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Wertvolle Hilfe und wichtiges Engagement

Gemeinde Waging dankt Wasserwachts-Ortsgruppe Tettenhausen

v.l.: Der Vorsitzende der Wasserwachts-Ortsgruppe Tettenhausen, Heinrich Obermayer, bedankt sich bei Gerlinde und Rudi Kupka für ihre Gastfreundschaft und die gute Zusammenarbeit.
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v.l.: Der Vorsitzende der Wasserwachts-Ortsgruppe Tettenhausen, Heinrich Obermayer, bedankt sich bei Gerlinde und Rudi Kupka für ihre Gastfreundschaft und die gute Zusammenarbeit.

Bei der diesjährigen Hauptversammlung der Wasserwacht-Ortsgruppe Tettenhausen bedanke sich die Marktgemeinde Waging am See herzlich bei der Hilfsorganisation.

TettenhausenVor rund 63 Jahren wurde die Wasserwacht-Ortsgruppe Tettenhausen gegründet und an der Verbindungsstelle zwischen Waginger und Tachinger See stationiert. Damals wie heute haben ihre Mitglieder von dort aus ein wachsames Auge auf das Geschehen im Wasser und rücken bei Alarmierungen schnellstmöglich aus, um in Not geratenen Menschen zur Hilfe zu kommen. Daher nutzte die dritte Bürgermeisterin der Marktgemeinde Waging am See, Christine Rehrl, die diesjährige Hauptversammlung der Ortsgruppe, um ihr für die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden das Vergelt‘ Gott auszusprechen.

„Die Marktgemeinde möchte sich für den Einsatz dieser unverzichtbaren Hilfsorganisation bedanken.“ Sie setze sich für die Allgemeinheit ein und leiste einen wertvollen Beitrag sowohl für die Gemeindebürger als auch für die Urlaubsgäste, sagte Rehrl in ihrem Grußwort, in dem sie auch die „großartige Aktion der Seeuferreinigung“ ansprach. An dieser von der Wasserwacht organisierten Aufräumaktion haben sich etwa 40 Freiwillige im Alter von 3 bis 62 Jahren beteiligt, um gemeinsam die Seeufer des Tachinger- und Waginger Sees von Unrat zu befreien.

Wertvolle Zusammenarbeit und wichtiges Engagement der Helfer

Ein weiteres Grußwort richtete der stellvertretende technische Leiter der Kreiswasserwacht Traunstein, Thomas Hilscher, an die Runde im Gasthaus Boadwirt in Tettenhausen. Auch er dankte der Wasserwachts-Gruppe Tettenhausen für ihr Engagement und für ihr erfolgreiches Bemühen, ihre Mitglieder stets auf einem hohen Ausbildungsstand zu halten. „Die Ausbildung läuft wirklich ganz hervorragend bei euch.“

Hilscher erinnerte daran, wie wertvoll auch die Zusammenarbeit der Ortsgruppe mit dem Bezirk ist. Gerade die Verbindungsstelle der beiden Seen eigne sich bestens für die Prüfung des Bootsführerscheines, die üblicherweise im Zweijahres-Rhythmus stattfinde. „Danke, dass ihr für diese Prüfung im letzten Oktober den Steg nochmals extra aufgebaut habt.“ Hilscher wies auch auf den Qualitätsmanagement- Kurs hin, in dem die Leitungskräfte geschult werden. Überdies bat Hilscher die Wachhabenden an den Seen, heuer besonders aufmerksam zu sein, weil unter den Badegästen möglicherweise auch Geflüchtete sind, die vermutlich nicht schwimmen können.

Einen Dank sprachen auch die Wirtsleute, Gerlinde und Rudi Kupka vom Boadwirt an die Wasserwachtler aus. Sie seien froh, die Helfer in der Nähe zu haben, die doch schon einige Male wertvolle Hilfe in ihrer unmittelbaren Umgebung geleistet hätten. Damit reagierte das Ehepaar Kupka auf das zuvor ausgesprochene Dankeschön von Seiten des ersten Vorsitzenden der Ortsgruppe, Heinrich Obermayer, mit dem er ihre Gastfreundschaft und das gute Miteinander würdigte.

Neues Ziel der Organisation: mehr Digitalisierung

Zudem stellte Heinrich Obermayer die coronabedingt schwierige Vereins- und Weiterbildungsarbeit vor, in der auch die Digitalisierung ein wichtiger Punkt ist. So wurde nicht nur die Mai 2021 gehaltene Vorstandssitzung, sondern auch die Dienstbesprechung der Kreiswasserwacht im Juni im Online-Format angeboten. Bei dieser Dienstbesprechung sei es unter anderem darum gegangen, wie die Wasserwachtler Daten in ihr „eVewa“, also in das zentrale Mitglieder-Verwaltungssystem des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) eintragen sollen. Überdies sei dabei geklärt worden, wie künftig die Beschaffungen über das IMS- laufen sollen. (IMS ist das Zentrale System für alle Informationen im BRK für das Ehren- und Hauptamt, in dem sich neben aktuellen Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften auch die regelmäßig erscheinenden Infobriefe der Wasserwacht finden.)

„Weitere Punkte der Dienstbesprechung waren Neuerungen bei den Ausbildungen im Rettungsschwimmen und im Wasserrettungsdienst sowie die Informationen zur Art und Form der Alarmierung für Rettungsaktionen.“ Schon zwei Tage später haben Johannes und Theresa Schoel sowie er, Heinrich Obermayer, einen Lehrgang für Führungskräfte besucht, in dem das notwendige Wissen vermittelt worden sei, um die Endanwender-Schulungen im Digitalfunk durchführen und alle Einsatzkräfte mit der Gerätebedienung vertraut machen können, sagte Obermayer.

Er erinnerte auch den Bootsführerschein-Kurs mit 20 Teilnehmern, an die Vorstandssitzungen und Treffen bezüglich der Jahresplanung 2022, an eine Online-Kreisversammlung und eine Vorstandssitzung bezüglich der Digital-Alarmierung und der Schwimmausbildung der Jugend. Die Ortsgruppe habe sich auch beim Vereinsfest und beim Volkstrauertag mit einer Fahnenabordnung beteiligt. Zudem sei man der Einladung zum Ehrenamtsempfang der Gemeinde und des Hofbräuhaus Traunstein zu den Waginger Filmtagen gefolgt.

Dem Bericht des ersten Vorstands des Fördervereins der Wasserwacht, Ludwig Stief, durfte man entnehmen, dass sich bei den Neuwahlen der Führungsriege im letzten Jahr nur am Posten des Kassiers etwas geändert hat: Dieses Amt übt jetzt Simon Obermayer aus.

Neue Mitglieder des Fördervereins herzlich willkommen

Aktuell verzeichne der Förderverein 23 Mitglieder, weitere seien herzlich willkommen. „Mit 5 Euro pro Jahr sind Sie dabei.“ Der Unterhalt von Wachstation und Gerätschaften, Ersatzbeschaffungen und die Finanzierung der erforderlichen Ausbildungen sei ohne eine zusätzliche Mittelbeschaffung kaum mehr denkbar. Daher hoffe er, heuer wieder ein Seefest halten zu können, das für Freitag, den 29. Juli geplant sei. Falls das Wetter nicht mitspiele, sei als Ausweichtermin der 30. Juli vorgesehen.

Darüber hinaus stellte Stief die notwendig gewordene Satzungsänderung des Fördervereins der Wasserwacht Tettenhausen vor, die dann auch einstimmig beschlossen worden ist. „Die bisherige Satzung entsprach nicht mehr den allgemeinen Bestimmungen hinsichtlich der Gemeinnützigkeit“, sagte Stief

Dass ohne Geld auch in der Aus- und Weiterbildung nicht viel geht, verdeutlichte Simon Obermayer, der die Finanzen und das Vermögen des eingetragenen Vereins verwaltet. Er erhebt und verwaltet die Mitgliedsbeiträge, nimmt Spenden entgegen und stellt Spendenbescheinigungen aus. „Zum Beispiel unterstützte uns und unsere Jugendarbeit die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG mit einer Spende von 1000 Euro.“

Jugendleiterin Anna-Lena Häusl teilte mit, dass man pandemiebedingt nur mit den Jüngsten Gruppenstunden gehalten habe. „Die Jüngsten stellen die größte Gruppe unter den insgesamt 32 Jugendlichen in der Wasserwacht.“ Aktuell übe man mit den Kleinsten für die Bildungsrallye des Jugend-Rot-Kreuzes. Sie selbst habe einen Erste-Hilfe-Ausbilderkurs absolviert und dürfe nun entsprechende Kurse halten, sagte Häusl, die auch wissen ließ, dass die Ortsgruppe neue T-Shirts für alle Mitglieder beschaffen will.

Der technische Leiter Johannes Schoel informierte über die Arbeit der Aktiven. Zentrale Aufgabe sei der Wachbetrieb während der Badesaison. Darüber hinaus seien viele weitere Arbeitseinsätze notwendig, um Wachhütte und Geräte in Schuss zu halten. Insgesamt wurden 2021 560 ehrenamtliche Wachstunden geleistet, bei denen es zu zwei Erste-Hilfe-Leistungen kam.

Gerhard Vordermayer nimmt die Aufgaben des Naturschutzwartes wahr. Da er entschuldigt war, berichtete Heinrich Obermayer über Vordermayers Aktionen. Eine der wichtigsten ist die schon eingangs genannte jährliche Seeuferreinigung. „Von Jahr zu Jahr wird es besser. Offensichtlich ist das Umweltbewusstsein gestiegen, weil der Müll in den Uferbereichen immer weniger geworden ist.“ Ein Dank galt der Marktgemeinde Waging am See, die die Brotzeit für die fleißigen Müllsammler gespendet hatte.

Caruso

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