Uli Hoeneß bei den "Seedeifen"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Der Vorsitzende der "Seedeifen", Martin "Möff" kaiser mit Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

Truchtlaching - Da hat man einen FC Bayern-Fanclub und kriegt auch noch Besuch vom Präsidenten höchstpersönlich: In Truchtlaching herrschte majestätische Stimmung.

Lesen Sie hier den Originalbericht aus der Chiemgau-Zeitung:

"So muss ein Vorbild für uns alle sein"

Bei einem wahrlich meisterlichen Auftritt versprühte der frisch gebackene Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München, Uli Hoeneß, am Sonntagnachmittag drei Stunden lang Leidenschaft. Zu Besuch beim Fanclub „Seedeifen“ zeigte er sich vor rund 300 Besuchern im voll besetzten „Post“-Saal in Truchtlaching wortgewandt, humorvoll – und spendabel. Er sagte den „Seedeifen“ und dem SV Seeon-Seebruck sieben Dress-Garnituren zu.

Nicht nur für dieses Geschenk, sondern vor allem für seine Aussagen erntete Uli Hoeneß frenetischen Applaus. Nach den jüngsten sportlichen Erfolgen gab sich der "Mister FC Bayern" bestens gelaunt, unterhaltsam und kämpferisch. Frei nach dem Motto "30 Jahre Leidenschaft", das die "Seedeifen" mit den eigens gedruckten T-Shirts mit dem Uli-Hoeneß-Konterfei ausgegeben hatten, versprühte der Bayern-Präsident in Truchtlaching drei Stunden lang Leidenschaft - beim internen Kaffeekränzchen mit den Fanclub-Verantwortlichen, dann in der Frage-und-Antwort-Runde auf dem Podium und schließlich beim Autogrammeschreiben.

Kein Wunder, dass der Nikolaus (Bernd Schweiger) für Hoeneß voll des Lobes war "Streitbar? Ja. Aber unfair? Nein. So muss ein Vorbild für alle sein." Und den Stabwechsel im Präsidentenamt des Fußball-Rekordmeisters von Franz Beckenbauer zu Hoeneß bei der Jahreshauptversammlung kommentierte der heilige Mann wie folgt: "Bis zum 27. November war der Fanclub mit den Bayern gleich, denn bis da war es ein Kaiser-Reich." Kaiser heißt nämlich der Chef der Seedeifen, Martin "Möff" Kaiser. Und dieser ernannte Hoeneß sogleich zum Ehrenmitglied des insgesamt 430-köpfigen Fanclubs, beschenkte ihn mit einer Ballonfahrt über dem Chiemgau ("Hoffentlich hamS koa Flugangst so wia i") und entlockte ihm dann einige markige Sprüche.

Wobei der Höhepunkt natürlich die kleine Anekdote von der Anreise zur Weihnachtsfeier war. Hoeneß: "Da hat mich doch glatt einer mit der Lichthupe fast von der Autobahn geputzt. Ich denk mir: Was ist denn das für ein Irrer, der mich da überholt? Und dann war es der Schweinsteiger." Sein Mittelfeldstar hatte das Gaspedal seines Audi offenbar etwas fester durchgedrückt, immerhin musste "Schweini" ja etwa 20 Kilometer mehr bewältigen zu seinem Gastspiel in Inzell.

Der volksnahe Bayern-Macher bezeichnete es als lieb gewonnene Tradition des Vereins, alle Jahre wieder kurz vor Weihnachten die Spieler und Funktionäre zu den Fanclubs ausschwärmen zu lassen. "Denn es ist uns enorm wichtig, den Kontakt zur Basis zu pflegen, zu wissen, wo die Wurzeln des Vereins liegen", so der Präsident. Mittlerweile hat der FC Bayern München 2535 Fanclubs mit nicht weniger als 181688 Mitgliedern, die sich für diese Weihnachtsaktion bewerben konnten. Aus den rund 600 Bewerbungen, die in diesem Jahr eingegangen waren, wurden 29 Fanclubs mit prominenten Ehrengästen bedacht. Dabei hatte das Dreierpack Hoeneß/Schweinsteiger/Ribéry mit den Schauplätzen Truchtlaching, Inzell und Petting eher kurze Wege zu bewältigen, ebenso wie Karl-Heinz Rummenigge, der gestern dem aus Rollstuhlfahrern bestehenden Fanclub "Rollwagerl 93 eV" in München einen Besuch abstattete.

Die weiteste Strecke legte Co-Trainer Hermann Gerland zurück. Der "Tiger" fuhr gut 600 Kilometer zu den "Ruhrpott-Bazis" nach Bochum - das aber natürlich sehr gerne, weil es ja an seine alte Wirkungsstätte ging. Holger Badstuber reiste ins 450 Kilometer entfernte Gießen.

Die weiten Fahrtwege von über 300 Kilometern zu Fanclubs in Baden-Württemberg aufteilen durften sich die in Doppelpacks losgeschickten Breno und Baumjohann sowie Pranjic und Co-Trainer Jonker. Chefcoach van Gaal musste nur den Katzensprung in den Landkreis Weilheim-Schongau bewältigen.

 re/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Rupertiwinkel

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser