Flächennutzungsplan wird aktualisiert

Gemeinderat Teisendorf beschließt öffentliche Auslegung

Teisendorf - Zur weiteren städtebaulichen Entwicklung des Marktes Teisendorf ist eine Überarbeitung des Flächennutzungsplanes des Marktes Teisendorf notwendig geworden . Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Entwurfsplanung für die zweite Änderung dieses wichtigen Planungsinstrumentes für die öffentliche Verwaltung gebilligt und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange beschlossen.

Die Änderung betrifft zwölf Bereiche, verteilt über das Gemeindegebiet sowie drei Anpassungen und zwar Roßdorf – West mit Bebauungsplan Roßdorf-West, Rückstetten mit Bebauungsplan Rückstetten-Bahnbrücke und Ufering mit Bebauungsplan Ufering – Linden II . Um eine maßvolle Abrundung der Siedlungsentwicklung möglich zu machen wurde die Innenbereichssatzung „Weildorf westlich Hauptstraße“ in Richtung Nordosten erweitert (Änderungsbereich 1). 


Lage der Änderungsbereiche des Flächennutzungsplanes. Kartengrundlage: Topographische Karte mit Gemarkungsgrenzen,

Mit dieser Änderung wird der Flächennutzungsplan an geltendes Baurecht angepasst, es wird keine neue Siedlungsfläche dargestellt. Südlich von Teisendorf ist die Errichtung eines Familienparks geplant. Vorgesehen ist die Erneuerung des Freibades, die Errichtung von Wohnmobilstellplätzen, die Neuordnung der Tennisplätze und die Anlage eines geologischen Lehrpfades. Das Gesamtgebiet soll mit den unterschiedlichen Nutzungen zu einem Sondergebiet (Änderungsbereich 2) mit einem hohen Anteil an Grünflächen zusammengefasst werden. Das Gebiet ist bereits durch Sportanlagen vorgeprägt. In der Waschau soll das vorhandene allgemeine Wohngebiet erweitert werden, um Wohnbauflächen vorzuhalten (Änderungsbereich 3). 

Am Viaduktweg sollen drei weitere Bauparzellen entstehen, um so dringend benötigten Wohnraum in Ortsnähe schaffen zu können. Es handelt sich hier um Vorranggebiete für die Siedlungsentwicklung, ebenso wie in Neukirchen am Badweg, wo die Ergänzung der bestehenden Bebauung durch ein Wohnhaus geplant ist (Änderungsbereich 4). Um die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum geht es auch bei der geplanten Änderung in Teisendorf Nordwest (Bereich 5). 


Dort soll an der Leonhardistraße die vorhandene, erschlossene Baulücke von zwei Grundstücken im Rahmen der Nachverdichtung mit einem Mehrfamilienhaus bebaut werden. Auch hier handelt es sich um ein Vorranggebiet für die Siedlungsentwicklung. Auch in Stegreuth geht es um die Möglichkeiten zur Schaffung von neuem Wohnraum im Nahbereich von Teisendorf (Änderungsbereich 6). Im Norden von Stegreuth soll eine beidseitige Bebauung an der Zufahrtsstraße ermöglicht werden, im Süden soll eine Nachverdichtung erfolgen durch die bauliche Entwicklung einer Obstwiese. 

Für die nördliche Fläche ist eine landesplanerische Bedarfsprüfung notwendig. Durch die Erweiterung im Norden können dort circa sechs Bauparzellen entstehen. Im Süden kommen nochmals maximal drei Bauparzellen dazu. Zwei weitere Änderungsbereiche (7 und 8 ) beziehen sich auf den Ortsteil Patting. Dort soll in der Tiefenthalstrasse das Baugebiet in Richtung Westen um circa fünf Bauparzellen erweitert und ein Anbau an die bestehende Gastwirtschaft ermöglicht werden. Ziel ist die bauliche Weiterentwicklung im Osten des Gemeindegebietes, dass so maßvoll abgerundet wird. Dort können fünf Bauparzellen entstehen. Mit der zweiten Änderung soll die Errichtung eines Einzelhauses innerhalb des Bebauungszusammenhanges ermöglicht

werden. Mit der Änderung des Flächennutzungsplanes in Dorfgebiet (MD) wird die Darstellung an das geltende Baurecht angepasst und als Innenentwicklung gewertet. Es wird keine neue Siedlungsfläche dargestellt. Der als sonstiges Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Sport“ im Flächennutzungsplan dargestellte Bereich der Sportanlage Weildorf soll im Bereich der Tennisplätze erweitert werden (Änderungsbereich 9). 

Vorgesehen ist die Errichtung einer Lagerhütte für mehrere Vereine, eines Schießstandes und einer Kegelbahn. Da das Gebiet bereits sportlich vorgeprägt ist, ist eine Konzentration an dieser Stelle städtebaulich sinnvoll. Um eine sportlich geprägtes Sondergebiet mit Zweckbestimmung „Tourismus“ handelt es sich auch bei dem Skilift in Neukirchen (Änderungsbereich 10). 

Durch den Umbau der Gaststätte und die Errichtung mobiler Beherbergungshütten (wir berichteten) soll der Fortbestand der Einrichtung gesichert werden. Wie Bauamtsleiter Theo Steinbacher in der Sitzung erläuterte, sollten noch zwei weitere Bereiche nämlich „Oberteisendorf-Holzhauser Strasse“ und „Knogl- Teilfläche West“ in die Entwurfsplanung aufgenommen werden. Der Gemeinderat stimmte dem zu. Sobald auch diese Bereiche in den Entwurf entsprechend eingearbeitet sind, wird die Auslegung erfolgen.

Konnert

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