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Bund fördert Glasfaserausbau entlegene Ortsteile und Einzellagen 

Breitbandausbau für „Weiße Flecken“ im Gemeindegebiet Teisendorf ist gestartet

Spatenstich: (v.l.n.r.) Daniel Hübner, Paul Roither, MdB Peter Ramsauer, Thomas Gasser, Daniel Artmann. 
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Spatenstich: (v.l.n.r.) Daniel Hübner, Paul Roither, MdB Peter Ramsauer, Thomas Gasser, Daniel Artmann. 

Gute Nachrichten gibt es für abgelegenere Ortsteile und Einzellagen aus der Marktgemeinde in Punkte Versorgung mit schnellem Internet. Der Bund unterstützt dort den Breitbandausbau mit rund 2,6 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Weiße Flecken“.

Teisendorf - Weitere rund zwei Millionen für die Maßnahme kommen vom Freistaat  Bayern, so dass die Marktgemeinde nur noch Eigenmittel in Höhe von rund 520.000 Euro aufbringen muss. Von dem Ausbau profitieren werden rund 380 Haushalte und 35 Unternehmen verteilt über ganz Teisendorf. Zu den Ausbaugebieten gehören unter  anderen Oed, Hinterschnaitt, Babing, Oberreit, Seiberstadt, Thumberg, Wimmern, Spöck, Langhögl und Brunnmeister.

Offiziell gestartet ist die Maßnahme mit dem Spatenstich, zu dem der Bundestagsabgeordnete Peter Ramsauer, Bürgermeister Thomas Gasser, Daniel Artmann, Regionalleiter beim Projektträger atene KOM, Paul Roither vom Beratungsunternehmen Corwese und Dieter Karpenko, Bauleiter der Firma Weigand gekommen sind. Die Firmen Weigand und NGN Fiber Network führen die  erforderlichen Tiefbauarbeiten und den Aufbau der Glasfaserinfrastruktur vor Ort durch. Insgesamt sollen im Zuge der Maßnahme 85 Kilometer Tiefbau realisiert sowie 226 Kilometer Glasfaser und fünfzehn Kilometer Lehrrohre neu geschaffen werden.

Abgelegene Gehöfte wie hier am Horizont sollen in dem Programm erschlossen werden. 

Der Bund will nicht nur in den Metropolen für schnelles Internet sorgen, so Peter Ramsauer, sondern auch auf dem breiten Land. Er habe schon vor zehn Jahren als damaliger Bundesverkehrsminister gesagt, man müsse mit den Anschlüssen „bis zum letzten Gehöft“ gehen. „Wie richtig das war und ist, kann man in dieser herrlichen Gegend um Teisendorf wunderbar sehen“, meinte der Bundestagsabgeordnete mit Blick auf die Einzelgehöfte in Sichtnähe des Treffpunktes bei Wimmern. „Die Menschen müssen dort, wo sie leben und wohnen, mit einer guten Infrastruktur versorgt werden, damit sie auch weiter dort bleiben können.“ Auch deshalb sei er überzeugt, dass die 2,6 Millionen Fördermittel gut investiert sind. Teisendorf sei eine Flächengemeinde mit rund 220 Ortsteilen, so Bürgermeister Gasser. Das Förderprogramm „Weiße Flecken“ passe deshalb sehr gut für seine Gemeinde, um in abgelegene Bereiche Glasfaseranschluss in die Häuser zu bringen. Er bedankte sich beim Bund für die Förderung sowie bei dem  Projektträger Atene Kom, der das Projekt im  Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur abwickelt.

In Wimmern haben die Erschließungsarbeiten bereits begonnen: (v.l.n.r.) Thoms Gasser, Peter Ramsauer, Dieter Karpenko

Daniel Artmann von atene Kom lobte die bisherige vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Bund, Land, Kommune und Netzbetreiber. Auch während der Umsetzung werde der Projektträger durch die Beraterin Joana Fritsche das Projekt vor Ort begleiten. Sie wird eng mit Daniel Hübner zuständig für die Maßnahme seitens der Gemeindeverwaltung Teisendorf zusammenarbeiten. Hübner hatte auch den Spatenstich als offiziellen Porjektstart organisiert.

Bei der Maßnahme werden ausschließlich  zukunftssichere Glasfaserkabel bis in die Gebäude verlegt. Alle betroffenen Hauseigentümer werden von den Mitarbeitern der Firma Weigand Bau  zur Abklärung der gewünschten Hausanschlüsse angesprochen, um die bestmögliche Lösung für die Hauseinführung zu finden.  Den Abschlusspunkt des Netzes in den Gebäuden und die Schnittstelle zum Hausnetz bildet der Optische Netzwerkabschluss ONT.  Er konvertiert die optischen Signale in elektrische Signale.  Sobald die Netzabschlusseinrichtungen in den Gebäuden montiert sind, können vom Hauseigentümer über ortsansässige Fachfirmen die gegebenenfalls weiter im Haus erforderlichen Arbeiten vergeben werden. Arbeiten im Hausverteilnetz werden nicht von der  NGN Fiber Network KG übernommen und sind nicht Teil dieser geförderten Maßnahme.

Begonnen wurde mit den Erschließungsmaßnahmen im Ortsteil Wimmern. Dieter Karpenko von der Firma Weigand zeigte sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. „Es ist  ein sehr angenehmes Arbeiten hier“, so Karpenko, der den Teilnehmern auch gleich die Funktionsweise einer Maschine zum Verlegen von Leerrohren erklärte. Die Erschließungsmaßnahmen sollen laut Plan bis Mitte 2022 abgeschlossen sein. Dann stehen den Haushalten und Gewerbebetrieben über die neuen Glasfaseranschlüsse bis zu 1.000 Megabits pro Sekunde (Mbit/s) zur Verfügung. Ab Mitte 2022 können dann bestehende Internetverträge entweder angepasst werden oder mit anderen verfügbaren Providern Verträge abgeschlossen werden, damit die schnellere Breitbandverbindung freigeschaltet wird.

Monika Konnert

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