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Stadtrat verabschiedet Resolution wegen ABS38

„Anwohner werden das sicher nicht akzeptieren“: Tittmoning von Bahn schwer enttäuscht

Resolution ABS38 Tittmoning
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Erster Bürgermeister Andreas Bratzdrum (Mitte) präsentiert im Anschluss an die Stadtratssitzung die einstimmig verabschiedete Resolution gemeinsam mit seinen Stellvertretern Barbara Danninger (rechts) und Dirk Reichenau (links).

Vom Verhalten der Bahn beim zweigleisigen Ausbau Mühldorf-Freilassing ist man in Tittmoning immer mehr enttäuscht - der Stadtrat verabschiedete nun geschlossen eine Resolution: „Das Vertrauen in die DB Netz AG ist schwer beeinträchtigt.“

Tittmoning - Man stört sich an den Kosten in Millionenhöhe, die die Stadt mittragen muss, an der Informationspolitik der Bahn und an einer trennenden Lärmschutzwand in Wiesmühl: Der Tittmoninger Stadtrat verabschiedete am Dienstag (18. Januar) einstimmig eine Resolution zur geplanten Ausbaustrecke 38 (ABS38). Dass die Bahn die Strecke zwischen Tüßling und Freilassing bis 2030 zweigleisig ausbauen und elektrifizieren will, sei dabei nicht das Problem - es gehe nur um das Wie.

ABS38: Tittmoning verabschiedet Resolution

Bürgermeister Andreas Bratzdrum (CSU) erklärte einleitend, die letzten eineinhalb Jahre seien seitens der Stadt immer von dem Bemühen geprägt gewesen, mit der DB Netz AG verträgliche Lösungen für die Anlieger und für die Stadt Tittmoning in Bezug auf die Kreuzungsbauwerke und Lärmschutzmaßnahmen zu finden. Inzwischen sei aber der Punkt erreicht, sich an die Bundespolitik zu wenden. Das Vertrauen in die DB Netz AG sei inzwischen „schwer beeinträchtigt“.

Die Kommune dürften mit den Kosten für den Erhalt der bestehenden Kreuzungsbauwerke nicht allein gelassen werden. „Das Bundesverkehrsministerium ist Veranlasser der Ausbaumaßnahme und der Bund regelt mit dem Eisenbahnkreuzungsgesetz die Verteilung der finanziellen Lasten. Wir fordern daher von der Bundespolitik mit Nachdruck kommunal- und anliegerfreundliche Lösungen, analog zu denen, die bei Neubaustrecken zur Anwendung kommen“, so Bratzdrum. Schon vor etwa einem Jahr beklagte er drohende Kosten in Millionenhöhe, die auf die Stadt zukommen könnten. Mindestens 3,3 Millionen Euro stünden derzeit im Raum.

Lärmschutzwand in Wiesmühl werde von den Anwohnern „sicher nicht akzeptiert“

Auch zur geplanten Lärmschutzwand im Bereich des Bahnhofs Wiesmühl/Tittmoning, welche das Ortsbild schwer zu beeinträchtigen droht, werden Alternativvorschläge gefordert. „So wird das von den Anwohnern sicher nicht akzeptiert“, heißt es dazu in der Resolution. Außerdem verlangt die Resolution von der DB Netz AG konkrete, transparente Informationen über die langfristige Belegung der Bahnstrecke, einen konkreten Zeitplan und ernsthafte Informationsangebote für die Bevölkerung vor der weitergehenden Entwurfsplanung.

Die Brücke bei Mühlham gehört zu den betroffenen „Kreuzungsbauwerken“ im Stadtgebiet Tittmoning.

„Wir stehen hier ganz klar an der Seite unserer Bürgerinnen und Bürger und werden deren Interessen konsequent und verlässlich vertreten“, stellt der Bürgermeister klar und betont: „Die Bahn ist für dieses Projekt auf Unterstützung durch die Anliegergemeinden und auf Akzeptanz in der Bevölkerung angewiesen.“ Die Resolution wurde von allen Stadtratsmitgliedern unterschrieben und richtet sich an die Bundestagsabgeordneten Anton Hofreiter (Grüne), Peter Ramsauer (CSU), Bärbel Kofler (SPD) und Sandra Bubendorfer-Licht (FDP).

Die Strecke von Mühldorf nach Freilassing ist für die Zukunft der Bahn in Deutschland zentral: Hier wird der Hauptverkehr von München nach Salzburg fließen, einschließlich österreichischer Railjets, und nicht mehr über Rosenheim. Das Teilstück von Mühldorf bis Freilassing wird zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert„Ausbaustrecke 38“ (ABS38) heißt das Projekt im Jargon der Bahn, ein Teil der „Magistrale für Europa“ von Paris bis Budapest. Das Schienennetz soll für Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h ausgelegt sein

xe/Pressemitteilung Stadt Tittmoning

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