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Franz Aschauer übernimmt nach Elisabeth Plener

„Mutter der Tafeln“: Begründerin der Teisendorfer Tafel übergibt Leitung nach 15 Jahren

Tafel Teisendorf Franz Aschauer Bürgermeister Thomas Gasser Liesi Plener
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Sie hat die Idee der Teisendorfer Tafel initiiert und 15 Jahre lang unterstützt - jetzt übergibt Liesi Plener die Leitung an Franz Aschauer (r.).

Nach 15 Jahren übergibt Liesi Plener die Leitung der Teisendorfer Tafel, die sie mit aufgebaut hat und bei der sie seit dann bis jetzt fast jeden Samstag im Einsatz war, an Franz Aschauer. Der Abschied ist ihr nicht leicht gefallen, aber sie weiß ihr Werk in guten Händen. 

Teisendorf - „Eine Tafel ohne Liesi ist schwer vorzustellen. Es fehlen die Worte, um den Dank auszudrücken, den Du verdient hast“ wendete sich ihr Nachfolger Franz Aschauer an die Frau, die man ohne Bedenken als die Begründerin der Teisendorfer Tafel sehen kann.

Denn die Idee zur Einrichtung wurde im März 2007 geboren, bei einem Gespräch zwischen ihr und Maria Thanbichler vom Sozialamt der Gemeinde. Dabei stellte sich heraus, dass es in der Gemeinde Bedürftige gibt, für die eine Tafel eine große Hilfe sein könnte. Und weil Plener eine Frau der Tat ist, ging sie mit der Idee gleich zu Kathi Kraller von der Örtlichen Rot- Kreuz-Bereitschaft.

Liese Plener übergibt Leitung der Teisendorfer Tafel

Beide kamen überein, dass ein Träger für die Tafel gefunden werden müsse. Bei dem damaligen Pfarrer Karl Ellmann stieß Plener mit ihrem Anliegen auf offene Ohren. Die Pfarrkirchenstiftung übernahm die Trägerschaft und die finanzielle Abwicklung. Mit ins Boot geholt wurden dann noch die Pfarrcaritas und das Caritas Zentrum Bad Reichenhall.

Ab dann begann die eigentlich Arbeit für Plener: Telefonate, Gedanken, Sorgen, Organisation, Waren abholen, Waren verteilen, ja sogar zu Berechtigten nach Hause bringen und vieles mehr. Auch die Entsorgung lastete auf Pleners Schultern. Eigentlich wollte sie schon voriges Jahr zu Weihnachten aufhören, weil sie das ihrem Mann Peter versprochen hatte, der sich schon auf ein warmes Mittagessen auch am Samstag freute. Dann aber verstarb ihr Mann plötzlich und um die Trauer besser überwinden zu können, machte Liesi erstmal weiter. Bis jetzt für sie endgültig Schluss ist. 

Als Anerkennung für ihre Dienste wurde sie zum Ehrenmitglied der Tafel Teisendorf ernannt. Dazu überreichte ihr Franz Aschauer die entsprechende Urkunde. „Dein Zeitkonto für die Hilfe am Nächsten weist ein dickes Plus auf und bringt täglich Zinsen“, so Bürgermeister Thomas Gasser in seinem Dank an die scheidende Leiterin der Tafel. Das Recht, jetzt kürzer zu treten, habe Sie sich redlich verdient. Sie hinterlasse eine gut aufgestellte Einrichtung, um die sie sich keine Sorgen machen müsse.

Als kleines Dankeschön überreichte er Plener ein „Kaminbier“, das die Gemeinde für besondere Anlässe in limitierter Menge bei der Brauerei Wieninger hat brauen lassen. Auch Georg Gschwendtner, 2. Vorsitzender der Tafel Bad Reichenhall hatte für seine Mitstreiterin in gemeinsamer Sache eine Überraschung parat, verbunden mit dem tiefen Dank der Tafeln aus Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing und Laufen für die stets gute Zusammenarbeit.

Gemeinsam haben die fünf Tafeln im Landkreis zusammengelegt und Plener einen Gutschein für einen Kuraufenthalt geschenkt. Zudem wurde sie von ihnen zur „Mutter der Tafeln“ ernannt. Sichtlich gerührt bedankte sich Plener  bei allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern.  „Machts weiter so“, genügte um das zu sagen, was ihr besonders wichtig ist. 

Ihr Nachfolger Franz Aschauer, Pensionist und ehemaliger Mitarbeiter bei der Telekom, ist ebenfalls Gründungsmitglied der Teisendorfer Tafel und war bisher zweiter Ansprechpartner. Seine Aufgaben lagen hauptsächlich im organisatorischen Bereich. Computer- und Schriftarbeiten, Kommunikation nach Aussen, Erstellung von Dienstplänen. Auch beim Abholen von Waren half er gerne mit. Da die Zusammenarbeit zwischen ihm und Liesi Plener immer sehr eng war und sie Entscheidungen gemeinsam getroffen haben, wird der  Stabwechsel bei der Tafel recht geräuschlos verlaufen und für Mitarbeiter und Berechtigte kaum spürbar sein. 

kon

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