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Auch noch weitere Zuwendungen genehmigt

Gemeinde unterstützt Neubau der Bergrettungswache Teisendorf-Anger

Dieses Gebäude in der Zwieselstrasse in Teisendorf dient als Vereinsheim, Schulungsraum und Depot für die Bergwacht.
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Dieses Gebäude in der Zwieselstrasse in Teisendorf dient als Vereinsheim, Schulungsraum und Depot für die Bergwacht.

Mit einem Zuschuss von 40.000 Euro wird die Marktgemeinde den Neubau der Bergrettungswache in Anger unterstützen. Das Katholische Bildungswerk Berchtesgadener Land erhält eine Förderung von 1162 Euro, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine Zuwendung von 500 Euro. Dies hat der Finanzausschuss als Empfehlung für den Gemeinderat beschlossen. 

Teisendorf - Die Bergwacht Teisendorf-Anger plant im Jahr 2022 den Neubau einer Bergrettungswache an das bestehende Feuerwehrhaus in Anger. Die Maßnahme ist notwendig geworden, weil die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Anger den Stellplatz braucht, wo seit 2008 das Rettungsfahrzeug der Bergrettungswache untergebracht ist.

Kosten für Neubau selber schultern

Für den Neubau muss die Bergrettung, die ehrenamtlich tätig ist, Spenden in Höhe von 150.000 Euro sammeln. Aktuell ist die Bergwacht Teisendorf-Anger mit ihren Ausrüstungsgegenständen auf zwei Standorten in Anger und Teisendorf verteilt. In Teisendorf liegt das Vereinsheim mit Depot in der Zwieselstrasse. Das Gebäude wird auch nach dem Neubau weiterhin benötigt, auch für Fortbildungsveranstaltungen, teilte Bürgermeister Thomas Gasser im Finanzausschuss mit.

Die in Anger neu zu errichtende Garage mit Lagerraum muss aufgrund der medizinischen Ausrüstung beheizbar und groß genug sein, dass neben dem Fahrzeug und der umfangreichen Sommer- und Winterausrüstung auch der Anhänger mit dem wichtigen All-Terrain-Vehicle und die E-Bikes Platz haben. Da die Bergwacht ehrenamtlich tätig ist und keine Unterstützung vom Freistaat Bayern bekommt, muss sie die Kosten für den Neubau selber schultern. 

Kämmerin Scheurl-Böhnlein informierte den Ausschuss, dass die Gemeinde Anger der Bergwacht das Grundstück für den Neubau kostenlos zur Verfügung stellt. Auch die Bauüberwachung wird über die Gemeinde Anger erfolgen. Die Kosten hierfür werden auch nicht umgelegt. Voraussichtlich werden auch die laufenden Aufwendungen wie Strom, Verbrauchsgebühren, Reinigung von der Gemeinde getragen. In Summe führen diese Positionen zu geschätzten Kosten von rund 35.000 Euro.

Finanzielle Unterstützung des Neubaus

Der Markt Teisendorf hat sich in der Vergangenheit an Kosten bei Baumaßnahmen für das Vereinsheim in Teisendorf beteiligt, die sich laut Aufstellung der Kämmerin seit 2006 auf rund 6000 Euro beliefen. Ansonsten hat die Bergwacht Teisendorf-Anger bisher keine Zuwendungen von der Gemeinde erhalten.

Alle Mitglieder des Finanzausschusses sprachen sich vorbehaltslos für die finanzielle Unterstützung des Neubaus der Bergrettungswache aus. In ihren Wortmedungen betonten Gernot Daxer (CSU), Georg Quentin (SPD), Ute Hogger (Grüne) und Sissy Lang (FWG) die wichtige Rolle, die diese ehrenamtliche Einrichtung in unserer Region gerade auch im Blick auf den Tourismus spielt.

Es sei doch Wahnsinn, dass der Staat solch wichtige Einrichtungen wie Bergwacht und Rotes Kreuz nicht unterstützt, so Daxer, und Ehrenamtliche, die diese wichtige und nicht ungefährliche Aufgabe übernehmen auch noch das Geld für die Infrastruktur einsammeln müssen. Der Beschluss zur Zuwendung von 40.000 Euro fiel einstimmig. Das Geld soll im Haushalt für 2022 bereitgestellt werden. 

Auch Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. erhält Zuschuss

Stattgegeben wurde auch dem Zuschussantrag des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.. Der Finanzausschuss empfahl, dass die Gemeinde ab dem Jahr 2021 die Kriegsgräberfürsorge mit jährlich 500 Euro für die Erfüllung ihrer Gedenk- und Friedensarbeit unterstützen soll. Es sei wichtig, die Erinnerung an den Krieg und die Kriegsgräberstätten für die fast 2,8 Millionen Toten beider Weltkriege als mahnendes Beispiel in Friedenszeiten aufrecht zu erhalten, so die Ausschussmitglieder Gernot Daxer, Georg Quentin und Sabrina Stutz. 

Abgelehnt wurde der Zuschussantrag der staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen Donum vitae in Bayern e. V. Freilassing. Der Finanzausschuss war einstimmig der Auffassung, dass durch den Zuschuss des Landkreises die Gemeinde indirekt mit der Kreisumlage beteiligt ist. Die Landkreise Berchtesgadener Land sowie Traunstein beteiligen sich mit dreissig Prozent an den zuschussfähigen Personal- und Sachkosten von Donum vitae.

Auch der Freistaat Bayern gewährt eine Förderung. Für den Erhalt der Beratungsstellen müssen nur zehn Prozent der jährlichen Gesamtkosten aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Zuwendungen finanziert werden. Dies entspricht einem Betrag von circa 30.000 Euro.

kon

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