Entscheidungen zu zwei Bebauungsplänen in Teisendorf

Bau- und Umweltausschuss beschäftigt sich mit Bauleitplanung

Holzhausener Straße in Teisendorf
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Holzhausener Straße: Diese Fläche in der Holzhausener Straße war als neues Baugebiet in der Diskussion.

Teisendorf - Der Bebauungsplan „Holzhausener Straße“ in Oberteisendorf stand bereits im Mai auf der Tagesordnung das Bau- und Umweltausschusses.

Bei einem vor-Ort-Termin hatte sich der Ausschuss über die Situation informiert, ein Beschluss wurde damals nicht gefasst, da das Thema der Immissionbeslastung durch die unmittelbar angrenzenden Betriebe, die Holzbaufirma Schillinger und die Baufirma Mader, noch nicht geklärt war. Zudem hatte sich bei diesem Termin der Ausschuss mehrheitlich dafür ausgesprochen, die neue Bebauung nur zuzulassen, wenn die Betriebe Schillinger und Mader in ihrer zukünftigen Entwicklung nicht eingeschränkt werden. Sollte eine Vorprüfung eine Einschränkung erwarten lassen, müsste die Bauleitplanung überdacht werden.


Deshalb hat die Gemeinde eine schalltechnische Stellungnahme bei einem Fachbüro in Auftrag gegeben, mit dem Ziel auch dies zu prüfen. Als Grundlage wurden die bereits vorliegenden schalltechnischen Stellungnahmen des Büros Akustik Süd und der Handwerkskammer herangezogen. Im Ergebnis zeigte sich, dass durch eine grundrissorientierte Bebauung die Immissionswerte für ein Mischgebiet eingehalten werden können. Auch werden die jetzigen Betriebsabläufe der beiden genannten Firmen voraussichtlich nicht eingeschränkt, eine zukünftige Entwicklung jedoch wäre nahezu unmöglich. Zusätzlich wurden noch Gespräche mit der unteren Immissionsschutzbehörde und der Bauaufsichtsbehörde geführt.

Die beiden Behörden kommen unabhängig voneinander zu dem gleichen Ergebnis, dass die Betriebe in ihrer jetzigen Form weiterbetrieben werden könnten, eine zukünftige Entwicklung oder Erweiterung aber schwierig wäre. Die Immissionsschutzbehörde empfiehlt zudem noch ein Feinstaubgutachten. In der anschließenden Diskussion betonte Bürgermeister Thomas Gasser, dass man sich immer einig gewesen sei, mit einer Neuentwicklung bestehende Betriebe nicht beeinträchtigen zu wollen. Dies ergäbe sich aber aus dem Gutachten.


Verfahren nicht fortgeführt

Ähnlich äußerte sich Ausschussmitglied Alois Stadler (CSU). Das sei ein ganz klassischer Fall, wo der Ausschuss seiner Verantwortung gerecht werde. Man habe geprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass zwei Betriebe, die gute Arbeit machen und Arbeitsplätze schaffen, Probleme bekommen könnten. „Ich würde die Prüfung hier beenden und das Verfahren nicht fortführen“, so Stadler. Derselben Meinung waren auch die Ausschussmitglieder Sabrina Stutz (FWG, 2. Bürgermeisterin), Johann Rauscher (SPD) und Markus Putzhammer (CSU).

Abschließend beschloss der Bau- und Umweltausschuss aufgrund der Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchung, dass das Verfahren nicht fortgeführt werden soll, da durch die neue Bebauung eine Betriebserweiterung für die beiden bereits in Ortsrandlage angesiedelten Betriebe nur noch erschwert möglich wäre.

Neue Fahrzeughalle für Fuhr- und Baggerbetrieb

In Unterstetten möchte ein dort ansässiger Fuhr- und Baggerbetrieb eine neue Fahrzeughalle errichten. Zur Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen muss der Bebauungsplan Rückstetten, der erstmals 2015 rechtskräftig wurde, zum zweiten Mal geändert werden. In der ersten Änderung wurde für denselben Betrieb eine Lagerhalle im Nordosten genehmigt. Der Bau- und Umweltausschuss hat jetzt den Aufstellungsbeschluss für die zweite Änderung gefasst.

kon

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