Bürgerversammlung in Tittmoning

Streit um Stadtplatz: 23 Blumenkübel vs. Parkplätze

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Die Bürgerversammlung im Braugasthof am Donnerstagabend.
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Tittmoning - Sie waren das alles bestimmende Thema in der Diskussion auf der Bürgerversammlung: 23 neue Blumenkübel am Stadtplatz - das scheinbar größte Problem für die Tittmoninger.

"Frechheit!", "Katastrophe!" schallte es Bürgermeister Konrad Schupfner am Donnerstagabend auf der Bürgerversammlung entgegen. Der Grund sind 23 Blumenkübel am Stadtplatz. Etwa einen halben Quadratmeter Platz brauchen sie jeweils und wurden von der Stadt vorige Woche aufgestellt. Aufgeräumter und schöner soll der Stadtplatz dadurch werden, der Stadtrat beschloss das mit breiter Mehrheit

Herrscht am Stadtplatz tatsächlich Parkplatzmangel?

Einer der 23 Blumentröge, die vorige Woche aufgestellt wurden. 

Wie die Diskussion zeigte, stören sich einige Tittmoninger nicht an den Blumentrögen per se, sondern vor allem daran, dass dadurch zehn bis 15 Parkplätze wegfallen: "Verschönern? Ja. Aber die Leute sollen ja auch noch einkaufen können", hieß es da zum Beispiel. "Was am Stadtplatz aufgestellt wurde ist eine Katastrophe. Die Parkmöglichkeiten vor den Ärzten sind blockiert", meinte ein anderer. Auch, dass Busse keine Rangiermöglichkeit mehr hätten, wurde moniert. 

"Ich bin schon enttäuscht, dass es hinsichtlich des Stadtplatzes anscheinend nur ums Parken geht", entgegnete der Bürgermeister. Die Frage sei schließlich auch, wie man den Stadtplatz nach außen hin präsentiere: "Auswärtige loben immer wieder unseren Stadtplatz, nur sei halt alles zugeparkt", berichtete Schupfner. Außerdem habe er nach wie vor nicht den Eindruck, dass man am Stadtplatz lange nach einem Parkplatz suchen müsse. Die Lenkungsgruppe zur Stadtplatzgestaltung wird sich am Montagabend erneut treffen und weiter über Blumenkübel und Co. beraten.

Brückner-Gelände und Seebad weitere Themen

Schupfner verwies bei den Diskussionen zum Stadtplatz immer wieder auf ein Treffen der Lenkungsgruppe am Montag.

Ein weiteres Thema: Die Zukunft des alten Brückner-Geländes. Fest steht, dass Wohnbebauung dort dominieren soll - doch die Verkehrsanbindung stellte sich schwieriger heraus, als gedacht. Die Ergebnisse eines klärenden Verkehrsgutachtens soll am 24. April im Bauausschuss vorgestellt werden. Dem Wunsch eines Bürgers nach einem Busbahnhof auf einem Teil des Brückner-Geländes werde man aber nicht entsprechen, so Schupfner: "So etwas braucht viel Fläche und dafür ist die Innenstadtlage einfach zu teuer."

Schupfner berichtete außerdem noch vom steigenden Bedarf an Mittags- und Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten. Jüngst wurde der Khuenburgsaal umgebaut, damit er vom Kindergarten als Schlafsaal genutzt werden kann. Auch die Sanierung des Seebades und den Breitbandausbau sprach Schupfner an, der wegen der Telekom nur langsam vorankomme. Bei der Abtenhamer Unfallkreuzung versprach das Landratsamt Nachbesserungen beim Sichtschutz.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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