Ansiedelung von Rossmann und Rewe in Waging?

Bürgerentscheid wohl fix: Wann wird abgestimmt?

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Waging - Das Bürgerbegehren gegen Rossmann und Rewe an der Ottinger Straße hat wohl genügend Unterschriften gesammelt: Wann wird der alles bestimmende Bürgerentscheid abgehalten?

600 Unterschriften brauchten die Initiatoren, 768 hat man schon gesammelt - wie die Südostbayerische Rundschau berichtet, ist die Hürde bereits übersprungen, damit es zum Bürgerentscheid in Waging kommen wird. Die Einwohner werden das letzte Wort haben, wenn es darum geht, ob sich Rossmann und Rewe an der Ottinger Straße ansiedeln sollen oder nicht. 

Wie geht es jetzt weiter?

Noch bis Montag werden weitere Unterschriften gesammelt, dann geht es zur Abgabe ins Rathaus. Die Gemeinde wird die Unterschriften auf Gültigkeit überprüfen und der Gemeinderat muss innerhalb eines Monats über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens abstimmen - eine Formalität. 

Der geplante Standort.

Nach der Feststellung der Zulässigkeit muss der Bürgerentscheid innerhalb von drei Monaten an einem Sonntag stattfinden. Natürlich hoffen die Initiatoren nicht, dass der Abstimmungstag in die Sommerferien fallen wird. Ein gut möglicher und idealer Termin aus der Sicht der Initiatoren wäre der Juli, vor Beginn der Ferien. 

Die Fakten zur Discounter-Ansiedlung

  • Standort: An der Ottinger Straße neben dem Baugeschäft Lamminger 
  • Fläche: Gut 10.000 Quadratmeter stehen den beiden Märkten zur Verfügung. Rewe erhält eine Verkaufsfläche von bis zu 1450 Quadratmeter, Rossmann von bis zu 800 Quadratmeter. Arbeitsplätze: Rewe rechnet mit 30 bis 35 Arbeitsplätzen in seiner Filiale, Rossmann mit zehn bis 15 - davon wohl viele Mini- und Teilzeitjobs. 
  • Parkplätze: Für die beiden Märkte werden 100 bis 110 Stellplätze gebaut. 
  • Nachfrage: In einer Marktanalyse sprachen sich 45 Prozent der Waginger für einen Drogeriemarkt aus, 54 Prozent sahen keinen Bedarf an neuen Märkte.

Es sind vor allem Größe und der geplante Standort von Rewe und Rossmann, die von den Initiatoren abgelehnt werden - und die möglichen Existenz-Gefahren für die Geschäfte im Waginger Ortskern. "Muss in Waging der gleiche Fehler gemacht werden, wie er andernorts schon vielfach gemacht wurde?", fragte Initiator Walter Wimmer. 

Mit einer Mehrheit von 12:7 Stimmen sprach sich der Waginger Gemeinderat im November für die Ansiedlung aus. Befürworter wie Bürgermeister Häusl hoffen, dass die Kaufkraft so in der Marktgemeinde gehalten werden kann und zum Einkaufen nicht auf andere Orte ausgewichen wird.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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