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Besondere Kenntnisse für Haltung und Zucht erforderlich

Alpaka-Boom in der Region? So viele Tiere leben bei uns

Alpaka-Zahlen im Landkreis
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Andino und Cariño (links) leben in Neukirchen am Teisenberg. In der Umgebung der Nachbarlandkreise haben sie viele Artgenossen.

Alpakas verzaubern mit ihren großen Augen und ihrem Wuschelkopf und werden immer beliebter. Doch unter welchen Umständen dürfen Alpakas überhaupt gehalten werden? Welches Wissen wird für eine artgerechte Haltung benötigt und wie viele Tiere gibt es insgesamt bei uns?

Teisendorf/Landkreise - Andino und Cariño heißen die zwei Alpakas von Anna Schiel aus Neukirchen am Teisenberg. Schon immer war sie fasziniert von den aus den südamerikanischen Anden stammenden Tieren - und da ist sie nicht alleine: Im Landkreis Berchtesgadener Land gibt es derzeit 14 Betriebe, die sogenannte Neuweltkameliden halten: sechs mit Lama-Haltung und acht mit Alpaka-Haltung.

Grob geschätzt dürften im gesamten Berchtesgadener Land etwa 50 bis 90 Lamas und Alpakas leben. Aktuelle Tierzahlen liegen laut Alexandra Rothenbuchner, Pressesprecherin des Landratsamts Berchtesgadener Land, nicht vor, da Alpakas und Lamas nicht wie beispielsweise Rinder aktuell in einer Datenbank geführt werden müssen.

Im NachbarIandkreis Traunstein gibt es derzeit 31 Betriebe mit insgesamt 248 Alpakas und 5 Betriebe mit gesamt 30 Lamas, wie Laura Lockfisch vom Landratsamt Traunstein mitteilt.

Zahlen aus den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf und Altötting

Im Kreis Rosenheim haben laut Michael Fischer vom Landratsamt Rosenheim derzeit 23 Tierhalter mit insgesamt 104 gemeldeten Alpakas ihre Tierhaltung angezeigt.

Dem Landratsamt Mühldorf sind acht Alpakahaltungen mit 22 Tieren gemeldet und im Kreis Altötting gibt es 21 Alpakahalter mit geschätzt 124 Tieren. Vermutlich liege die Zahl Markus Huber, Landratsamtssprecher von Altötting, zufolge etwas höher, weil die Tierzahlen oft bei der ersten Anmeldung abgefragt werden und nachfolgende Bestandszuwächse dann nicht mehr gemeldet werden müssen.

Voraussetzungen für die Haltung von Neuweltkameliden

Jeder Tierhalter muss nach Paragraph 2 des Tierschutzgesetzes über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung der gehaltenen Tiere erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Zur Beurteilung, ob eine Tierhaltung als tiergerecht angesehen werden kann, kann das Gutachten über Neuweltkameliden im sozialen Einsatz herangezogen werden - dies gilt ebenso für private Alpakahaltungen außerhalb des sozialen Einsatzes.

Denn auch für die normale Haltung von Neuweltkameliden ist es dringend erforderlich, sich vorab die nötigen Kenntnisse zu Haltungsvoraussetzungen, Fütterung und Sozialverhalten anzueignen, da Alpakas keine einheimische Tierart ist, die regelmäßig in unseren Breiten gehalten wird. Auch für ausreichend Bewegungsmöglichkeiten muss gesorgt sein.

Anna Schiel und ihre beiden Alpakas Andino und Cariño

Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
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Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb
Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg
Anna Schiel und ihre Alpakas aus Neukirchen am Teisenberg.  © mb

Anmeldung bei Veterinär- und Landwirtschaftsamt

Die Haltungen von Neuweltkameliden wie Alpakas, Lamas und auch Vikunjas und Guanakos müssen beim Veterinäramt gemeldet und beim Amt für Landwirtschaft muss eine Betriebsnummer beantragt werden. Die Tierhalter bekommen die Vorgabe, ein Bestandsregister zu führen.

Zuchtbetriebe und Betriebe, die beispielsweise pädagogische „Lama-Wanderungen“ anbieten, benötigen zusätzlich eine Genehmigung nach Paragraph 11 des Tierschutzgesetzes, wofür eine entsprechende Sachkunde erforderlich ist. Für diesen Erwerb sind im Regelfall einschlägige Kurse notwendig. Eine ausführliche Beratung und Information gibt es auch bei den entsprechenden Verbänden wie dem Alpaka Zuchtverband Deutschland.

Wer darüber hinaus eine gewerbsmäßige Haltung anstrebt – sei es, weil die Alpakas im sozialen Einsatz genutzt werden sollen oder weil mit dem Verkauf von Tieren oder der Veranstaltung von Trekkingtouren regelmäßig Einkommen generiert werden soll – muss vor Aufnahme dieser Tätigkeit einen Sachkundenachweis ablegen und sich die Tätigkeit genehmigen lassen.

mb

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