Übung der Wasserwachten, Feuerwehr und Ruderverein

Das passiert, wenn ein Sportler bei 16 Grad Wassertemperatur kentert

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Großangelegte Übung

Waging - 26 Grad, Sonnenschein und spiegelglattes Wasser – welcher Wassersportler denkt da schon an einen Notfall? Doch was passiert, wenn ein Sportler bei derzeit 16 Grad Wassertemperatur kentert?

Solche und ähnliche Fragestellung nahm Michael Rosemann, stellvertretender Vorsitzender des Waginger Rudervereins zum Anlass, um am letzten April – Samstag zu einer ersten gemeinsamen Rettungsübung einzuladen. Für die Ruderer ist es wichtig für ihr tägliches Training gewappnet zu sein, aber auch andere Wassersportler wie Kanu- und Kajakfahrer, Stand-up- Paddler, Segler, Schlauchbootfahrer und Surfer die jetzt schon wieder zahlreich auf den Seen unterwegs sind, profitieren von dieser gemeinsamen Übung. 

In einem ersten theoretischen Teil stellte Roland Neumann, Ortsgruppenleiter der Wasserwacht Waging den Weg der Alarmierung vor. Nach Absetzung des Notrufs 112 dauert es 10 bis 15 Minuten bis eine der Wasserwachten bei einem Verunglückten am See ist. 

Thomas Hilscher, Technischer Leiter und Benny Betz von der Wasserwacht Tengling erläuterten Grundlagen der Ersten Hilfe. Häufige Gefahren wie Überhitzung und Unterkühlung wurden angesprochen und anschließend Beatmungs- und Reanimationstechniken, sowie zusätzliche Hilfsmittel, wie Defibrillator vorgeführt. Die beiden gingen auch ausführlicher auf das Thema Rettungswesten ein und demonstrierten deren Funktionsweise und Wirkung. 

Wasserwacht Kühnhausen, Tengling, Tettenhausen, Waging sowie die Feuerwehr Waging und der Waginger Ruderverein.

Fritz Schittenhelm, Technischer Leiter der Wasserwacht Tettenhausen und Heinrich Obermayer, ausgebildeter Fließwasserretter stellten die umfangreiche Ausrüstung vor, welche die Wasserwachten in ihren Booten mitführen.

Fahrt- und Ruderordnung 

Holger Osterkamp, erster Vorsitzender des Waginger Rudervereins, präsentierte die geltende Fahrt- und Ruderordnung der Ruderer. Anschließend erläuterte Michael Rosemann die Konstruktionsart der Ruderboote, und demonstrierte vorhandene Rettungshilfsmittel wie Leuchtrakete, Rauchfackel und Signalhorn. 

Im anschließenden praktischen Teil übten Ruderer und Rettungskräfte gemeinsam verschiedene Szenarien wie die Rettung einer bewusstlosen Person aus dem Ruderboot und das Abschleppen und Bergen von Booten. Die Jugend des Rudervereins hatte sichtlich Spaß daran einen Vierer per Gießkanne „absaufen“ zu lassen, andere begaben sich mit Neopren ins kühle Nass, oder ließen sich direkt aus dem Ruderboot herausheben. 

Insbesondere den Erfahrungsaustausch zwischen Ruderern und Rettungskräften empfanden beide Seiten als gewinnbringend. So war für manchen Ruderer neu, dass weite Teile des Ostufers für den Rettungswagen nicht erreichbar sind und daher eine Rettung von Seeseite erfolgen muss. 

Den anwesenden Ruderern wurde wieder bewusst, wie wichtig der Eigenschutz ist, die Rettungskräfte profitierten von der Übung direkt am Sportgerät. Und die zusammen rund 60 Teilnehmer aus Ruderverein und Rettungsorganisationen sind sich einig: das war eine hervorragende Veranstaltung, die auf keinen Fall eine einmalige Sache bleiben sollte. Vielmehr sollte es der Auftakt zu einem regelmäßigen Austausch und auch zukünftigen gemeinsamen Übungen sein! Und dann auch hoffentlich gemeinsam mit der Wasserwacht Taching, die dieses Mal bei den vorbereitenden Besprechungen dabei war, am Übungstag aber leider kurzfristig verhindert war.

Pressemitteilung Waginger Ruderverein

Quelle: chiemgau24.de

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