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Erfolgreiches Tourismusjahr trotz Corona

Nur 0,9 Prozent Rückgang der Übernachtungen in Waging - Camping besonders gefragt

Campingplatz Waging im Oktober 2021
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Campingplatz Waging im Oktober 2021

„Trotz der vielen Unsicherheiten durch Corona war 2021 für den Tourismus in Waging wieder ein gutes Jahr“. So das einführende Statement von Eva Bernauer, Geschäftsführerin der Tourist-Info Waginger See bei der Vorstellung des Tourismusberichts 2021 im Gemeinderat.

Waging am See – Die 69.707 Gästeankünfte bedeuteten eine Steigerung von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gute Werte wurden in den Monaten Mai und Juni verzeichnet, während von Juli bis September die Ankünfte im Vergleich zum Vorjahr etwas geringer waren. Mit einer Steigerung um 20 Prozent konnte im Oktober aber wieder ein neuer Rekordwert erreicht werden. In den letzten sieben Jahren haben die Gästeankünfte in Waging um rund 26 Prozent zugenommen.

Die rund 477.000 Übernachtungen bedeuteten gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang von 0,9 Prozent. Ähnlich wie bei den Ankünften waren auch bei den Übernachtungen sehr gute Werte im Juni und Oktober zu verzeichnen. Vor allem die guten Zahlen für Oktober freuten die Tourismuschefin, denn die Nachsaison ist für Waging besonders wichtig. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Urlauber in Waging wurde mit sieben Tage angegeben.

„Wir sind daran interessiert, dass die Gäste länger bei uns bleiben und nicht nur für ein bis zwei Tage kommen“, so Bernauer. Ein Großteil dieser Erfolgszahlen ist auf die Camper zurückzuführen. Denn die Zahl der Gästebetten ist in Waging weiter rückläufig. 2021 gab es noch 1030 Betten, vierzehn weniger als im Vorjahr. Seit 2009 wird in Waging damit ein Bettenrückgang von 43 Prozent verzeichnet. Die Zahl der Übernachtungen in Bettenbetrieben ist zwar gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent gestiegen, während die der Campingübernachtungen um vier Prozent zurückgegangen ist. Dennoch hat sich an dem Verhältnis zwei Drittel Übernachtungen im Camping zu einem Drittel Übernachtungen in Bettenbetrieben nichts geändert.  

Gut 96 Prozent der Gäste kamen aus dem Inland und hier aus Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Bei den ausländischen Gästen lag wie auch in den Vorjahren Österreich deutlich vorne, gefolgt von der Schweiz und den Niederlanden. 

Auch in der Region Waginger See mit Waging, Kirchanschöring, Taching/Tengling, Petting, Tittmoning, Fridolfing und Wonneberg waren die Übernachtungen mit rund 633.000 leicht rückläufig. Den größten Rückgang verzeichnete im letzten Jahr Wonneberg (minus 32 Prozent), den größten Zuwachs Taching (plus 22 Prozent). In der Region gibt es insgesamt 2147 Gästebetten. Die Ankünfte in Camping und Bettenbetrieb summierten sich in der Region auf rund 100.000

Die Tourist-Info Waging hält für die vielen Gäste ein umfangreiches Freizeitangebot bereit. Dieses wird in verschiedenen Print-Medien beschrieben. Dazu gehören das Genussmagazin und das Abenteuermagazin „Waginger See“. Beide Magazine sind hochwertig gestaltet mit vielen Fotos und innovativen Geschichten zu nachhaltiger Genusskultur, biozertifizierten Betrieben oder kleinen Abenteuer, die die Gäste selber erleben können. Neu aufgenommen wurden Abenteuer wie „Workshop im Aromagarten“, „Die Kraft der Weiblichkeit“, „Auf Wasserwegen durch die Stadt“ oder „Werken mit Grünholz“. Auch das Gastgeberverzeichnis wurde neu gestaltet.

Eine darin beschriebene Entdeckungsreise zu den besten Highlights der Region um den Waginger See macht neugierig und lädt den Gast ein, die Region per Rad zu erkunden. Die Auflage bei allen selbstaufgelegten Print-Medien betrug 16,2 Millionen, so Bernauer. Darüberhinaus sind Berichte zu der Region Waging am See auch in weiteren nationalen und internationalen Zeitungen und Zeitschriften erschienen wie dem Magazin „RADtouren“ oder den St. Galler Nachrichten. Auftritte bei Messen und online komplettierten die Werbepalette der Tourismus Region Waginger See. Die für die Werbung insgesamt aufgewendeten Mittel betrugen ähnlich wie in 2020 rund 53.000 Euro. Die Kosten werden nach einem festgelegten Schlüssel unter den sieben Gemeinden der Tourismusregion aufgeteilt. 

Ausgeweitet wurden 2021 auch die Leistungen mit der Gästekarte. So gibt es jetzt freie Busfahrten mit dem „Waginger See Express“ nach Salzburg. Eine neue Fahrtroute an den Königssee ist für dieses Jahr geplant. Die gut angenommene „Rätseltour durch Waging am See“ wurde durch die Anschaffung eines zweiten Rätselrucksacks, der kostenlos ausgeliehen werden kann, erweitert. Auch die Kräuterwanderungen mit Yvonne Liebl auf den Mühlberg sind für Gästekartenbesitzer kostenfrei.

Die Tourist-Info Waginger See ist Partner in mehreren Projekten, die durch den Bund, den Freistaat Bayern oder die EU im Rahmen der Euregio oder des LEADER-Programms gefördert werden. Dazu gehören unter anderem die Schaffung einer Radbegleitinfrastruktur, die Umsetzung des Wegewanderkonzeptes oder das kürzlich abgeschlossene Projekt „BiOS – Bio-Genuss über die Grenzen“, das gemeinsam mit den benachbarten Tourismusregionen in Österreich „s’Entdeckerviertel“ und „Salzburger Seenland“ durchgeführt wurde. Besonders erfreut zeigte sich die Tourismuschefin, dass Waging als Pilotregion für die „Bayerncloud im Tourismus“ ausgewählt wurde. 

Zum Abschluss wies Bernauer auf tourismusbezogene Veranstaltungen in Waging hin. Am Dienstag, den 5. April wird in der Tourist-Info um 19 Uhr die Vermieterversammlung stattfinden. Die Montagskonzerte am Marktplatz in Waging beginnen am 6. Juni, die Spaziergänge durch die Waginger Geschichte mit Karin Seehofer und Martin Mangs werden ebenfalls ab dem 6. Juni stattfinden.

kon

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