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Segnung und Bootstaufe im Beisein vieler Ehrengäste

Am Waginger und Tachinger See: Neues Boot „Seedeife“ für Polizei Laufen

Das Boot legte nach der symbolischen Schlüsselübergabe zur ersten offiziellen Fahrt ab.
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Das Boot legte nach der symbolischen Schlüsselübergabe zur ersten offiziellen Fahrt ab.

Der „Seedeife“ ist sechs Meter lang, 2,2 Meter breit, hat hundert PS und kann bis zu 60 km pro Stunde fahren. Es handelt sich nicht um ein Ungeheuer, sondern um das neue Polizeiboot der Polizeiinspektion Laufen, offizielle Bezeichnung WSP 46, Beiname „Seedeife“, die bayerische Variante von „Seeteufel“.

Waging am See/Laufen – Pfarrerin Marion Seidel und Pastoralreferentin Monika Winkler-Seliger von der Polizeiseelsorge haben das Boot in einer kurzen Andacht im Beisein vieler Ehrengäste beim Strandbad „Seeteufel“, wo das Boot stationiert ist, gesegnet. Danach haben Hanna (7) und Lena (10) Schmiedeknecht, Töchter eines Polizistenehepaars, das Boot mit Sekt getauft. Noch vor der offiziellen Indienststellung musste das Boot zum Einsatz bei einer Vermisstensuche ausrücken (chiemgau24.de berichtete), sodass die Feierlichkeiten erst eine Stunde später beginnen konnten. 

Das Boot gehört zur Polizeiinspektion Laufen, die die wasserschutzpolizeilichen Aufgaben am Waginger und Tachinger See wahrnimmt. Dafür hat die Polizei Laufen in ihren Reihen fünf Bootsführer, die sowohl präventiv als auch ereignisbezogen, wie jetzt die Vermisstensuche im Einsatz sind. Auch Regattaveranstalltungen auf den beiden Seen werden polizeilich begleitet.

Viele Ehrengäste vor Ort

Polizeihauptkommissar Enrico Weinreich, Stellvertretender Leiter der Polizeidienststelle Laufen begrüßte die Gäste, darunter den Polizeipräsidenten für Oberbayern Süd Manfred Hauser aus Rosenheim, die Bürgermeisterin Stefanie Lang von Taching, die Bürgermeister von Waging  am See, Matthias Baderhuber, Kirchanschöring, Hans-Jörg Birner und Petting, Karl Lanzinger. Ein besonderer Gruß ging an die „Hauptakteure“ Pfarrerin Marion Seidel und Pastoralreferentin Monika Winkler-Seliger sowie die Patinnen Hanna und Lena.

Vertreten waren auch die Nachbardienstellen der Polizei aus Traunstein, Trostberg, Burghausen und Freilassing, die Feuerwehr Waging am See und die Wasserwachten, die Wasserschutzpolizeizentrale Bayern durch Hauptkommissar Peter Schrembs und das Sachgebiet E3 des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd durch Hauptkommissar Thomas Brunnauer

Im Namen aller anwesenden Bürgermeisterkollegen bedankte sich Matthias Baderhuber aus Waging für die Einladung zur Bootstaufe und betonte die gute Zusammenarbeit zwischen allen Blaulichtorganisationen, von den gemeinsamen Übungen bis zu den Einsätzen. Ein Dank ging an alle Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, die sich täglich für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger einsetzen. „Viel Erfolg mit dem kleinen Seedeife“ wünschte er zum Schluss den Bootsführern der Polizeiinspektion Laufen. 

Polizeipräsident Hauser betonte, dass die Bootsführer diese Aufgabe zusätzlich zu ihren Kernaufgaben wahrnehmen. Durch die große Anzahl an Besuchern am Waginger und Tachinger See sei der Arbeitsaufwand beachtlich. „Wir sind froh, dass sie mit dem leistungstarken Boot mehr Sicherheit in ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit haben“, so Hauser, der zum Schluss „allzeit Gute Fahrt“ und  „immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“ wünschte.  

Woher kommt der Name „Seeteufel“?

Woher der Name „Seeteufel“ überhaupt kommt, erklärte 1. Hauptkommissar Erwin Wimmer, Leiter der Polizeiinspektion Laufen in seiner Ansprache. Um 1800 habe es einen Pfarrer gegeben, der neben der damaligen Hauptpfarrei Taching auch Waging seelsorgerisch betreuen musste. Auf einem seiner Wege von Taching nach Waging sei ihm in der Nähe des Sees der Teufel begegnet und wollte ihn in Versuchung führen. Der Pfarrer sei aber nicht darauf hereingefallen, sondern habe dem Teufel schlagfertig gekontert. Dieser habe ob des misslungenen Versuchs vor Wut auf die Erde gestampft und sei dabei im Morast versunken. Seit dann heiße die Stelle „Seeteufel“. Diesen Beinamen habe man für das Boot in seiner bayerischen Variante „Seedeife“ gewählt, denn auch das Boot habe die Kraft, gegen Gefahren anzukommen.

Das Thema wurde nochmal von Pastoraleferentin Winkler-Seliger in ihrer Ansprache aufgegriffen. Damit die Versuchung keine Kraft habe und nicht obsiege, brauchten die Polizeibeamten eine gute Ausstattung, wie dieses Boot, eine gute Ausbildung und das Selbstvertrauen als innere Stütze. Dieses könne man nur durch Training und Selbsterfahrung erwerben. „Wir wollen das Boot jetzt segnen und hoffen, dass Gottes Kraft bei jeder Fahrt dabei ist“, so Pfarrerin Marion Seidel, während die Pastoralreferentin das Boot und anschließend auch die Anwesenden mit Weihwasser besprengte. 

Großer Moment für Taufpatinnen Hanna und Lena

Danach kam der große Moment für die Taufpatinnen Hanna und Lena, die das Boot schon vorab mit einer Girlande geschmückt haben. Sie hatten sie mit tatkräftiger Unterstützung des Obst- und Gartenbauvereins Freilassing angefertigt. Jedes der beiden Mädchen goss unter den aufmerksamen Augen der Gäste ein Glas Sekt auf das Boot. Im Anschluss übergab Polizeipräsident Hauser den Bootsschlüssel an den Oberbootsführer Schmiedeknecht. Mit diesem symbolischen Akt endete die Feier. Bei der anschließenden ersten Ausfahrt des nun offiziell in Dienst gestellten Bootes waren die beiden Patinnen, die Seelsorgerinnen, der Polizeipräsident und der Dienstellenleiter der Polizeiinspektion Laufen mit dabei.

kon

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