis Mitte der Neunziger Jahre der Sitz des Bundeskanzleramtes. Im original erhaltenen Kabinettssaal wehte dementsprechend der Hauch der Geschichte: Hier fanden die Krisensitzungen während des Deutschen Herbstes statt und von hier aus bewerkstelligte Helmut Kohl die Verwirklichung der Deutschen Einheit. Nach diesem ersten Termin ging es weiter auf die Hardthöhe, dem Ersten Dienstsitz des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg). Dort erläuterte ein im Ministerium tätiger Oberstleutnant den interessierten Zuhörern in offenen Worten die gegenwärtigen Auslandseinsätze der Bundeswehr und deren Rezeption in der Politik und der Truppe. Von besonderem Interesse waren hierbei vor allem die Einsätze, die die Gebirgsjäger betreffen – unter anderem die derzeitigen Missionen im westafrikanischen Mali. Nähere Behandlung erfuhr auch die Rüstungspolitik der Bundesregierung und insbesondere das derzeit heiß diskutierte 2%-Ziel der NATO: Dahinter verbirgt sich eine Absichtserklärung aller Regierungen des Nordatlantikpaktes, sich bei den Ausgaben für die Verteidigung der Marke von 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzunähern. Auch Deutschland unternimmt derzeit Schritte in dieser Richtung, was die Zustimmung der mitreisenden Christsozialen erfuhr: „Es gilt diejenigen bestmöglich auszurüsten und zu schützen, die uns schützen“ fasste CSU-Ortsvorsitzender Christoph Lung knapp zusammen.

Dass Bonn auch einen Teil der Vereinten Nationen beherbergt, erfuhren die Teilnehmer der Reise bei einer Besichtigung des UN-Campus am Rhein. Dort sind die UNO-Büros insbesondere im „Langen Eugen“ untergebracht, dem ersten Hochhaus der Stadt Bonn, in dem vormals Abgeordnete zum Bundestag ihre Wohnung nahmen. Die Vereinten Nationen haben sich 17 wesentlichen Zielen verpflichtet, die ein nachhaltiges Zusammenwachsen der Welt fördern sollen. Nicht zuletzt um diese zu erreichen, wird im Herbst ein Weltklimagipfel abgehalten, der eben in Bonn stattfinden wird. Um auch die Stadt Bonn zu erkunden, unternahmen die Christsozialen einen Rundgang durch die Fußgängerzone, der am Geburtshaus Ludwig van Beethovens endete. Bei dem Rundgang traf CSU-Ortsvorsitzender Christoph Lung per Zufall auf die Bonner Bundestagsabgeordnete Claudia Lücking-Michel (CDU), die an einem Infostand wahlkämpfte. Diese berichtete, dass die Stimmung in NRW und in Bonn für die CDU absolut positiv sei und die Union für die Bundestagswahl um jede Stimme werbe. Lung wünschte ihr von Herzen Glück für ein gutes Ergebnis und für das Direktmandat in Bonn. Von den Mühen des Tages erholen konnte sich die Reisegruppe schließlich in einem Weinlokal in Dernau, das schon in Rheinland-Pfalz und idyllisch umschlossen von Weinbergen liegt.

Am zweiten Tag der Informationsreise ging es zunächst in Ahrtal, wo der ehemalige Regierungsbunker besichtigt wurde. Die Regierung Adenauer hatte in den 60er-Jahren mit der Ausstattung eines Bunkers begonnen, der im Kalten Krieg selbst dem Einsatz von Atombomben trotzen sollte und eine Weiterarbeit der Verfassungsorgane des Bundes gewährleisten sollte. Im Falle eines Angriffes hätten alle Minister sowie der Bundeskanzler und der Bundespräsident schnellstmöglich den Bunker aufsuchen müssen und wären dort in getrennten Abschnitten untergebracht worden. Zum Ernstfall kam es glücklicherweise nie, sodass in dem Bunker in regelmäßigen Abständen große Übungsmanöver der zivilen Führung abgehalten wurden. Heute erinnert ein Museum an die Aufgabe des vormaligen Regierungsbunkers, der in Teilen auch noch begehbar ist. Dass die Bundeswehr sich heute ganz anderen Herausforderungen gegenüber sieht, wurde beim Besuch des neu aufgestellten Kommandos Cyber- und Informationsraum in Bonn deutlich. Dort werden die digitalen Fähigkeiten der Bundeswehr koordiniert und unter anderem auch Angriffe auf die Informationssysteme aufgeklärt. Dies ist dabei nur ein kleiner Ausschnitt der modernen Sicherheitsarchitektur, um gegen Cyberangriffe gewappnet zu sein – dennoch ist er unverzichtbar, wie den Christsozialen erklärt wurde. Die Schaffung des Kommandos sei ein wichtiger Schritt, um die Bemühungen auf diesem Sektor zu bündeln und auszuweiten: Die Bundeswehr hat die Zeichen der Zeit erkannt und geht die hochkomplexen Anforderungen der Zukunft entschlossen an, so der Eindruck der Teilnehmer.

Doch auch der gesellige und kulturelle Teil der Reise durfte nicht zu kurz kommen und so hatte CSU-Fraktionssprecher Martin Schoberth eine Betriebsbesichtigung bei der Brauerei Früh in Köln organisiert. Dort wird unter Einsatz modernster Methoden das begehrte Kölsch-Bier gebraut: Das Früh-Kölsch ist auch für bayerische Gaumen ein wahrer Genuss, wie die anschließende Verkostung ergab. Allzu viel konnten die Teilnehmer aber nicht trinken, denn es sollte rasch weitergehen in die Kölner Innnenstadt. Dort stand schließlich ein besonderer Programmpunkt an, der im wahrsten Sinne des Wortes den Höhepunkt bildete: Eine Führung über die Dächer des Kölner Doms. Manch einer musste in luftiger Höhe von 50 Metern über der Stadt zunächst einen leichten Anflug von Schwindelfreiheit überwinden. Dies fiel in Anbetracht der gewaltigen Ausblicke über die Stadt und auf das gotische Bauwerk aber nicht weiter schwer. Auch architektonisch und geschichtlich erfuhren die Teilnehmer viel Neues: Dass das Wahrzeichen der Stadt Köln erst 1870 unter preußischer Herrschaft fertig gestellt wurde, war für viele der Reisenden neu. Beeindruckend fiel der Besuch im Inneren des Domes aus: In 20 Metern Höhe durften die Christsozialen über einen Geheimgang auf halber Höhe ins Kirchenschiff schleichen und lauschten andächtig den Orgelklängen aus der Werktagskapelle. Damit hatten sich die Reisenden einen kulinarischen Ausklang im Brauhaus Früh auf der Domplatte verdient. Das Resümee der Reise wurde schließlich, wieder am Hotel angekommen, bei einem „Boennsch“ in der Bonner Innenstadt gezogen. So konnte der CSU-Ortsvorsitzende Christoph Lung sich bei allen bedanken, die sich um die Organisation der Reise verdient gemacht hatten: Neben Thomas Wardecki und Marco Trebuth galt sein Dank insbesondere Hauptmann Kristin Brinckmann, die für den perfekten Ablauf der Reise verantwortlich zeichnete und sich über den anhaltenden Applaus aller Mitreisenden freuen durfte.

CSU-Ortsverband Bad Reichenhall

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