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Pressemitteilung Wasserwacht Tettenhausen

Jahreshauptversammlung 2019 der Wasserwacht Tettenhausen

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Gemeinsame Übung mit dem Waginger Ruderclub

Waging am See - Mit der Begrüßung der Anwesenden eröffnete der Vorstand der Wasserwacht Ortsgruppe Tettenhausen Christian Klinger die Jahreshauptversammlung.

Neben den Vereinsmitgliedern waren in der Versammlung am Freitag den 5. April auch zahlreiche Vertreter der örtlichen Vereine, des Bayerischen Roten Kreuzes und der Marktgemeinde Waging vor Ort. Darunter der BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer, sowie der neue erste Bürgermeister Matthias Baderhuber.

Dem Totengedenken folgte der Bericht von Ludwig Stief, der als Vorstand des Fördervereins das vergangene Jahr Revue passieren ließ. Die Hauptaufgabe der aktuell 18 Mitglieder des Fördervereins besteht im Wesentlichen darin, die wirtschaftlichen Grundlagen für Ortsgruppe zu schaffen. Stief ging hier näher auf das traditionelle Seefest ein, dessen Überschuss es ermöglichte der Ortgruppe im 6000,- € zu spenden. Er bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Helfern, die es erst durch Ihren Einsatz ermöglichen, diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Das besondere Ambiente direkt am See trägt zudem dazu bei, dass die Urlaubsgäste und Einheimischen sich jedes Jahr einen unterhaltsamen Sommerabend bei der Wasserwacht Tettenhausen machen können. Als Termin für 2019 ist der 2. August geplant. Die von Monika Winkler geführte Kasse des Fördervereins wurde von den Kassenprüfern Anton Huber und Simon Obermayer geprüft. Scherzhaft stellte Huber dar, dass sie sich schwer taten Fehler in der Kassenführung zu finden und schlug den Mitgliedern des Fördervereins die Entlastung vor. Diese wurde mit Handzeichen einstimmig erteilt.

Mit seinen Ausführungen zu den Vereinsaktivitäten der Ortsgruppe übernahm wieder der Vorstand Christian Klinger. Der Mitgliederstand liegt bei 237, davon sind 77 im aktiven Dienst. In der Jugendgruppe sind 42 Kinder und Jugendliche. An vielen gesellschaftlichen, kirchlichen und sportlichen Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft konnten sich auch im vergangenen Jahr Mitglieder der Wasserwacht beteiligen. Klinger führte weiter aus, dass man sich innerhalb der Vorstandschaften der örtlichen Vereine zur Nutzung der alten Schule abgestimmt hat. Die Räumlichkeiten können nun auch von Privatpersonen zur Feier von runden Geburtstagen genutzt werden. Weiter ging er darauf ein Thema ein, das vergangenes Jahr für Aufregung gesorgt hat. Eines Tages stand plötzlich der auf einer schwimmfähigen Plattform montierte Sprungturm auf der kleinen Liegewiese der Wasserwacht. Der ursprünglich dort vorhandene schattenspende Baum war dafür geopfert worden. Wie sich später herausstellte hatte eine unglückliche Fehleinschätzung des verantwortlichen Mitarbeiters der Marktgemeinde dazu geführt, dass die Liegewiese der Wasserwacht zu Lagerzwecken für den Sprungturm herhalten sollte. Nach einem klärenden Gespräch mit den Gemeindevertretern, wurde wurde der Sprungturm wieder entfernt und die Neupflanzung eines Baumes zugesagt. Klinger bedankte sich anschließend bei dem zwischenzeitlich aufgelösten Rasenmäherclub Tettenhausen, der seinen verbliebenen Kassenbestand in Höhe von 1300 Euro der Wasserwacht Tettenhausen als Spende überließ.

Es folgte der technische Leiter Fritz Schittenhelm mit den Themen Ausrüstung, Einsätze und Ausbildung. Neu angeschafft wurde ein Headset für den Funk, damit dieser auch während der Fahrt zu verstehen ist, sowie fünf neue Schwimmwesten für das Boot. Insgesamt absolvierten die Aktiven im vergangenen Jahr 661 Wachstunden. Die Ortgruppe war beteiligt an drei Vermisstensuchen und drei Sachbergungen. In 9 Fällen konnte Erste-Hilfe geleistet werden. Bei Bedarf wurden die betroffenen Personen dann an den Rettungsdienst übergeben. Regelmäßig unterstützt die Wasserwacht Tettenhausen Veranstaltungen am See. So waren Abordnungen bei der Regattabegleitung für den Waginger Segelclub, beim Triathlon und beim Volksschwimmen am Tachinger See dabei. Erstmals konnte eine gemeinsame Übung mit dem Waginger Ruderclub durchgeführt werden. Diese hatte das Ziel, sich mit der Vorgehensweise und den Anforderung des jeweils Anderen vertraut zu machen, um im Notfall zielgerichteter reagieren zu können. Im Bereich der Ausbildung haben drei aktive Mitglieder die Grundausbildung für Leitungskräfte in der Jugendarbeit absolviert. Zwei zusätzliche Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst und vier Wasserretter konnten ausgebildet werden. Als Kassenwartin für die Ortgruppe berichtete Monika Winkler von einer soliden Finanzlage. Aufgeteilt auf verschiedene Konten ergibt sich ein Gesamtvermögen von etwas über 10.000 Euro. Mit diesem Polster werden die künftigen Ausgaben für den Wachbetrieb, die Ausbildung und die Ausrüstung bestritten.

Besonders stolz ist man in Tettenhausen auf die nachhaltige Jugendarbeit. Elisabeth Straube informierte als Jugendwartin die Versammlung über die Aktivitäten mit den derzeit 42 Kindern und Jugendlichen. Diese starten in den Wintermonaten mit dem Schwimmtraining im Burghausen unter der Anleitung von Schwimmausbilderin Franziska Pfaffinger. Die Jugendgruppe ist auch tatkräftig bei der Seeuferreinigung und dem Seefest dabei. Bei der jährlichen Bildungsrallye des Bayerischen Roten Kreuzes haben die drei vertretenen Gruppen der örtlichen Wasserwachtjugend wieder einmal eine gute Figur abgegeben. Zwei zweite Plätze und ein erster Platz konnten in Fridolfing eingefahren werden. 2019 wird dann Tittmoning der Austragungsort sein. Auch zur Vorbereitung werden in Sommermonaten Gruppenstunden durchgeführt. Eine Gruppe leiten Rebecca Rackerseder und Theresa Schoel, die Zweite Anna-Lena Häusl und Anna Schilcher. Um auch ein geeignetes Angebot für Jugendliche 16+ zu schaffen, hat sich Heinrich Obermayer bereit erklärt, künftig ein Programm zu gestalten.

Der Naturschutzwart Gerhard Vordermayer berichtet sodann von der geleisteten Arbeit im Natur- und Gewässerschutz. Die jährlich durchgeführte Seeuferreinigung ist hier fester Bestandteil im Jahresverlauf. Er erinnerte die Versammlung, dass die diesjährige Seeuferreinigung für den kommen Tag angesetzt ist. Vordermayer verwies darauf, dass dies wie immer ein Samstag ist. So muss auch keiner aus der Jugendgruppe die Schule schwänzen, um sich persönlich für den Umweltschutz zu engagieren.

Allgemein stellte er fest, dass die Menge an gefunden Müll etwas abnimmt und dankte der Gemeinde für dessen Abtransport, sowie für die den Teilnehmern spendierten Würstel.

Vorstand der Wasserwacht Ortsgruppe Tettenhausen Christian Klinger bat im Anschluss, die Vertreter des Bayerischen Roten Kreuzes und der Marktgemeinde sich an die Versammlung zu wenden. Der BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer begann mit der Würdigung der geleisteten Arbeit im Naturschutz, da diese nicht in allen Ortsgruppen so intensiv betrieben wird. Es folgten Worte des Dankes an die Vorstandschaften des Fördervereins und der Ortgruppe. Auch wandte er sich anerkennend an den erstmals bei einer Wasserwachtversammlung in Tettenhausen anwesenden Bürgermeister Matthias Baderhuber. Zu Abschluss ging er auf die verbreitete Problematik der Risikominimierung in Schwimmbädern ein. Ungeklärte Haftungsfragen führen regelmäßig dazu, das z. B. Sprungtürme nicht mehr angeboten werden. Er erinnerte sich an seine Jugend, als man noch auf eigenes Risiko einen vorhandenen Sprungturm nutzen konnte und dies auch tat.

Der stellvertretende technische Leiter der Kreiswasserwacht Thomas Hilscher folgte mit seinen Ausführungen zur Ausbildungsthemen. Er hob die Kooperation der Wasserwachten am Tachinger und Waginger See hervor, um die Rettungsschwimmausbildung im Wasserrettungsdienst sicher zu stellen. Auch ging er auf die anstehende Bootführerausbildung ein, zu der sich insgesamt 32 Anwärterinnen und Anwärter angemeldet haben. Voraussichtlich wird man die Bootführerprüfung wegen der großen Anzahl splitten. Neben einer Prüfung am Chiemsee soll es dann auch eine am Tachinger und Waginger See geben. Ein besonderer Tagesordnungspunkt stand dann an. Für 40 Jahre aktiven Dienst in der Wasserwacht Tettenhausen konnte Ernst Horner geehrt werden. Der Christinan Klinger und Thomas Hilscher würdigten seinen ehrenamtlichen Einsatz und übergaben ihm neben einer Ehrenurkunde ein kleines Präsent.

Nun folgte die Premiere des ersten Bürgermeisters Matthias Baderhuber bei der Wasserwacht Tettenhausen. Er danke Ernst Horner für sein langjähriges Engagement und zeigte seine Freunde darüber, dass so viele Jugendliche in der Versammlung anwesend sind. Humorvoll ging er auf die Angelegenheit rund um den von Mitarbeitern der Gemeinde entfernten Baum ein. Er danke der Vorstandschaft, dass sie das Gespräch mit ihm gesucht hat und nicht gleich bei Satiremagazin "quer" angerufen hat. Denn mit der Nummer wäre wir damit wahrscheinlich auch noch im Fernsehen gekommen, gab er zu verstehen. Als Wiedergutmachung konnte man sich verständigen, dass mit einer Flatterulme der aktuelle Baum des Jahres neu gepflanzt wird und die Gemeinde Waging eine Brotzeit für die Wasserwacht Tettenhausen am für Ende April vorgesehen Pflanztag ausgibt. Auch hat er vorgeschlagen, dass die beiden Tettenhausener Gemeinderätinnen Stefanie Schmeiduch und Magdalena Obermayer das Einpflanzen des Baumes vornehmen.

Im folgenden Tagesordnungspunkt "Wünsche und Anträge" ergriff Hans-Peter Knezovic das Wort. Er thematisierte die zunehmend hohen Ausbildungsanforderungen in der Wasserwacht. Es bestehe darin die Gefahr, dass immer weniger Heranwachsende bereit sein könnten, das im Ehrenamt zu leisten und man sich somit selbst die personellen Strukturen für die Zukunft kaputt macht. Er schlug vor manche Ausbildungsmodule zwar anzubieten, aber diese nicht zu Pflichtschulungen zu machen. Auch kritisierte er die Abwicklungsmodalitäten hinsichtlich einem mit dem verunglückten Wassersportler zur Sachbergung zu erstellenden Bergevertrages. - Was sich in der Praxis bei Wind und Wetter durchaus schwierig darstellt.

Evi Schittenhelm fragte wegen der Durchführung eines Kinderschwimmkurses nach. Der Technische Leiter verwies darauf, dass man sich zwar darum bemühe, doch noch nicht geklärt ist, wer als Ausbilder zur Verfügung steht. Thomas Winkler hat die Anwesenden darüber informiert, dass während eines Winterspaziergangs eine Ente, die sich in einer Angelschnur im Schilf verfangen hatte von einem Wasserwachtmitglied gerettet wurde. Dazu musste die selbstlose Retterin Uschi Springer bei kaum über 0° Grad bauchtief ins Wasser.

Im Zusammenhang mit einer Diskussion um die Organisation der Badeaufsicht am Strandbad wurde noch einmal klargestellt, dass dies dem Betreiber obliegt und die Wasserwacht aus haftungsrechtlichen Gründen keine Badeaufsicht leisten darf. Der technische Leiter Fritz Schittenhelm informierte den Bürgermeister, dass die Absperrleinen für den Schwimmbereich in die Jahre gekommen und marode sind. Für deren Ausbringung steht die Wasserwacht Tettenhausen bei Bedarf gerne mit technischer Unterstützung zur Verfügung. Der Vorstand der Wasserwacht Ortsgruppe Tettenhausen Christian Klinger schloss mit den besten Wünschen für das kommende Jahr die Versammlung.

Pressemitteilung Wasserwacht Tettenhausen