Große Spendenbereitschaft im Rupertiwinkel

Junge Leute sammeln fleißig für die Balkanhilfe

Junge Leute sammeln fleißig für die Balkanhilfe
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Die Spenden sind in Schachteln verpackt bereit zum Verladen.

Teisendorf - Am Samstagvormittag wurde es zeitweise eng in der Poststrasse vor dem Pfarrheim. Vor der Garage standen gepackte Bananenschachteln, die fleißige Helfer in den gegenüber geparkten Pkw luden.

Ein Anhänger, voll beladen mit weiteren Schachteln wartete darauf, dass seine Fracht umgeladen wird. Laufend brachten Menschen Sachspenden vorbei, die die jungen Helfer gerne entgegennahmen. Auch eine Frau aus Waging hat die Gelegenheit genutzt, auf der Durchfahrt ihre Spende hier abzugeben.


Manches wurde in der Garage noch in für den Transport leicht stapelbare Bananenschachteln umgepackt. Die Helferinnen und Helfer Steffi Eder, Alois Thannbichler, Johannes Bartl, Philipp Schmid, Katja und Claudia Unterreiner, Sabrina Mooser, Jonas Eckel, sowie Christoph und Miriam Konrad hatten alle Hände voll zu tun, denn am frühen Nachmittag sollten die Spenden zur zentralen Sammelstelle in Kienberg gefahren werden.

Von dort werden sie zu sieben Caritasstationen in Kosovo, Albanien, Montenegro, Bosnien und Kroatien transportiert, um vor Ort an viele Arme, Bedürftige, Behinderte direkt verteilt oder an soziale Brennpunkte, wie Waisenheime, Alteneinrichtungen und Kindergärten weitergeleitet zu werden.


Angesichts der großen Armut vieler Menschen in dieses Regionen sind Grundnahrungsmittel wie Speiseöl, Zucker, Milchpulver, Babynahrung, Reis und Nudeln besonders begehrt. Lebensmittelpakete werden deshalb bevorzugt verbracht.

„Angesichts der derzeitigen Corona-Pandemie hat sich die Armut in den Balkanländern weiter verschärft. Die Arbeitslosigkeit ist deutlich gestiegen, der Tourismus bleibt komplett aus“, erklärt Alois Thannbichler den Menschen, die ihre Spenden an Lebensmitteln, Spielsachen, Kleidung, Decken und anderen Bedarfsmitteln vorbeibringen. Und die auch gerne bereit sind, einen finanziellen Beitrag zum Transport oder für die Hilfe als solche zu erbringen.

Auch die Folgen des schweren Erdbebens in Albanien vom November 2019 sind noch nicht überwunden, weiß Thannbichler, der zusammen mit Steffi Eder die Aktion vor Ort koordiniert.

Wie immer war die Spendenbereitschaft der Teisendorfer groß. Mehrere hundert Bananenschachteln konnten die jungen Helferinnen und Helfer vorbereiten und in Lkws verladen. Wie in den Vorjahren hatten Teisendorfer Betriebe ihre Dienst-Lkw unentgeltlich für den Transport bis zum Zentrallager in Kienberg zur Verfügung gestellt. Das hat die Arbeit der jungen Helfer deutlich einfacher gemacht und war ihnen eine große Hilfe.

Einen großen Beitrag haben wieder mal die Schüler der Franz-von-Agliardis Grund- und Mittelschule Teisendorf erbracht. Auf Initiative ihrer Lehrkräfte – allen voran Christoph Konrad – hatten sie in den Tagen zuvor eigens für die Ärmsten der Armen gesammelte persönliche Gegenstände und Kleidungsstücke, dazu eine Vielzahl von Lebensmitteln und Hygieneartikeln zur Schule gebracht und in mühevoller Arbeit in über hundert Bananenkisten verpackt. Auch der Katholische Frauenbund hat Kleidung aus dem von ihm betriebenen Gebrauchtkleidermarkt im Pfarrheim gespendet.

Wer noch gerne helfen möchte kann seine Geldspende an die Pfarrkirchenstiftung Obing bei der Raifeisenbank Chiemgau Nord; IBAN: DE 19 7016 9165 0001 8492 98, BIC GENODEF1SBC entrichten.

kon

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