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Beerdigung des ehemaligen Pfarrers in Teisendorf

Große Anteilnahme der Bevölkerung: Letzte Ehre für Monsignore Karl Ellmann  

Einsegnung am Grab durch Pfarrer Martin Klein.
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Einsegnung am Grab durch Pfarrer Martin Klein.

Die Marktgemeinde Teisendorf hat am Samstag (12. Februar) Abschied genommen von ihrem ehemaligen Pfarrer von Teisendorf und Oberteisendorf Monsignore Karl Ellmann, der im Alter von 79 Jahren nach schwerer Krankheit im Mutterhaus der Bayerischen Provinz der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau in Auerbach heimgegangen ist.

Teisendorf – Die Beerdigungsfeierlichkeiten fanden in Teisendorf unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Anwesenheit zahlreicher Trauergäste aus Kirche, Kommunalpolitik und Gesellschaft statt. Das Pontifikalrequiem in der Pfarrkirche St. Andreas hielt Weihbischof Wolfgang Bischof in Konzelebration mit Dekan Martin Klein und Pfarrer in Ruhestand Horst Kress unter Assistenz durch die Diakone Andreas Nieder und Robert Rehrl. Nach dem Requiem wurde der Sarg in einem Trauerzug durch die Marktstrasse zum gemeindlichen Friedhof geleitet, wo der Verstorbene in der Priestergruft seine letzte Ruhestätte fand. 

Der Sarg war während des Requiems in der Kirche vor dem Altar aufgestellt. Vor dem Sarg stand der Kelch, das aufgeschlagene Messbuch und die Stola sowie ein Bild des Verstorbenen. Dahinter brannte die Osterkerze als Zeichen der Auferstehung. „Tod und Auferstehung sind nicht zu trennen. Der Tod ist der Durchgang zum ewigen Leben“, so Weihbischof Wolfgang Bischof in seinen Eingangsworten. „In diesem Sinne sind wir voller Trauer und voller Hoffnung am Sarg von Pfarrer Karl Ellmann versammelt“.

Bischof bedankte sich im Namen des Erzbistums und des Erzbischofs Kardinal Marx für Karl Ellmanns priesterlichen Dienst. Schon zu Lebzeiten sei Ellmann für seinen unermüdlichen Einsatz für die Kirche offizielle Ehrung entgegengebracht worden, unter anderem durch die Verleihung des päpstlichen Ehrentitels „Monsignore“, Kaplan seiner Heiligkeit. Die Sorge um den Glauben habe das Leben von Karl Ellmann geprägt, so der Bischof in seiner Predigt. Er sei überzeugt gewesen und habe immer darauf hingewiesen, dass Christen als Glaubende ihren Weg gehen müssen, nicht als Schauende.

Getreu dem Wort des Heiligen Augustinus „In dir muss brennen, wofür du andere entzünden willst“, habe Ellmann für die Nähe zu Christus gebrannt und immer wieder Menschen dafür mitentzündet. Viele seien durch sein Wirken auf den eigenen geistlichen Weg gekommen. „Wir empfehlen ihn der brennenden Liebe Gottes in die Begegnung mit dem Auferstandenen“, schloss der Weihbischof seine Ausführungen. Während des Requiems sang der Schwesternchor von Auerbach Psalmen und geistliche Lieder. Die Bläsergruppe Rupertino-Brass trug mit festlichen Weisen des Komponisten Erich Gawlik zu der würdigen Gestaltung des Gottesdienstes bei.  

Nach dem Requiem erinnerte der Erste Bürgermeister von Teisendorf Thomas Gasser in seiner Trauerrede an die vielfältigen Berührungspunkte einer Pfarrei mit der politischen Gemeinde bei Bauvorhaben, der Vorbereitung von Festen oder in der Senioren- und Vereinsarbeit. In Anerkennung der Verdienste für Teisendorf habe die Gemeinde schon zum 70. Geburtstag von Pfarrer Karl eine Strasse nach ihm benannt.

Gasser ging auch auf seine persönlichen Kontakte zu dem ehemaligen Pfarrer ein, als Schüler, Ministrant, Pfarrgemeinderatsmitglied oder Aktiver in der pfarreilichen Jugendarbeit. Da habe er auch den Menschen Ellmann erleben dürfen, der manchmal lockerer war als sonst üblich. Seinen Dank an den Verstorbenen sprach Gasser auch im Namen von Landrat Bernhard Kern und Altlandrat Georg Grabner, Altbürgermeister Fritz Linder und ehemaligem Bürgermeister Franz Schießl, seiner Stellvertreter 2. Bürgermeisterin Sabrina Stutz und 3. Bürgermeister Georg Quentin sowie aller Gemeinderäte aus. Als Zeichen der Dankbarkeit, legte er für die Marktgemeinde Teisendorf einen Kranz nieder. 

Weihbischof Wolfgang Bischof segnete den aufgebahrten Sarg mit Weihrauch

Im Namen der Pfarrgemeindegremien von Teisendorf und Oberteisendorf erinnerte Kirchenpfleger Ernst Aicher kurz an das Wirken von Pfarrer Karl Ellmann seit seiner Ankunft in Teisendorf 1978. Er habe für alle Generationen ein offenes Ohr gehabt, habe in der Pfarrgemeinde vieles bewegt, sich für die Menschen Zeit genommen. Der Pfarrer habe häufig den Ausspruch verwendet „In der Gegenwart Gottes wird es nie langweilig“. Aicher zeigte sich überzeugt, das dies jetzt für Karl Ellmann auch in der Ewigkeit gelte.

Im Namen der kirchlichen und weltlichen Ortsvereine der Marktgemeinde Teisendorf überbrachte Dr. Johann Seibert den tiefempfundenen Dank für den Verstorbenen. Im Dreiklang von Glaube, Tradition und Brauchtum habe man zusammen unzählige kirchliche Hochfeste, Jahrämter, Jubiläen und Dankwallfahrten feiern dürfen. Der Pfarrer habe die Vereine bereitwillig unterstützt und sich, wenn immer terminlich möglich, am intensiven Vereinsleben beteiligt. 

Die Provinzoberin Lucilla Hauser der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau in Auerbach erinnerte kurz an die letzten neun Jahre, die Ellmann dort im Kloster verbracht hat, aber auch an die letzten Tage und Stunden des Verstorbenen. Er sei optimistisch geblieben bis zuletzt, seine letzte Ruhestätte wollte er unbedingt in seiner ehemaligen Pfarrgemeinde Teisendorf finden. Zuletzt bedankte sich Weihbischof Wolfgang Bischof im Namen des Bayerischen Pilgerbüros für die Begleitung von Reisen durch Pfarrer Ellmann. 

Als der Sarg bei schönstem Sonnenschein unter den Klängen eines Trauermarsches von der Kirche durch die Marktstrasse an das Grab geleitet wurde, schritt die Musikkapelle voraus, gefolgt von den Fahnenabordnungen der Vereine. Ihnen folgten Priester und Diakone sowie der liturgische Dienst, dahinter der Sarg, geschmückt mit einem weißen Blumengebinde mit schwarzer Schleife. 

Hinter dem Sarg gingen die Familie und die nahen Angehörigen, dann die Ordenschwestern aus Teisendorf, Auerbach und München. Es folgten die Vertreter der Pfarrgemeindegremien sowie amtierende und ehemalige Vertreter der Kommunalpolitik. Anschließend reihten sich die weiteren Trauergäste in den Zug. Viele Bürgerinnen und Bürger säumten die Strasse, um ihrem ehemaligen Pfarrer ein letztesmal die Ehre zu erweisen.

Als der Sarg auf dem Friedhof vor dem Grab eintraf, spielte der Lukas Brendel aus Auerbach auf der Trompete das bekannte kirchliche Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“. Die Priester, Diakone und Ordenschwestern sangen für ihren ehemaligen Priesterkollegen und spirituellen Begleiter Karl Ellmann am Grab gemeinsam den lateinischen Hymnus „Salve Regina“, bevor die Musikkapelle auf ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen das „Großer Gott wir loben Dich“ anstimmte. Mit einem berührenden Trompetensolo von Lukas Brendel endete die würdige Feier. Anschließend konnten sich die Trauergäste ein letztes Mal in Dankbarkeit vor ihrem ehemaligen Pfarrer Karl Ellmann verneigen, ehe der Sarg zur ewigen Ruhe in die Priestergruft gelassen wurde.

kon

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