Chinesen hielten Polizei für Straßenräuber

Teisendorf - Ein 35-Jähriger Chinese versperrte Polizisten bei einer Kontrolle den Zugang zum Kofferraum, da er sie angeblich trotz Blaulicht für Straßenräuber hielt.

Die Bundespolizei hat am Donnerstag, den 10. April, vier Chinesen vorübergehend in Gewahrsam genommen. Bei der Kontrolle auf der A8 weigerten sich die Asiaten, sich auszuweisen.

Der 35-jährige Fahrer ging noch einen Schritt weiter – er leistete aktiven Widerstand gegen die Maßnahmen der Beamten. Angeblich hatte er die Zivilfahnder für Straßenräuber gehalten. Trotz eingeschalteten Blaulichts und Aufblinken des Leuchtzeichens "Halt Polizei" ignorierte der Fahrer des deutschen Mietwagens zunächst die Anhaltesignale des zivilen Dienstwagens. Erst beim zweiten Anlauf gelang es, das Fahrzeug auf Höhe Teisendorf zu stoppen.

Die vier Insassen reagierten nicht als die Beamten ihre Dienstausweise zeigten und nach den Pässen der Gruppe fragten. Als einer der Polizisten den Kofferraum des Wagens öffnen wollte, sprang der Fahrer plötzlich aus dem Auto, schlug dessen Hand von der Heckklappe weg und versuchte das Öffnen des Kofferraums zu verhindern.

Aufgrund des unkooperativen Verhaltens der Reisenden nahmen die Beamten die vier Chinesen mit zum Revier. Dort stellte sich heraus, dass die Männer sowohl ihre gültigen Pässe, als auch entsprechende Visa dabei hatten. Sie gaben an, die Zivilfahnder für Straßenräuber gehalten zu haben. Deshalb hätten sie ihre Papiere nicht rausgeben wollen. Die Polizeiwesten und polizeilichen Einsatzmittel der Beamten hatten sie dabei offenbar übersehen.

Nach Klärung der Umstände durften sie ihre Reise fortsetzen. Den 35-Jährigen allerdings erwartet ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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