Spatenstich für ein neues Wellnesshotel

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Waging am See - Die Gemeinde bekommt ein Wellness-Hotel. Der Spatenstich dazu fand nun statt. Der Tourismus im Chiemgau soll durch das Hotel nachhaltig gestärkt werden.

Der Chiemgau ist eine an touristischen Attraktionen wahrlich nicht arme Region. Woran es laut namhaften Touristikern hapert: Der Landkreis Traunstein hat deutlich zu wenig qualitativ hochwertige Hotels, die Urlauber als Basis für Tagesausflüge zu den Schönheiten des Chiemgaus an die Region binden könnten. Diese Situation soll jetzt verbessert werden: Sepp Baumgartner baut im touristischen Kernland am Waginger See ein Wellnesshotel. Am vergangenen Freitag war der erste Spatenstich.

Baumgartner will sein Hotel im Mai 2014 eröffnen. Sechs Einzelzimmer mit je 25 Quadratmetern und neun Doppelzimmer mit je 40 Quadratmetern sollen den Gästen genau die Wohlfühlatmosphäre bieten, die sie aus dem Wellnessgarten gewohnt sind. „Alltag raus, Entspannung rein“ – das wird das Motto des Hotels.

Bis es so weit ist, stehen natürlich umfangreiche Planungen an. „Der laufende Betrieb in unserem Wellnessgarten muss selbstverständlich weitgehend störungsfrei über die Bühne gehen. Unsere Gäste sollen sich keinesfalls durch die Bauarbeiten beeinträchtigt fühlen und die Ruhe finden, die sie bei uns suchen“, sagte Baumgartner beim Spatenstich. Deshalb haben sich er und seine Familie entschieden, den Wellnessgarten im März und in April täglich erst ab 11 Uhr zu öffnen. „Der laute Baustellenbetrieb wird vor 11 Uhr abgewickelt, damit unsere Gäste weiter ungestört im Wellnessgarten entspannen können.“

„Viele haben mich gefragt, warum ich mir so ein Projekt mit meinen 60 Jahren noch antue“, erzählt der Hotelier in spe. Diese Frage mussten andere formulieren, er selbst stellt sie sich nicht. Zum einen habe er natürlich an seine vier Kinder zu denken, die Familie habe grundsätzlich den höchsten Stellenwert in seinem Handeln und Denken. Und zum anderen sehe er „furchtbar gern etwas entstehen und wachsen“.

Keimzelle des heutigen Familienbetriebs Wellnessgarten waren eigentlich die Tennisplätze, die Baumgartner am Waginger See betrieb. Daraus erwuchs der Wellnessgarten, „Wir haben damals früh gesehen, was die Menschen, die zu uns kommen, wollen. Erholung und Entspannung bei gleichzeitiger Aktivität. Nicht einfach etwas mit sich geschehen lassen, sondern erspüren: ,Was ist gut für mich, für meinen Körper, für meine Seele?‘.“ Darauf hat sich die gesamte Familie Baumgartner eingestellt – der Wellnessgarten bot die Plattform, die Bedürfnisse zu befriedigen – er wuchs. Organisch.

Das bestätigt auch Georg Brüderl, der für die Planung des Hotels verantwortlich ist. „Wir haben bei dem ersten Bauabschnitt die Natur und ihre Dynamik als Entwurfsgedanke verwendet. Wenn man auf den Grundriss schaut, erkennt man eine Welle, in Form eines Schwunges in der abschließenden Mauer des Schwimmteiches.“ Dadurch werde die massive Bebauung durch die bestehende Tennishalle entschärft, der Betrachter fühle sich geborgen und keinesfalls eingesperrt. „Kleingliedrige Architekturelemente wie Saunahäuser, Zen-Garten, Kristallhaus oder auch der Schwimmteich geben fühlbare Proportionen, die für die Betrachter verständlich sind und so ein besonderes und gutes Gefühl vermitteln.“ Genau darum geht’s Baumgartner und seinem Team: Sie wollen den Gästen ein gutes Gefühl vermitteln.

Das organische Wachstum seiner Projekts nimmt der Brüderlsche Entwurf auf: „Den Schwung der Wellnessgartenmauer haben wir als fortführende Gegenwelle entlang der Allee für den Erschließungsbau mit Foyer, neuen Wellnessbereichen, Massageräumen, Ruheräumen und Café mit Erd- und Obergeschoss fortgeführt. Dadurch vermindert sich die fühlbare Baumasse und führt sanft über zum dreigeschossigen Bettenhaus.“ Ganz wichtig war es für Brüderl und Baumgartner gleichermaßen, dass im Innenbereich wieder geschützte Zonen mit viel Aufenthaltsqualität entstehen. „Ein weiterer Schwimmteich mit einer kleinen Insel, eine sehr hochwertige Gartenarchitektur und Blickachsen zu Alt- und Neubau geben das Gefühl einer Oase. Das Hotel mit seinen großzügigen Zimmern ist auf absoluten Komfort und Wohlfühlen konzipiert und hat auch in der Innenausstattung viele Details, die überraschen werden.“

Baumgartner und Brüderl sind nicht nur im Gleichklang, was die Konzeption des Hotels betrifft: Auch in puncto Ausführung sind sie sich einig: „Wir stehen ja bekanntlich auf absolute Regionalität und haben das Glück, dass dies unser Bauherr ebenso hält. Die Aufträge insgesamt werden nur regional vergeben.“ Die Investitionssumme beziffert Brüderl mit 3,6 Millionen Euro netto. Ein Betrag, der der regionalen Wertschöpfungkette erhalten bleibt.

Drei Architekturbüros haben sich am Wettbewerb für das neue Wellnesshotel beteiligt. „In dem Projekt steckt sehr viel Herzblut. Nachdem wir mit der Idee und dem Entwurf des Wellnessgarten vor sieben Jahren den Grundstein für das erfolgreiche Geschäftsmodell geliefert haben, freuen wir uns sehr, nach einem Wettbewerb mit zwei weiteren Architekturbüros gewonnen zu haben. Mich verbindet viel mit der Familie Baumgartner. Ich schätze ihre verbindliche und konsequente Art, ihr Business zu betreiben“, erzählt Brüderl. Nachdem im Landkreis Traunstein ja nicht sehr viele Hotels gebaut würden, sei das wieder einmal ein Projekt, das herausfordert und „nach der Umsetzung dann sicher ein Meilenstein bei unseren Referenzen sein wird“.

Für den Neubau werden die regionalen Handwerker wieder fortschrittliche Energiekonzepte umsetzen, wie das bei Brüderl-Gebäuden immer der Fall ist. So soll der Hotelbau selbstverständlich ein energieoptimierte Gebäude werden. Alle Hilfe für das Waginger Leuchtturmprojekt sagte beim Spatenstich auch Wagings Erster Bürgermeister Herbert Häusl zu. Er betonte den Stellenwert, den der Tourismus für seine Gemeinde hat und berichtete von einem erfreulichen Aufwärtstrend im Tourismus in Waging. Umso wichtiger sei es natürlich, diejenigen zu unterstützen, die viel Energie in den wichtigen Waginger Wirtschaftsbereich einbringen.

Pressemeldung Pressebüro Falkinger

Quelle: chiemgau24.de

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