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Erst gezupft, dann eingebraut

Nach drei Jahren endlich wieder: Hopfenzupferfest Teisendorf 2022

Einfüllen: Marianna Baumgartner und Sven Lohmann füllten den Hopfen in Säcke, um ihn zum Sudkessel zu tragen
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Einfüllen: Marianna Baumgartner und Sven Lohmann füllten den Hopfen in Säcke, um ihn zum Sudkessel zu tragen.

Wenn Anfang September die Dolden des Hopfens im Teisendorfer Hopfengarten reif sind, freut sich die Marktgemeinde Teisendorf auf das große Hopfenzupferfest auf dem Gelände der Brauerei Wieninger.

Teisendorf – Die letzten beiden Jahre konnte das Fest leider nicht stattfinden. Jetzt aber war es wieder soweit und trotz des regnerischen Wetters waren viele Besucher gekommen, um dem Spektakel des Hopfenzupfens zuzusehen und bei süffigem Bier, gutem Essen, zünftiger Musik und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm bis in die späten Abendstunden zu feiern. Zwischendrin hatte Petrus sogar ein Einsehen und ließ die Sonne immer wieder kurz durchblicken. 

Die von Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins im Hopfengarten abgeernteten Reben mit den Dolden waren schon am Vormittag auf das Festgelände bei der Brauerei Wieninger gebracht worden und warteten jetzt auf einem großen Anhänger darauf, per Hand abgezupft zu werden. In diesem Jahr waren mehrere Hütten aus Karlstein, Marzoll, Ainring und Anger zum Zupfen eingeladen worden.

Aber natürlich durfte auch sonst jeder mitmachen, dem das Zupfen Spaß machte. So einfach war es dann aber gar nicht, die 30 Kilogramm Dolden, die für die 80 Hektoliter Hoamat-Weißbier gebraucht werden, zusammenzubekommen. Früher war das Hopfenzupfen reine Handarbeit gewesen, mühsam und nicht unbedingt gut bezahlt. Bis ein sogenannter „Metzen“ – ein 60-Liter-Maß – voll war, brauchte eine fleißige und geschickte Zupferin, ein bis eineinhalb Stunden.

Erst gezupft, dann eingebraut

Die Teisendorfer Zupfer hatten in gut zwei Stunden rund sechs Körbe voll, etwas mehr als für das Einbrauen des Hoamatbiers notwendig war.  Der Hopfen aus dem Teisendorfer Hopfengarten wird von der Brauerei Wieninger in frischem Zustand als Zutat für das „Hoamat Weißbier“ verwendet. Braumeister Bernhard Löw und Brauerin Marianna Baumgartner brachten die Dolden gleich nach dem Abzupfen zum Sudkessel, wo sie unter den Blicken vieler Zuschauer eingebraut, das heißt dem bereits kochenden Sud zugegeben wurden. Der Sud war schon am Vormittag angesetzt worden. Das Malz stammte von dem Laufener Landweizen und der Sommergerste Sorte „Steffi“, geerntet bei Anger. Ab Mitte Oktober wird dann das Hoamat-Weißbier, überwiegend aus heimischen Produkten zubereitet, erhältlich sein. 

Zuerst aber begrüßte Bräu Christian Wieninger alle Gäste und freute sich, dass nach zwei Jahren Unterbrechung die Tradition des Hopfenzupferfestes auf dem Brauereigelände wieder fortgesetzt werden konnte. Er bedankte sich bei den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins für die Pflege des Teisendorfer Hopfengartens das ganze Jahr über. In diesem Jahr sei der Hopfen wieder besonders gut geraten, man habe so ein qualitativ hochwertige heimische Zutat für das besondere „Hoamatbier“.  

Rahmenprogramm bot mehrere Überraschungen

Das Rahmenporgramm bot mehrere Überraschungen. Erstmals traten beim Hopfenzupferfest die Kinder des Teisendorfer Trachtenvereins „D’Raschenberger“ auf und zeigten mehrere Tänze. Begleitet wurden sie von Seppi Klinger auf der Ziach. Der Applaus der vielen Zuschauer für die gelungenen Darbietungen war ihnen gewiss. Auch Kasperle hatte zum ersten Mal das Fest besucht und mit zwei Theateraufführungen die jüngsten Besucher verzaubert. Der magische Anziehungspunkt für die Kinder war aber auch diesmal die große Hüpfburg, auf der die Kinder sich austobten. Eltern, Omas oder Opas hatten ihre liebe Not, die Kinder zum Aufhören zu bewegen, trotz totaler Übermüdung. 

Wer im Brauerei-Ladl einkaufen oder auch nur schmökern wollte, konnte das den ganzen Nachmittag über tun, denn der Laden war während des gesamten Festes geöffnet. Für alle, die die Abläufe in einer Brauerei näher kennenlernen wollten, wurden kostenlose Brauereiführung angeboten. Für das leibliche Wohl der vielen Gäste sorgte der Festzeltbetrieb Hell aus Freilassing. Das frisch gezapfte Bier passte bestens zu den angebotenen Grillspezialitäten. Wer es lieber süß wollte, konnte bei den Bäuerinnen aus dem Berchtesgadener Land eine große Auswahl an traditionellen Kuchen, mit oder ohne Kaffee genießen. Der Renner waren die Bovesen, die vor Ort frisch gebacken wurden und noch warm auf die Teller kamen. Für gute Stimmung während des Hopfenzupfens und auch danach sorgte die Musikapelle Kellerblech aus Freilassing, ein Stammgast bei dem Teisendorfer Hopfenzupferfest.  So wurde das Hopfenzupferfest in diesem Jahr wieder zu einer runden Sache. 

kon

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