Bei Gefahrengut-Unfällen top vorbereitet

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Bei den Gefahrengut-Übungen der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See wurden Situationen realitätsnah dargestellt.

Waging - Chemikalien-Schutzanzüge, Gefahrengutpumpen und Auffangbehälter - bei den Gefahrengut-Übungen der Feuerwehr war einiges geboten um Situationen realitätsnah darzustellen:

Bereits in den frühen 1980er Jahren wurde mit der Indienststellung des damaligen Ölschadensanhänger (ÖSA) eine umfangreiche Ausrüstung für Gefahrgut-Unfälle bei der Waginger Feuerwehr in Dienst gestellt. In den folgenden Jahren wurde diese Ausrüstung und auch der Ölschadensanhänger kontinuierlich erweitert und ausgebaut und den jeweiligen Einsatzanforderungen angepasst.

Im Jahr 2011 konnte für derartige Einsatzfälle ein neuer Umweltschutzanhänger für Gefahrgut- und Mineralölunfälle in Dienst gestellt werden. Zu dessen Beladung gehören diverse Gefahrgutpumpen, Auffangbehälter und nicht funkenreißendes Spezialwerkzeug. Des Weiteren verfügt die Waginger Feuerwehr auch über mehrere Chemikalien-Schutzanzüge und eine Ausrüstung zur Personendekontamination. Zur fachgerechten Bedienung dieser Geräte und deren taktischer Anwendung werden regelmäßig Lehrgänge für Ölschadensbekämpfung und den Umgang mit Gefahrgut an den Staatlichen Feuerwehrschulen in Regensburg und Geretsried von Mitgliedern der Waginger Feuerwehr besucht.

Bei den abgehaltenen Übungen wurden verschiedene Einsatzszenarien angenommen, bei denen die Erkundung der Gruppenführer bzw. Einsatzleiter und das Abdichten verschiedener Arten von Leckagen im Vordergrund standen. Um diese angenommen Einsätze realitätsnah abarbeiten zu können, war der Abrollcontainer "Gefahrgut-Übung" von der Feuerwehr Unterschleißheim in Waging vor Ort. Dieser Abrollbehälter wurde für den Übungsbedarf im Bereich Gefahrgut-Unfälle und industrieller Brandbekämpfung entwickelt und dient zum üben und verbessern der einsatztaktischen Maßnahmen sowie der notwendigen Fertigkeiten, die bei der Bewältigung dieser Einsätze erforderlich sind.

Die verschiedenen Übungsmöglichkeiten und die Brandsimulationsanlage ermöglichen die Simulation einer Vielzahl von realitätsnahen Übungsszenarien und deren fachgerechte Abarbeitung. Die Schulung und Ausbildung kann schrittweise, mit steigendem Schwierigkeitsgrad der Ereignisse, beziehungsweise mit verschiedenen Schutzstufen, gestaltet werden. Über ein Verteilsystem kann an den verschiedenen Öffnungen und Leckagen im Aufbau Flüssigkeits- oder Gasaustritte dargestellt werden, welche dann beispielsweise von Chemikalienschutzanzug-Trägern abgedichtet werden können.

Höhepunkte dieser Schulungen, welche von Zugführer Martin Pöllner organisiert wurden, waren eine Einsatzübung für die Feuerwehren Waging und Gaden wobei ein Austritt ätzender Flüssigkeiten angenommen wurde und eine sogenannte Zugübung der Feuerwehren Waging, Gaden und Nirnharting mit Freiwerden von Dimethylsulfat.

Im Anschluss an die Ausbildungseinheiten bedankte sich 1. Vorstand Thomas Pfeffer bei den Teilnehmern des Übungstages, sowie beim 1. Kommandanten der Feuerwehr Unterschleißheim, Andreas Hegermann, welcher den Übungscontainer zur Verfügung stellte.

Pressmeldung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See

Quelle: chiemgau24.de

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