Wieder Unterschriftenaktion von Anliegern

Die endlose Oberteisendorfer "Ampel-Geschichte"

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Die Ampel soll östlich der Einmündung des Straßenzuges „An der Ache“ installiert werden: Beide Fotos zeigen diesen ungefähren Standort.

Teisendorf - Anlieger der B304 in Oberteisendorf lehnen die Ampellösung an der B304 ab – Grund ist der geplante Standort.

Die Bau- und Sanierungsarbeiten an der B304 sind in vollem Gange.Nachdem Ende 2018 eine Gruppe von Anliegern medienwirksam eine Ampellösung für die sichere Querung der Strasse eingefordert hat, ist bei der Gemeinde jetzt ein Schreiben mit 26 Unterschriften von Anliegern der B304 eingegangen, in dem um die Einstellung der Planungen für eine Bedarfsampel gebeten wird. Die Unterzeichner lehnen die Installation der Ampel ab und haben dies bereits im Juli 2019 in einem inhaltlich ähnlichen Schreiben mit vierzehn Unterschriften artikuliert. Das Schreiben und der derzeitige Planungsstand zur Ampel wurden von Bauamtsleiter Theo Steinbacher in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses vorgestellt. 


Demnach begründen die Unterzeichner des Schreibens ihre Ablehnung mit dem geplanten Standort für die Ampel östlich der Einmündung des Strassenzuges „An der Ache“. Einen Übergang im „Kreuzungsbereich Staatsstraße, Holzhausenerstraße und An der Ache“ sehen sie als „unmöglich“ an. Zudem hätten sich die Befürworter der Ampel nur auf die Querungshilfe bei der Kinderkrebshilfe bezogen. Daran habe sich auch nichts geändert. Die Unterzeichner des aktuellen Schreibens können nicht verstehen, warum man über die Köpfe der Anlieger hinweg die Planungen für eine Ampel an einem anderen Standort vorantreibe, ohne mit ihnen als Betroffene zu sprechen. Sie regen an, über eine Tempo 30 Zone zwischen der Überquerung an der Kinderkrebshilfe und der Einmündung „An der Ache“ nachzudenken und bitten um einen Ortstermin mit den Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat und den Mitgliedern des Bauausschusses. 

Theo Steinbacher wies darauf hin, dass auf das Schreiben der Ampelgegner im Juli 2019 schriftlich geantwortet worden sei, mit Verweis auf das Gutachten des Verkehrsplaners Fahnberg sowie auf die positiven Stellungnahmen der Polizei und der Verkehrsbehörde zu dieser Planung. Das verkehrsplanerische Gutachten wurde dem Gemeinderat im Dezember 2018 vorgestellt. Es kam zu dem klaren Schluss, dass die Installation einer Bedarfsampel nur östlich der Brücke, bei der Einmündung der Strasse an der Ache Sinn mache. Dieses Ergebnis wurde durch das beauftragte Sicherheitsaudit des SAK- Ingenieurbüros aus Traunstein bestätigt. 


Im Juli 2019 hat dann der Gemeinderat die Installation einer Lichtzeichenanlage an der jetzt geplanten Stelle beschlossen. Thema in dieser Sitzung war auch die Anordnung einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h. Dies wurde von Polizei und Verkehrsbehörde als nicht zielführend abgelehnt. 

Nach kurzer Diskussion entschied der Bau- und Umweltausschuss den Sprecher der Ampelgegner schriftlich über die bestehende Beschlusslage zu informieren sowie ein persönliches Gespräch mit Gemeindevertretern anzubieten. An dem Gespräch sollen nur der Sprecher sowie ein weiterer Unterzeichner teilnehmen. Die beiden Vertreter können dann die anderen Anlieger über die Inhalte und den Ablauf des Gesprächs informieren. Aufgrund der derzeitigen Lage (Corona-Virus) wird keine Anliegerversammlung durchgeführt. Dies kann eventuell später nachgeholt werden, wenn auch das Vorgehen bei der Einfahrt der Strasse „An der Ache“ geklärt ist.

- kon

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