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Pläne zum Schulneubau werden konkreter

Gemeinderat Teisendorf fasst Beschluss: An diesem Standort soll die neue Grundschule in Weildorf stehen

Der Altbau der Schule in Weildorf
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Die Schule in Weildorf soll abgerissen und durch einen neubau ersetzt werden.

In Weildorf wurde darüber diskutiert wie das neue Gebäude der Grundschule positioniert werden soll. Sowohl der Gemeinderat als auch Direktorin Michaela Märzendorfer haben ihre Meinungen geäußert:

Teisendorf - Dass das Schulhaus in Weildorf neu gebaut und nicht nur saniert werden soll, hat der Gemeinderat bereits im März 2020 in einer nichtöffentlichen Sitzung einstimmig beschlossen. Jetzt wurde über den Standort des neu zu errichtenden Gebäudes entschieden. Der Planer hatte dazu drei Varianten ausgearbeitet. Der Gemeinderat hat sich dafür entschieden den Neubau gegenüber dem jetzigen Bestand nur leicht Richtung Schulstrasse zu verschieben und nach Nordwesten zu drehen (Varinte 1). 

Zukunftsorientierung ist wichtig

Dem Gemeinderat sei es wichtig, den Schulstandort Weildorf zu erhalten, so Bürgermeister Thomas Gasser. Das Schulhaus sei inzwischen in die Jahre gekommen. Man sei nach Abwägung der Möglichkeiten zur Erneuerung und mehreren Besichtigungen vor Ort mit Gemeinderatsmitgliedern, Planer und Mitarbeitern des Bauamtes zu dem Schluss gekommen, dass nur ein Neubau zukunftsorientiert und sinnvoll sei. Jetzt wolle man entscheiden, wo der Neubau platziert werden soll. 

Bastian Fritsche vom beauftragten Planungsbüro Planquadrat Fritsche hat dazu nochmal den groben Raumplan sowie die Varianten für eine mögliche Positionierung vorgestellt. Nach dem Wunsch der Gemeinderäte soll beim Neubau auch auf die Schaffung von Parkplätzen geachtet werden, da die Parkplatzsituation in der Nähe von Schule, Kindergarten und Kirche sehr beengt ist. Auch soll in den dahinter gelegenen Spielplatz und Pausenhof möglichst nicht eingegriffen werden.

So soll das Gebäude aufgebaut sein

Geplant ist ein Gebäude mit Erdgeschoss und Obergeschoss. Durch die Hanglage kann auch das Untergeschoss für einen Aufenthaltsraum gut genutzt werden. Im Erdgeschoß und Obergeschoss sind jeweils zwei Klassenräume vorgesehen, davon je einer mit einer faltbaren Wand, so dass er bei Bedarf erweitert werden kann.

Dazu kommen noch weitere Räumlichkeiten wie Lehrerzimmer, Kopierraum, sanitäre Anlagen. Das Gebäude wird barrierefrei mit einem Aufzug gestaltet. Lüftungsanlagen werden eingebaut. Das Raumprogramm trägt der Tatsache Rücksicht, dass ab 2026 bei Grundschulgebäuden Nachmittagsbetreuung bereitgestellt werden muss. 

Das neue Gebäude (rot) soll nur leicht gegenüber dem jetzigen Bestand (gelb) verschoben werden.

Es gab drei mögliche Varianten

Zur Positionierung des Gebäudes wurden drei Varianten vorgestellt. Bei Variante eins soll das Gebäude nur leicht gegenüber dem jetzigen Bau verschoben und nach Nordwesten gedreht werden. Zusätzlicher Parkraum würde nicht entstehen.

Bei der zweiten Variante würde das Gebäude stärker in Richtung Spielplatz verschoben. Damit könnten zwar bis zu zwölf weitere Parkplätze am Kirchweg geschaffen werden, es wäre aber ein Eingriff in den Spielplatz notwendig und die Zufahrt zum Platz müsste von der Schulstrasse zum Kindergarten verlegt werden.

Bei der dritten Variante würde das Schulgebäude stark nach vorne gerückt, fast bis zur Schulstrasse. So könnten hinter dem Gebäude bis zu elf weitere Parkplätze entstehen. Diese Variante würde aber einen stärkeren Eingriff in das Gelände bedeuten und wäre damit auch teurer, als die erste. Der Planer wies darauf hin, das die Schaffung neuer Parkplätze auch erhebliche Kosten verursachen würde, die nicht gefördert werden.  

Die Fördermöglichkeiten

Bezüglich der Fördermöglichkeiten informierte der Planer, dass mit einer Förderung von gut 50 Prozent für den Neubau gerechnet werden könne. Dies würde nach aktuellem Stand circa 1,3 Millionen bedeuten. Ob und in welcher Höhe noch weitere Fördermittel aus dem Topf zum Ausbau der Ganztagsbetreuung oder von der KWF für die Heizung erwartet werden können, ist noch unklar. 

In der anschließenden Diskussion haben sich die meisten Gemeinderatsmitglieder für die erste Variante ausgesprochen. Parkplätze seien ohne Zweifel wichtig, aber man müsse das Hauptaugenmerk nicht auf Parkplätze sondern auf den Schulbau richten, so Gemeinderat Alois Stadler (CSU), der die Schule aus eigener Erfahrung, als ehemaliger Schüler und jetzt Vater schulpflichtiger Kinder, gut kennt.

Der Spielplatz und Pausenhof soll erhalten bleiben.

Wichtig sei auch, dass der Spielplatz nicht betroffen ist und das derzeitige Nebengebäude zur Unterbringung von Fahrrädern und ähnlichem auch wiedererichtet wird. Der Meinung von Stadler schlossen sich auch die Gemeinderäte Gernot Daxer, Andreas Neumeier, Georg Wetzelsperger und Markus Putzhammer (alle CSU) an. Vor allem die höheren Kosten und die notwendigen massiven Eingriffe ins Gelände führten, trotz des Parkplatzproblems, bei ihnen zum Ausschluss der dritten Variante.

Putzhammer forderte zudem, dass bei der Klassengröße keine Abstriche gemacht werden dürften. Gemeinderätin Anita Niederstrasser (FWG), eine Weildorferin, wies nochmal auf die Parkplatznot in Weildorf hin und bevorzugte deshalb die dritte Variante, weil damit weitere Parkplätze geschaffen würden.

Doch Sanierung statt Neubau?

Obwohl der Beschluss für einen Neubau nicht Thema war, plädierte Gemeinderätin Ute Hogger, ebenfalls aus Weildorf, für eine Sanierung des bestehenden Gebäudes. Viele Weildorfer würden dies bevorzugen, auch weil sie viele Erinnerungen mit diesem Gebäude verbinden würden. Dem wurde in allen weiteren Wortmeldungen widersprochen. Die Meinung war eindeutig. Ein zukunftsfähiger Standort könne nur mit einem Neubau geschaffen werden, fasste Gemeinderat Georg Quentin (SPD) sie zusammen.  

„Die Kinder brauchen Luft“

Nach Zustimmung des Gemeinderates ergriff auch die als Gast anwesende Rektorin der Grundschule Teisendorf-Weildorf, Michaela Märzendorfer, das Wort. Sie begrüßte die Entscheidung zum Neubau als einzig sinnvolle Variante und bat die jetzige Klassengröße zu erhalten. „Die Kinder brauchen Luft“, so Märzendorfer, und wies darauf hin, dass die Teilungsgröße in Grundschulen inzwischen bei 28 Schülern liege. 

Das Planungsbüro wird jetzt die Planungen konkretisieren, ausgehend von der beschlossenen Variante zur Positionierung des Neubaus. Planer und Gemeindeverwaltung wurden zudem beauftragt alle Fördermöglichkeiten weiter auszuloten. 

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