„Obacht! Hier lebe ich!“

Kiesgrube gesperrt - Motocross-Fahrer müssen Gelbbauchunke weichen

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Wurden zum Schutz der Gelbbauchunke aktiv: Tyrlachings Bürgermeister Andreas Zepper (links) und Günter Polacek von der Unteren Naturschutzbehörde.

Tyrlaching - Naturschutz geht vor Freizeitvergnügen - das machte die Untere Naturschutzbehörde und die Gemeinde Tyrlaching jetzt deutlich. Sie sperrten die ehemalige Kiesgrube zwischen Tyrlaching und Oberbuch.

Das Gelände ist seit einiger Zeit ein beliebter Treffpunkt für Crossmotorradfahrer, die hier ihrem Hobby nachgehen. Jedoch hat sich an diesem Ort auch ein Bewohner niedergelassen, der in heimischen Gefilden mittlerweile selten geworden ist. Die Rede ist von Bombina variegata, der Gelbbauchunke. Diese streng geschützten Tiere nutzen die dort bestehenden Pfützen und Kleinstgewässer, um dort ihre Eier abzulegen

Der Lebensraum der Tiere wird zerstört

Durch die Nutzung der Kiesgrube durch den Motorsport wird dieser wichtige Lebensraum der Gelbbachunke immer stärker in Mitleidenschaft gezogen oder sogar zerstört. Landrat Erwin Schneider: „Die Gelbbauchunke ist auf der Roten Liste Deutschlands als „stark gefährdet“ und besonders in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sogar als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.“

Aus diesem Grund hat sich die Untere Naturschutzbehörde (UNB) am Landratsamt Altötting zusammen mit der Gemeinde Tyrlaching dazu entschlossen, die Nutzung des Areals mit Fahrzeugen aller Art ganzjährig zu untersagen. Nun wurde das offizielle Verbotsschild bei einem offiziellen Ortstermin mit Vertretern der UNB und Tyrlachings Bürgermeister Andreas Zepper aufgestellt. Die Kosten und das Aufstellen der Hinweistafeln hat die Gemeinde Tyrlaching übernommen.

Pressemitteilung Landratsamt Altötting

Quelle: innsalzach24.de

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