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Viele Fragen an das Gemeindeoberhaupt in Neukirchen

Straßen, Verkehr, Hochwasserschutz und Feuerwehrhaus im Mittelpunkt der Bürgerversammlung

Bürgerversammlung Neukirchen
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Bürgerversammlung in Neukirchen.

Bei der Bürgerversammlung im Festsaal Neukirchen hatten die Bürgerinnen und Bürger viele Fragen an den Bürgermeister. Es ging um Geh-, Rad- und Wanderwege, aber auch um Hochwasserschutz, Feuerwehrhaus, Turnhalle und einiges mehr. 

Neukirchen - Norbert Zollhauser war unzufrieden mit der vergleichsweise geringen Anzahl an Besuchern. Obwohl Neukirchen steigende Einwohnerzahlen habe, würden immer weniger Leute zu den Versammlungen kommen.

Informationen aus erster Hand, wie sie der Bürgermeister in seinem Rechenschaftsbericht gebracht habe, könnten durch online- oder Druckformat nicht ersetzt werden. Es wäre schade, wenn es irgendwann wegen geringer Beteiligung nur mehr eine Versammlung für die ganze Marktgemeinde gäbe und beispielsweise die Neukirchner nach Teisendorf oder umgekehrt fahren müssten.

Desweiteren wollte Zollhauser wissen, welche Vorteile die Gemeinde von dem interkommunalen Gewerbegebiet Amersberg habe. Da das Gebiet außerhalb besiedelter Fläche liegt und damit das Anbindegebot nicht erfüllt, konnte es nur als interkommunales Gewerbegebiet entwickelt werden, so Gasser. Teisendorf sei federführend bei der Flächenvergabe, an der Erschließung müssten sich alle Kommunen, die dort Flächen haben wollen, beteiligen. Zollhauser bat zudem die Tagesordnungen der Sitzungen des Gemeinderates und der Ausschüsse im Internet bekannt zu machen.

Der Radweg von Oberteisendorf nach Achthal, der in diesem Sommer fertiggestellt wurde, sorgt bei den Anwohnern für viel Unmut, so Hans Platzeck, der im Achthal wohnt.

Da es noch keine Beschilderung gibt, fahren viele Radfahrer nach Ende des Radweges auf dem engen Gehweg weiter. „Wenn unser Gehweg als Radfahrweg benutzt wird, werden wir ihn im Winter nicht mehr räumen!“ so Platzeck wörtlich. Bürgermeister Gasser sicherte zu, sich um das Problem zu kümmern. Er wisse, dass ein Beschilderungsplan beim Landratsamt zur Prüfung vorliege.

Als Maßnahme gegen die rasenden Autofahrer verlangte Platzeck im Achthal das Aufstellen eines Geschwindigkeitsbegrenzers. Auch hier sagte der Bürgemeister Hilfe zu. Platzeck monierte auch das Nichteinhalten der Mittagsruhe durch die Mitbürger und bat, in der Marktrundschau darauf hinzuweisen. Auch eine wiederholte Information gegen Trickbetrüger fände er wichtig.

Irmgard Bock bat, die Wanderwege besser instand zu halten und für die Verbindung von Dorfstraße und Sonnenstraße entlang der Teisendorfer Straße einen asphaltierten Gehweg anzulegen. Das sei bislang am Grunderwerb gescheitert, so der Bürgermeister. Um die Wanderwege werde man sich kümmern.

Um den Gehsteig vom Gasthof Alte Post bis zur Raiffeisenbank ging es Peter Langwieder. Er sei nicht abgeflacht worden und gegenüber der Fahrbahn so stark erhöht, dass es zu Unfällen kommen könnte.

Manuel Schallinger fragte nach, wann endlich die Straßenbeleuchtung im Neubaugebiet Oberwurzen installiert würde. Einen konkreten Zeirahmen konnte Gasser nicht nennen, versprach aber bei den auszuführenden Stellen nachzuhaken.

Andreas Schmid, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins beklagte zunehmenden Vandalismus an den bepflanzten Flächen und Trögen an der Schule und fragte nach, ob man über eine Bürgersolaranlage auf den Dächern der öffentlichen Gebäude in der Ortsmitte von Neukirchen nachdenke. Zunehmender Vandalismus betreffe leider die ganze Marktgemeinde, so der Rathauschef und verlangte eine „wachsame Öffentlichkeit“. Die Gemeinde würde alle Fälle anzeigen, diese kämen dann in den Polizeibericht, was auf die Täter abschreckende Wirkung habe. Bezüglich der PV-Anlage informierte er, dass derzeit alle Dächer öffentlicher Gebäude auf ihre Tauglichkeit für eine Solaranlage geprüft würden.

Zum Thema Energie aus erneuerbaren Quellen wollte Philipp Schader Details zu eventuellen Windrädern am Teisenberg wissen. Soweit sei man noch lange nicht, erwiderte Gasser. Es gehe im Moment erst darum, den Landkreis in der Regionalplanung nicht mehr als Ausschlussgebiet für Windenergie zu führen, so dass man überhaupt prüfen könne, ob Windräder am Teisenberg Sinn machen und wo die besten Standorte wären.

Das Thema der Versickerung von Oberflächenwasser interessierte Franz Brom, der im Badweg wohnt. Dort hat sich die Gefahr der Überschwemmung bei Starkregenereignissen mit den Neubaugebieten in Oberwurzen und der damit verbundenen Versiegelung noch verstärkt.

„Die Rohrleitung zum Sportplatz entlang der Autobahn ist total marode und muss erneuert werden“, so Brom. Der Verweis des Bürgermeisters auf das in Arbeit befindliche Sturzflutmanagement für die Marktgemeinde, das genau solche neuralgischen Punkte aufzeigen soll, hat Brom nicht richtig zufrieden gestellt. Man warte eigentlich schon viel zu lange, ohne einen Lösungsansatz seitens der Gemeinde zu sehen, meinte er.

Sturzfluten würden auch auf der Verbindung von Gut Sprung zur Kreisstraße dazu führen, dass Wiesen unter Wasser stehen und auch die Kreisstraße durch das Achthal überflutet wird, so Edgar Leber. Dies sei für den Verkehr nicht ungefährlich, weshalb hier Abhilfe dringend nötig sei.

Auch Norbert Schader kritisierte das Hochwassermanagement der Gemeinde und führte ein Beispiel an, wo eine Maßnahme dazu geführt hat, dass sich für die Anwohner die Überschwemmungsgefahr erhöht statt verringert hat. Schader wollte auch wissen, wann die Turnhalle Neukirchen saniert würde. Noch sei es nicht gelungen, die rechtliche Situation bezüglich Eigentumsverhältnissen eindeutig zu klären, so die Antwort von Gasser. Erst danach könne die Halle eventuell in den Besitz der Gemeinde übergehen. Für den Turnunterricht in der Halle habe man neue Geräte angeschafft, damit dieser reibungslos und unfallfrei abgewickelt werden kann.

Mit den Plänen zur Erweiterung des Feuerwehrhauses am jetzigen Standort zeigte sich Markus Faust total unzufrieden. Die schmale Straße, die zum Feuerwehrhaus führe vorbei an Schule, Kindergarten, Festsaal und Schwimmbad sei viel zu eng und ungeeignet für den Feuerwehrverkehr. Man sollte das Feuerwehrhaus auslagern in die Nähe der Autobahn.

Ein Feuerwehrhaus dürfe, so die Vorschriften, nicht auf die grüne Wiese gebaut werden, so die Antwort des Bürgermeisters. Zudem brauche man dazu eine Gewerbefläche. Auch den Schulhof kritisierte Faust. Er sei viel zu klein und jetzt stehe darauf auch noch ein Kindergartencontainer. Er forderte mehr Weitsicht bei solchen Planungen, damit man nicht immer mit Notlösungen hinterherlaufen muss. „Ich kann nicht alles neu bauen, es muss auch finanzierbar und leistbar sein“, so das Fazit des Bürgermeisters.

kon

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