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Eine politische Ära ging zu Ende

Politikgrößen der CSU in Teisendorf feierlich verabschiedet

Mitglieder der CSU Berchtesgadener Land
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Für die Ehrungen anwesend waren u.a. (v.l.n.r.) Landrat Bernhard Kern, Landtagspräsidentin und CSU-Bezirksvorsitzende Ilse Aigner, Bezirksrat Georg Wetzelsperger, Altlandrat Georg Grabner, Staatsministerin und CSU-Kreisvorsitzende Michaela Kaniber, Altbürgermeister Josef Flatscher, Altbürgermeister Hans Eschlberger, ehem. CSU-Kreisgeschäftsführerin Annemarie Neuhofer und Altbürgermeister Silvester Enzinger

CSU-Kreisvorsitzende Michaela Kaniber hielt eine Laudatio für die ehemaligen Bürgermeister Silvester Enzinger aus Anger, Hans Eschlberger aus Ainring und Josef Flatscher aus Freilassing sowie für den ehemaligen Landrat Georg Grabner.

Meldung im Wortlaut

Teisendorf - „Nirgends ist Politik greifbarer und transparenter als in der Kommunalpolitik. Nirgends wirken Veränderungen schneller und nirgends sind die Gestaltungsspielräume für den Einzelnen größer“, so die CSU-Kreisvorsitzende, Staatsministerin Michaela Kaniber, bei der Ehrung verdienter Kommunalpolitiker.

Den Rahmen bildete die CSU-Kreisversammlung in Teisendorf; das Wirken dreier langjähriger Bürgermeister und eines Landrats sei von großer Bedeutung für ihre Gemeinden und den Landkreis Berchtesgadener Land gewesen. 2020 endete die Amtszeit von Silvester Enzinger aus Anger, Hans Eschlberger aus Ainring, Sepp Flatscher aus Freilassing und die des ehemaligen Landrats Georg Grabner aus Teisendorf.

Mit der CSU-Kreisvertreterversammlung Ende September im Teisendorfer Poststall fand sich nach Monaten der digitalen Treffen nun ein würdiger Rahmen, die ehemaligen Mandatsträger offiziell im Kreise ihrer politischen Weggefährten zu verabschieden. 

„Eine kommunalpolitische Ära ist zu Ende gegangen“, begann Michaela Kaniber ihre Laudatio. „Die CSU ist dankbar und stolz, so herausragende Persönlichkeiten gestellt zu haben“, so die CSU-Kreisvorsitzende. „Sie haben ihre Gestaltungsspielräume hervorragend genutzt. In der Politik kann man etwas bewegen – wenn man will. Diesen Willen haben alle vier bewiesen.“

Silvester Enzinger, Anger

Am längsten der vier Geehrten war Silvester Enzinger im Amt. Von 1996 bis 2020 war er Bürgermeister der Gemeinde Anger. Die CSU-Kreisvorsitzende erinnerte an die schwierige Lage, in der sich die Gemeinde zu Beginn seiner 24-jährigen Amtszeit befand. Enzinger sei es schnell gelungen, die Finanzen in den Griff zu bekommen und die Grundversorgung im Ort sicherzustellen:

Als Bürgermeister holte er Ärzte in die Gemeinde, er sorgte für die Kinderbetreuung und Bauland für Einheimische: Er ermöglichte vier Baugebiete. Zahlreiche Gebäude lies Enzinger als Bürgermeister neu errichten oder sanieren – etwa die Schule in Aufham und die Kinderkrippe in Anger. Er trieb auch die Sanierung und Entwässerung der Straßen im Außen- und Innenbereich voran. 

Trotz aller Investitionen ist Anger schuldenfrei – gleichzeitig verfügt die Gemeinde über ein gutes Polster an Rücklagen – „alles Silvester Enzingers Verdienst“, lobte Kaniber. Der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern war ihm stets ein großes Anliegen. Er suchte das Gespräch mit Unternehmern und behielt die Belange der landwirtschaftlichen Betriebe im Auge.

Mit der Erlebnisregion Berchtesgadener Land habe er im Tourismus nachhaltig Impulse setzen können, so Kaniber. Ebenso im Kreistag: Enzinger war zwischen 2002 und 2020 Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion. „Lieber Vesti, deine ruhige, ausgeglichene und unaufgeregte Art sowie deine Verlässlichkeit und Bodenständigkeit zeichnen dich besonders aus.“ Dafür sei die Landkreismedaille in Gold, die ihm bereits verliehen wurde, ein verdienter Lohn. 

Hans Eschlberger, Ainring

Hans Eschlberger war 18 Jahre Bürgermeister in Ainring. Mit vielen Ideen, Gestaltungskraft und großem Elan habe er sich der Gemeinde gewidmet, so die Ministerin. Ein wesentlicher Aspekt seiner Arbeit war die kommunale Zusammenarbeit. So ist es ihm zu verdanken, dass die Gemeinde ihre Abwässer nach Salzburg leiten und die dortige Kläranlage mitnutzen kann.

Eschlberger habe sich stets dem nachhaltigen Wirtschaften verschrieben. „Der Hans ist das beste Beispiel dafür, dass das wahre Grün schwarz ist.“ Kaniber nannte das Biomasseheizkraftwerk, die Hochwasserschutzmaßnahmen und Eschlbergers Weitblick, was die Verminderung des Flächenverbrauchs angeht: Er sorgte dafür, dass die örtliche Feuerwehr im ehemaligen Supermarkt im Ortsteil Mitterfelden einziehen konnte.

Eschlberger trieb außerdem den Radwegebau voran und die Umgestaltung des Hammerauer Bahnhofes. Kulturelles lag ihm immer besonders am Herzen: Mit dem Ainringer Dorfkulturpark, dem Moorerlebnisweg mit Feldbahn und Aussichtsturm sowie dem Papst-Benedikt-Kreuzweg und dem Haus der Kultur hat er kulturelle Akzente gesetzt und Ainring dafür bekannt gemacht.  

Ainrings Kernhaushalt ist seit 2012 schuldenfrei. Die Gemeinde ist inzwischen eine der wirtschaftsstärksten im Berchtesgadener Land und verfügt über beste Infrastruktur – auch was Kinderbetreuungseinrichtungen angeht. Schmunzelnd fügte Michaela Kaniber in ihrer Laudatio hinzu: „Alle Bürgermeister wissen, dass Hans immer kooperativ war. Aber ein bisschen ‚Ainring first‘ hat er schon zum Ausdruck gebracht.“

Wenn es etwa um Gewerbeansiedlungen gegangen ist, habe er keinen Spaß verstanden, meinte die Kreisvorsitzende mit einem Augenzwinkern. „Der Hans hat immer drauf geschaut, dass Ainring Gewinner ist.“ Auch bei der Schaffung von Bauland für junge Menschen habe er Großes geleistet. „Du hast Politik für alle Generationen gemacht. Dein Ziel war es stets, dass auch die jungen Leute in Zukunft hier arbeiten und wohnen können. Die Bürgerinnen und Bürger in Ainring haben dir viel zu verdanken.“ 

Voriges Jahr verlieh die Gemeinde Hans Eschlberger in kleinem Kreis bereits den Ehrentitel Alt-Bürgermeister. „Mehr als verdient“, so die CSU-Kreisvorsitzende. „Du hast für dein Ainring gekämpft. Die Kommune steht spitzenmäßig da.“

Kaniber lobte auch Eschlbergers politisches Engagement auf Kreisebene, als Mitglied des Kreistags seit 2002. In seinen zwölf Jahren als Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages hat er die Gründung des Landschaftspflegeverbandes auf den Weg gebracht. „Die CSU dankt dir von ganzem Herzen: Für deine Leidenschaft, deinen Ehrgeiz, deine konstruktive, aber auch faire Art.“

Josef Flatscher, Freilassing

21 Jahre hat Josef Flatscher als Bürgermeister die Geschicke der Stadt Freilassing geführt. In diesen zwei Jahrzehnten hat sich Freilassing zu einem starken Industrie- und Handelsstandort entwickelt. Die Steuerkraft ist gestiegen, die Verschuldung gesunken. Flatscher sei immer klar und hart in der Sache gewesen, aber nie persönlich oder verletzend im Ton. Eine Strategie, die ihm vor allem bei Verhandlungen mit Salzburg geholfen hat – zum Beispiel bei der Debatte um den Fluglärm.

„Ehrlich gesagt: Das hätte ich nicht ausgehalten“, gab Kaniber zu. „Es ist dir zu verdanken, dass da keine verschärften Kriege geführt wurden.“ Flatscher sei es immer „ums Miteinander drent und herent“ gegangen: „Du hast mit Kampfgeist und Leidenschaft die Bürger Freilassings immer unterstützt, aber auch beschützt.“ 

„Seine“ Freilassinger profitierten auch während des Hochwassers von 2013 von Josef Flatschers Verhandlungsgeschick und Führungskraft. Die ganze Stadt hatte damals beim Aufräumen und Wiederaufbau geholfen. „Das muss man erst einmal schaffen: aus einer Krisensituation eine Solidaraktion zu machen. Dazu hast du die Menschen motiviert und ihnen Mut gegeben.“

Auch habe Flatscher alles darangesetzt, den Wiederaufbau des Badylons realisieren zu können. „Ich kann mich noch gut erinnern, als Innenminister Horst Seehofer in Waging war und du dich zu ihm hingesetzt hast.“ Flatscher habe ihm deutlich gesagt: „Horst, so geht es nicht. Wir brauchen Unterstützung, wir brauchen 100 Prozent Hilfe für unser Schwimmbad.“ Daraufhin habe Seehofer eingeschlagen. 

Eine unvergessliche Gemeinschaftsleistung unter Josef Flatscher hat Freilassing auch während der Flüchtlingswelle erbracht. Stadtrat, Landrat und die Einwohner der Stadt haben die Ausnahmesituation, in der sich zeitweise tausende Flüchtlinge in der Grenzstadt aufhielten, gemeinsam gemeistert. Und wieder habe Flatscher gezeigt, dass er stets Politik nah am Menschen gemacht hat.

„Wir reden immer über das C im Namen unserer Partei. Aber es gibt Politiker, die diese Christlichkeit für alle sichtbar leben. Denn Nächstenliebe ist nicht selbstverständlich.“ Flatscher gehöre zweifelsohne zu den Politikern in Bayern, denen das „näher am Menschen“ auf den Leib geschneidert ist.

Dass Flatscher nicht mehr im Amt ist, sei unendlich schade, so die Ministerin. „Wann immer du dein Wort erhoben hast, war es wohl überlegt, klar formuliert, es hatte einfach Gewicht.“ Umso mehr sei der CSU-Kreisverband stolz, einen Bürgermeister wie ihn gestellt zu haben.

„Eine Stadt wie Freilassing muss man führen können: die Bodenständigkeit mit dem Drang zur Kultur und Tradition einer alten Eisenbahnerstadt im Spannungsfeld mit der Weltoffenheit einer Kommune mit hohem Migrationsanteil.“ Die Kroaten würden Sepp Flatscher „den einzig wahren Bürgermeister“ nennen, so Kaniber. „Lieber Sepp, dich mag einfach ein jeder. Vergelts Gott für alles was du für uns getan hast.“

Georg Grabner, Teisendorf

Altlandrat Georg Grabner und CSU-Kreisvorsitzende Michaela Kaniber

Wie hält man eine Laudatio auf jemanden, der keine großen Worte mag, fragte sich die CSU-Kreischefin? „Lieber Schorsch, da musst du durch. Wir können heute nicht anders“, meinte sie schmunzelnd, als sie begann, die 18 Jahre dauernde Amtszeit von Georg Grabner zu beleuchten.

Als Landrat sei es dem Teisendorfer gelungen, dass das Berchtesgadener Land eine einzigartige Heimat geblieben ist. Er habe stets ein Gespür für die Menschen gehabt und wegen dieser Eigenschaft eine ganze Reihe wichtiger Projekte zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger umsetzen können. „Das war nur deshalb möglich, weil sich unser Altlandrat immer der Verantwortung für diese und die kommenden Generationen bewusst war.“

Miteinander statt gegeneinander sei stets Grabners Devise gewesen, so Kaniber. Bei den wirklich wichtigen Entscheidungen hätten deshalb immer alle Parteien im Kreistag an einem Strang gezogen. „Dazu braucht es viel Einfühlungsvermögen, Menschenkenntnis und Führungsstärke.“ 

Kaniber gratulierte Grabner zum Ehrenring in Gold, den der Landkreis ihm bereits verliehen hat. Eine seltene Auszeichnung, die nur Persönlichkeiten erhalten, die sich um das Wohl und Ansehen des Landkreises in besonderer Weise verdient gemacht haben. Bereits 2012 hat Georg Grabner den Ehrenring der TU München erhalten – für sein Engagement zur Gründung des Schülerforschungszentrums Berchtesgadener Land.

Kaniber zitierte aus der Laudatio des TU-Präsidenten: „Georg Grabner ist ein großartiger Landrat, der sich nicht nur auf die Schönheiten dieser gottgesegneten Landschaft verlässt, sondern der vor allem Wirtschaftskraft über neues Wissen erschaffen möchte.“ Grabner habe erkannt, dass der Landkreis nicht nur Tourismus kann, so Kaniber.

Das Thema Bildung sei ihm stets ein Herzensanliegen gewesen: In seiner Amtszeit wurde viel in Schulgebäude und Turnhallen investiert – wovon schon Generationen von Schülern profitierten. Schon als Landtagsabgeordneter zwischen 1990 und 2002 habe er ein starkes Interesse an der Forschungs- und Bildungspolitik gehabt, so Kaniber. „Und genau das hast du dann auch als Landrat weiterverfolgt. Dir ist es zu verdanken, dass unsere Region mittlerweile auch als Bildungs- und Wissensstandort hohe Reputation genießt und den Ehrentitel ‚Bildungsregion‘ tragen darf.“ 

Großes Engagement hat Grabner während seiner Amtszeit für die Betreuung und Förderung von Menschen mit Behinderung gezeigt – und auch für die Hospizarbeit: Mit seinem Zutun gründeten die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein gemeinsam mit der Stadt Rosenheim 2016 das Chiemseehospiz in Bernau.

Von Grabner könne man nur lernen, so Kaniber: Er sei ein Vorbild und Mahner. „Nicht umsonst sagt man: Den wahren Charakter eines Menschen erkennt man daran, wie er mit Schwächeren und Menschen mit Handicap umgeht.“ 

In seiner Zeit als Landrat musste Georg Grabner auch schlimme Katastrophen meistern: Die Hochwasser 2002, 2005 und 2013, zwei Waldbrände, die Schneekatastrophe 2019 und der tragische Einsturz der Eishalle 2006. „Du hast dich Tag und Nacht um alles gekümmert“, erinnerte Kaniber an seinen Einsatz während des Unglücks.

„Für dich standen immer die Angehörigen im Vordergrund. Da hast du mich mit deiner Menschlichkeit tief beeindruckt.“ Organisationstalent und die Fähigkeit zu raschem und sinnvollen Handeln, gepaart mit innerer Ruhe: Damit habe Grabner diese Krisen bewältigen können. 

Das galt auch für 2015, als von einem Tag auf den anderen so viele Flüchtlinge ins Berchtesgadener Land kamen. Grabner hat damals Hallen und Turnhallen bereitgestellt und wesentlich dazu beigetragen, dass die Migranten gut versorgt wurden – auch wenn es zu Spitzenzeiten in Freilassing bis zu 3000 Menschen täglich waren.

„Auch in dieser Zeit war dein enger Kontakt zu den Salzburger Nachbarn wichtig.“ Salzburg sei für Grabner immer ein Partner gewesen. „Du hast es gar nicht gemocht, wenn du das Gefühl hattest, ‚Juniorpartner‘ der Salzburger zu sein“, erinnerte sich Kaniber und erntete dafür einige Lacher unter den Anwesenden.  

Eine der schwierigsten Aufgaben Grabners war die Reform der Kreiskliniken. Frühzeitig habe er erkannt, dass die alte Struktur nicht mehr zukunftsfähig war. „Du hast dich für ein neues Konzept eingesetzt und auch deshalb ist 2009 die Fusion der Kreisklinken BGL und Traunstein gelungen.“

Ein Glücksfall, der ohne Grabner keinesfalls möglich gewesen wäre, stellte Kaniber klar. „Wir haben seitdem eine hervorragende Gesundheitsversorgung und die Kliniken sind auch wirtschaftlich gesund.“ Auch die Einrichtung der „Gesundheitsregion Berchtesgadener Land“ war Grabners Erfolg.

„Die positive wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises in den vergangen 20 Jahren fand auch deshalb statt, weil die Firmen wussten, dass du als Landrat hinter ihnen stehst.“ Mit der Erstellung des Wirtschaftsleitbildes und der Gründung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft habe Grabner wichtige Weichen gestellt. „In der Ära Grabner war das Berchtesgadener Land ein wirtschaftsfreundlicher Landkreis – und ist es bis heute geblieben“, immer unter der Prämisse, dass Ökologie und Ökonomie im Einklang sein müssen.

Damit habe Grabner wichtige Impulse gesetzt, so Kaniber: Etwa für das UNESCO Biosphärenreservat, bei der energetischen Sanierung fast aller landkreiseigener Gebäude und beim Klimaschutz-Konzept des Landkreises – wofür ihm der Bayerische Energiepreis verliehen wurde.

Grabners Einsatz für „seinen“ Bob- und Schlittenverband habe sich fantastisch auf die Eisbahn am Königssee ausgewirkt. „Wärst du nicht gewesen, wären die Modernisierungsmaßnahmen am Königssee vielleicht nie gekommen – dann hätten auch die zahlreichen Weltmeisterschaften nie stattfinden können.“ Auch für diese positive Werbung für den Landkreis dankte ihm Kaniber. 

„Wer hart arbeitet, darf auch mal feiern. Das hast du immer gern getan und du warst stets ein lustiger, charmanter und auch perfektionistischer Gastgeber. Und jetzt feiern wir dich: Vergelts Gott lieber Schorsch, für alles was du für den Landkreis getan hast. Wir sind stolz und dankbar, dass wir einen Landrat mit Kompetenz, Weitblick, Tiefgang und Bedachtheit, einer enormen Leidenschaft, aber vor allem mit Humor, Geradlinigkeit und Herz stellen durften.“ Grabners Motto werde sich die CSU im Landkreis Berchtesgadener Land zum Vorbild nehmen: „Nicht nur verwalten, sondern gestalten.“  

Annemarie Neuhofer & Manfred Weißenberger

Mit der Kreisdelegiertenversammlung fand sich auch endlich ein würdiger Rahmen, um die langjährige Kreisgeschäftsführerin der CSU zu verabschieden. Annemarie Neuhofer war 15 Jahre und zwei Monate „die Säule im Kreisverband“, so Kaniber. Dabei habe die Freilassingerin einen engen Kontakt zu Mandatsträgern, Mitgliedern und Ortsverbänden gepflegt, für den Kaniber ihr besonders dankte.

„Du warst immer kompetent, immer offen und vor allem ganz, ganz herzlich.“ In ihrer Zeit als Kreisgeschäftsführerin habe sie hunderte von Veranstaltungen und auch die beliebten CSU-Reisen organisiert. Kaniber nutzte die Gelegenheit außerdem, um Manfred Weißenberger, dem langjährigen Kassenprüfer des Kreisverbandes ein Geschenk zu überreichen: Den Teisendorfer ehrte Kaniber für die 50-jährige Mitgliedschaft im außen- und sicherheitspolitischen Arbeitskreis der CSU (ASP).

Pressemitteilung der CSU Berchtesgadener Land

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