Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Am 18. Juni in Teisendorf

Große Trauergemeinde erweist Altlandrat Martin Seidl die letzte Ehre 

Die Kreisvorsitzende der CSU, Staatsministerin Michaela Kaniber hielt eine berührende Rede. In der Mitte der Kranz des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder
+
Die Kreisvorsitzende der CSU, Staatsministerin Michaela Kaniber hielt eine berührende Rede. In der Mitte der Kranz des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder

Der Landkreis Berchtesgadener Land und die Gemeinde Teisendorf haben am Freitag, den 18. Juni Abschied genommen von Altlandrat Martin Seidl, der im Alter von 87 Jahren nach längerer Krankheit verstorben ist.

Teisendorf - Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und in Anwesenheit zahlreicher Trauergäste  und Weggefährten aus Kommunalpolitik, Politik und Gesellschaft wurde Martin Seidl zu Grabe getragen. Seine letzte Ruhestätte fand er im Familiengrab auf dem Friedhof seiner Heimatgemeinde Teisendorf.

Die Trauerfeierlichkeiten hielt Pfarrer Horst Kress, ein langjähriger Freund und geistlicher Begleiter des Verstorbenen gemeinsam mit Kreisdekan Monsignore Dr. Thomas Frauenlob. Den würdigen musikalischen Rahmen gab eine Abordnung der Musikkapelle Teisendorf mit Stücken aus der Schubert-Messe und berührenden Grabliedern. Viele Teisendorfer Vereine waren mit ihren Fahnenabordnungen gekommen, um ihrem langjährigen Mitglied die letzte Ehre zu erweisen. Unter den vielen Kränzen und Blumengebinden, die den Sarg während der Trauerfeiern umgaben, war auch ein weiß-blauer Kranz vom Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Auch der Bundestagsabgeordnete und Bundesminister a.d. Peter Ramsauer hatte einen Kranz geschickt. 

„Eigentlich hätte jetzt ein großes Mozartrequiem für unseren Verstorbenen hergehört, mit Pauken und Trompeten“, so Pfarrer Kress bei der Begrüßung. Aber die Zeiten seien anders und vieles, was immer selbstverständlich war, jetzt nicht möglich. Martin Seidl habe die Gemeinschaft geliebt und hätte sich bestimmt gefreut, dass trotz dieser Umstände und trotz der großen Hitze so viele gekommen sind, um ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Der Verstorbene sei ein gläubiger Mensch gewesen, mit klaren Prinzipien, auf den man sich verlassen konnte, so Kress. „Er fragte nicht, habe ich Zeit?, er handelte“, führ er fort. „Martin ist seinem Namenspatron gerecht geworden, indem er sein Leben mit anderen Menschen geteilt hat.“

In rührenden, persönlichen Worten verabschiedete sich Enkel Maurits von seinem Opa im Namen der ganzen Familie. „Danke, dass Du immer für uns da warst. Ich wünsche Dir ewige Freude und Glück, jetzt mit Oma“, so Maurits. Mehrere Vereinsvorstände verabschiedeten sich von einem Menschen, der immer ein offenes Ohr für ihre  Belange gehabt hat, der geholfen hat, wo er konnte und sich um das Vereinswesen allgemein verdient gemacht hat. Im Namen der ehemaligen Angestellten des Kurhauses und der derzeitigen Angestellten des Hotels Gut Edermann erinnerte der ehemalige Chefkoch Georg Quentin an das gute Verhältnis, das Martin Seidl zu seinen Angestellten stets hatte. „Ich wurde, war und bleibe ein Teil der Familie Seidl“ schloß Quentin seine sehr persönliche kurze Rede.    

Im Namen der Marktgemeinde Teisendorf und aller amtierenden und ehemaligen Bürgermeister im Landkreis sprach Thomas Gasser, Erster Bürgermeister von Teisendorf den Angehörigen sein  Beileid aus. Martin Seidl sei ein Kommunalpolitiker, Wegbereiter, Freund gewesen, der sich immer eingemischt habe „mit Wissen, Ideen, Sachverstand, mit Herz und Hirn, Fingerspitzengefühl, Weitblick und seiner Lebenserfahrung“, weil ihm nichts gleichgültig gewesen sei.  Dies sei als klare Meinung, väterlicher Rat, als Armel hochkrempeln und selber anpacken, aber auch mal energisch mit einem „Schluss, aus, so mach mas jetzt!“ geschehen.

Ein Meer aus Blumen und Kränzen bedeckte das Grab.  

In Anwesenheit von Seidls Amtsnachfolger Georg Grabner ließ der amtierende Landrat Bernhard Kern Seidls umfangreiches Wirken als Landrat nochmal Revue passieren. Schulen, Krankenhäuser, Verkehr, Tourismus, soziale Einrichtungen waren Stichworte, an denen dies festgemacht wurde. Martin Seidl sei eine prägende Persönlichkeit des Landkreises und der Region gewesen, den stets sein mitmenschliches Verständnis ausgezeichnet hätte. Mitmenschlichkeit und Bodenständigkeit seien für Sie zwei Begriffe, die sie mit dem Verstorbenen verbindet, so Staatsministerin Michaela Kaniber, Kreisvorsitzende der CSU Berchtesgadener Land, in einer berührenden Trauerrede. Martin Seidl sei eine der herausragenden Persönlichkeiten der CSU in seiner Zeit gewesen, ein „Mann der Tat“, der seine Heimat mit Weitblick vorwärts gebracht habe. An seine zupackende Art werde man sich noch lange erinnern, auf seine Erfolge könne  man heute noch aufbauen.  

Als der Sarg bei schönstem Sonnenschein, unter weiß-blauem Himmel von der Aussegnungshalle zur letzten Ruhestätte Martin Seidls geleitet wurde, schritten die Fahnenabordnungen voraus. Ihnen folgte der Sarg, begleitet von der Familie des Verstorbenen, vielen Freunde und politischen Weggefährten. Ein emotionaler  Höhepunkt war das Trompetensolo des bekannten kirchlichen Liedes „Ich bete an die Macht der Liebe“, das erklang, als der Sarg in das Grab gelassen wurde. Ein letztes Mal verneigten sich die Trauergäste am Grab in Dankbarkeit und Demut vor einem großartigen Menschen und dessen großer Lebensleistung. 

kon

Kommentare