15.000 Kilowattstunden statt erwartete 950

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Konnten zufrieden sein mit der Stromernte des Bürgersonnenkraftwerkes Mehring: Die beiden Geschäftsführer Edwin Hertlein und Wolfgang Uxa (von links nach rechts).

Teisendorf/Mehring - Das Bürgersonnenkraftwerk ist im vergangenen Jahr über sein Ziel hinausgeschossen: Mit so viel erzeugtem Strom hätten die Gesellschafter nicht gerechnet.

Das vergangene Jahr brachte eine "Rekordernte" beim Stromertrag. Wie Geschäftsführer Wolfgang Uxa bei der Gesellschafterversammlung in Rückstetten erläuterte, konnten im Jahr 2011 15.082,50 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Das entspricht einer Durchschnittsleistung pro installierter Kilowattstunde von 1.117,22 Kilowatt. Kalkuliert hatten die „Solarfreunde“ mit einer Durchschnittleistung von 950 Kilowattstunden. Die mit der umweltfreundlichen Stromerzeugung verbunden Einsparung an klimaschädlichem CO² betrug fast neun Tonnen. Angesichts des hervorragenden Ergebnisses gab es seitens der Gesellschafter naturgemäß keine Kritik an den beiden Geschäftsführern Wolfgang Uxa und Edwin Hertlein. Beide wurden einstimmig entlastet.

Edwin Hertlein ging nach der Vorstellung und Genehmigung des Rechenschaftsberichtes auf die aktuelle Debatte um die Kürzung der Solarstromförderung ein. Seiner Ansicht nach betreibe die aktuelle Bundesregierung eine chaotische Energiepolitik. Wer so brachial die Solarstromförderung zusammenstreichen wolle, wie das die aktuelle Bundesregierung vorhabe, gefährde nicht nur die Energiewende, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze in einer zukunftsfähigen Industrie. Die Stromerzeugung aus Fotovoltaik stehe kurz vor ihrer wirtschaftlichen Marktreife. Experten gingen davon aus, dass die Solarstromförderung in wenigen Jahren komplett wegfallen könne.

Angesichts dieser Aussicht nun bei der Solarstromförderung eine „Vollbremsung“ hinzulegen, sei ökologisch wie ökonomisch völlig unverantwortlich. In Bezug auf weitere Schritte zur Energiewende vertrat Hertlein die Ansicht, dass auf absehbare Zeit auch im Landkreis Berchtesgadener Land die Windenergie genutzt werden sollte. Auch hier würde er, ähnlich wie mit den Bürgersonnenkraftwerken in Teisendorf und an anderen Orten im Landkreis geschehen, ein Bürgerbeteiligungsmodell favorisieren.

Edwin Hertlein

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